Volkswagen hat stärker unter einem Hagelsturm im Juli gelitten als bislang bekannt – und damit zum zweiten Mal binnen fünf Jah­ren einen Großschaden durch Un­wetter zu verkraften. Rund 17.000 auf dem Wolfsburger Werksgelände abgestellte Neuwagen werden laut VW derzeit überprüft. Ein "wesent­licher Teil" von ihnen soll beschä­digt sein. Das Unternehmen muss damit einen ähnlich großen Auf­wand betreiben wie 2008, als in Emden 30.000 Autos beschädigt und in monatelanger Arbeit repariert wurden. Während damals viele Ex­portautos betroffen waren, hat es diesmal vor allem Wagen für den deutschen Markt erwischt. VW rech­net mit negativen Auswirkungen auf die deutschen Verkaufsstatistiken im August und September 2013.
Der Schaden ist versichert, belastet aber das derzeit ohnehin überlastete Werk Wolfsburg weiter: Ein noch unbekannter Anteil von Fahr­zeugen soll ganz neu produziert werden. Auch deswegen sind nun bis Weihnachten Sonderschichten vorgesehen. Neuwagen, die repa­riert werden können, werden mit Rabatt an die vorgesehenen Kunden ausgeliefert. Zu Verspätungen wird es aber kommen.