E-Auto-Akkus: Taxi-Test ergibt keine Schwächen nach 260.000 km
E-Autos zeigen Steherqualitäten im DEKRA-Taxi-Test

– Im harten Taxialltag zeigen elektrische Jaguar I-Pace ihre Durchhaltefähigkeit in München: Schnelltests ergeben kaum Alterung der Akkus – und das bei Laufleistungen von bis zu 260.000 Kilometern. Alle Infos!
Bild: MTZ Münchner Taxi Zentrum
Wie lange halten E-Auto-Batterien im Alltag? Das ist für viele zögernde Autokäufer immer noch eines der entscheidenden Themen. Besonders interessant könnte da sein, wie schnell Akkus im harten Taxialltag altern?
Die Antwort gibt die DEKRA, die jetzt Elektroautos im Taxidienst einem neuen Batterieschnelltest unterzogen hat. Ergebnis: Sie halten deutlich länger als gedacht, womit die Testorganisation die jüngsten Ergebnisse einer Untersuchung der Stanford-Universität aufs Neue beweist.
Die Antwort gibt die DEKRA, die jetzt Elektroautos im Taxidienst einem neuen Batterieschnelltest unterzogen hat. Ergebnis: Sie halten deutlich länger als gedacht, womit die Testorganisation die jüngsten Ergebnisse einer Untersuchung der Stanford-Universität aufs Neue beweist.
Die DEKRA-Experten untersuchten dazu sechs elektrische Jaguar I-Pace, die beim Münchner Taxi-Zentrum im Dienst stehen. Das Luxus-SUV ist in München seit 2018 im harten Dauereinsatz. Und Taxen haben wohl mit das härteste Autoleben, das wird kaum jemand bestreiten.
Kaum Alterung der Akkus nach einer Viertelmillion Kilometer
Das Ergebnis der Tests: Auch bei Laufleistungen von 180.000 bis 260.000 Kilometern widerlegten die Akkus das Vorurteil einer vorzeitigen Alterung, denn sie wiesen einen State of Health (SoH) der Antriebsbatterien von immer noch 95 bis 97 Prozent auf. Dabei wurden die Taxis alles andere als optimal geladen, berichtet Gregor Beiner, Geschäftsführer beim Münchner Taxi Zentrum (MTZ): "Wir haben die Fahrzeuge im Schnitt etwa eineinhalbmal pro Tag geladen, und zwar nicht besonders schonend, sondern immer ganz voll, um den Fahrern die entsprechende Sicherheit mit Blick auf die Reichweite zu geben", sagte er.

Beim Münchner Taxiunternehmen MTZ stehen elektrische Jaguar I-Pace im Dauereinsatz.
Bild: MTZ Münchner Taxi Zentrum
Insgesamt zeigt sich der Geschäftsführer des Taxiunternehmens sehr zufrieden mit dem Einsatz von E-Autos. Bei keinem der Elektroautos hätten bislang die Bremsen erneuert werden müssen. "Bei Verbrenner-Taxen sind dagegen alle 30.000 km die Bremsklötze fällig, alle 80.000 km die Bremsscheiben, diese Kosten fallen weg", sagte Beiner gegenüber AUTO BILD. Unter dem Strich hätten E-Autos einen deutlichen Kostenvorteil, vor allem in Bezug auf die Wartungskosten, aber auch mit Blick auf die Energiekosten. "Wir profitieren auch davon, dass wir über eigene Ladestationen schnell laden können." Nur das öffentliche Laden sei etwas teurer.
Akku-Schnelltest für 130 Modelle verfügbar
Die Prüforganisation setzte beim Test der Taxis einen aktuellen Batterieschnelltest ein, der mittlerweile schon 25.000 Mal durchgeführt wurde, und den auch interessierte E-Auto-Käufer bei der DEKRA machen können. Dabei werden die Akkus einmal auf dem Prüfstand und dann bei einer kurzen Beschleunigungsfahrt von 50 bis 100 Metern getestet. Das hat Vorteile gegenüber anderen Tests, bei denen der Akku zum Messen des SoH von ganz voll bis ganz leer gefahren werden muss. Der Test dauert nur 15 Minuten und ist für rund 130 gängige E-Auto-Modelle erhältlich.
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