Handyhalterungen im Test

Handyhalterungen im Test

Handyhalterungen fürs Auto: Test

Welche Handyhalterung hat alles fest im Griff?

Wer sein Smartphone als Navi nutzen möchte, kommt kaum am Kauf eines Handyhalters vorbei. Doch welche Handyhalterungen halten auch das, was sie versprechen? AUTO BILD hat 11 Produkte getestet!
Handyhalterungen fürs Auto sollen die Nutzung des Handys während der Fahrt ermöglichen – zum Beispiel als Navigationssystem. Doch welche Exemplare sind zu empfehlen? AUTO BILD hat elf Universal-Handyhalterungen zwischen 8,99 Euro und 16,99 Euro getestet. Und die gute Nachricht gleich vorweg: Keine Halterung hat während des Tests den Dienst quittiert.

Handyhalter im Test: 11 Halter, verschiedene Bauformen

Das Testfeld bestand aus vier Saugnapf-Halterungen, drei Halterungen für die Lüftungsdüsen, einem Klebepad-Halter und drei Dashboard-Halterungen, die auf das Armaturenbrett geschoben werden. Und schon gleich zu Beginn des Tests fielen die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Bauarten der Universal-Handyhalterungen auf. So konnten zwar alle Halterungen mit jedem Handy – egal ob groß oder klein – bestückt werden, allerdings passte nicht jede Handyhalterung in jedes Auto.
# Handyhalter im Test Zum Angebot
1.

Cocoda Universal Mount

Preis*: 9,99 Euro

Note: gut

2.

Beikell Car Phone Holder

Preis*: 12,99 Euro

Note: gut

3.

Baseus Osculum Type Gravity Car Mount

Preis*: 11,52 Euro

Note: gut

4.

UNBREAKcable Car Mount Holder

Preis*: 16,14 Euro

Note: gut

5.

Amazon Eono Magnetic Car Vent Mount

Preis*: 12,99 Euro

Note: befriedigend

6.

Lamicall Car Holder

Preis*: 9,99 Euro

Note: befriedigend

7.

Amazon Eono Dashboard Car Phone Mount

Preis*: 8,99 Euro

Note: befriedigend

8.

Tsumbay Smartphone Holder

Preis*: 10,99 Euro

Note: befriedigend

9.

Urgreen Phone Mount for Dashboard

Preis*: 16,99 Euro

Note: befriedigend

10.

Floveme Car Phone Mount

Preis*: 14,99 Euro

Note: ausreichend

11.

Urgreen Gravity Phone Holder

Preis*: 13,99 Euro

Note: ausreichend

*Einkaufspreis des Testprodukts
Lüftungsdüsen-Halterungen: Besonders bei den Lüftungshalterungen kommt es sehr auf die Bauform der Lüftungsdüsen an. Längst nicht jedes Auto ist mit Lüftungsdüsen in Lamellenform ausgestattet – und genau die sind nötig, um die Lüftungshalterungen montieren zu können. Doch selbst wenn das Auto mit Lamellen-Düsen ausgestattet ist, kann es zu Problemen kommen. So kann es passieren, dass das Armaturenbrett durch die Bauform im Weg ist, sodass das Handy nicht sicher in der Halterung platziert werden kann, oder die Lamellen sind zu nah beieinander. Ein noch viel häufigeres Problem ist hingegen das Gewicht, das dann an den Lüftungsdüsen hängt. Bei unserem Testwagen, einem VW T-Cross, klappten die Lüftungsdüsen nach der Montage der Handyhalterungen samt Handy nach unten.
Dashclips sind nicht zu empfehlen

Die Dashboard-Mounts dringend stark in das Sichtfeld des Fahrers ein und sind daher nicht zu empfehlen.

©AUTO BILD

Dashboard-Halterungen: Einen ganz besonders großen Nachteil haben die drei Dashboard-Halterungen, auch "Dashclips" genannt: Um sie im Auto zu montieren, werden sie einfach auf das Armaturenbrett über dem Kombiinstrument geschoben und halten dort ziemlich fest. Aber klemmt man ein Handy in die Halterung, sitzt es direkt vor der Nase des Fahrers und raubt unheimlich viel Sicht. Selbst für größere Fahrer, die über das Handy hinwegsehen können, stellt es eine große Ablenkung dar. Diese Art von Handyhalterungen ist daher eher nicht zu empfehlen.
Saugnapf-Halterungen: Wirklich universell einsetzbar und sowohl mit jedem Handy als auch mit jedem Auto nutzbar, sind die Saugnapf-Handyhalterungen. Die Montage erfolgt in den meisten Fällen einfach auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe – und damit ist jedes Auto ausgestattet. Ein Nachteil der Saugnapf-Halterungen ist aber eindeutig, dass sie bei falscher Positionierung recht stark in das Sichtfeld des Fahrers ragen können. Hier sollte man unbedingt darauf achten, die Handyhalterung so einzubauen, dass möglichst wenig Sicht auf die Straße genommen wird. Da die Saugnapf-Halterungen in der Regel viele verschiedene Einstellmöglichkeiten bieten, stellt das aber meist kein Problem dar.

Testsieger: Das ist die beste Handyhalterung

Der Testsieger Universal Car Mount von Cocoda überzeugt mit Flexibilität, einer guten Verarbeitung und einem günstigen Preis.

©AUTO BILD / Lena Trautermann

Der Testsieger im Handyhalter-Test 2021 ist der Universal Car Mount von Cocoda. Die Saugnapf-Halterung ist sehr universell und kann in fast jedem Auto montiert werden. Zudem lässt sie sich dank eines Scharniers am Saugnapf, einem Kugelgelenk an der Halterung und einem ausziehbaren Arm sehr flexibel einstellen. Selbst auf sehr schlechter Wegstrecke hält die Handyhalterung sehr gut, das Handy wackelt nur minimal. Kleiner Nachteil: Je nach Position der Halterung ist der Hebel vom Saugnapf nur schwer zu bedienen. Dafür überzeugt die Cocoda-Handyhalterung mit robuster und hochwertiger Verarbeitungsqualität. Und das Beste: Mit 9,99 Euro ist sie nicht einmal teuer. Das macht sie nicht nur zum Test-, sondern auch zum Preis-Leistungssieger.
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Cocoda

Cocoda Universal Car Mount

AUTO BILD-Testnote 2
  • hält das Handy sehr fest
  • gute Verarbeitung
  • viele Einstellmöglichkeiten
  • Halter für Magsafe Charger
  • universell einbaubar

9,99


Weitere Handyhalterungen im Test

Eine wirklich gute Handyhalterung bietet die Firma Beikell mit dem Car Phone Holder an. Die Montage über den Saugnapf ist einfach, das Handy wird gut festgehalten, und selbst auf schlechter Wegstrecke wackelt das Handy kaum. Einzig und alleine die etwas billig anmutende Verarbeitungsqualität hat der Handyhalterung von Beikell den Testsieg gekostet. Dass eine Saugnapf-Halterung nicht immer die Lösung ist, zeigt der Car Phone Mount von Floveme, die auf dem zehnten Platz in unserem Test gelandet ist. Zwar sorgt der Schwanenhals für eine echt gute Flexibilität und man kann sich – wenn auch schwer – das Handy so positionieren, wie man möchte, nur ist diese Handyhalterung leider nicht sonderlich stabil. Sie fällt zwar nicht ab, aber sowohl auf unebener als auch auf glatter Strecke vibriert das Handy samt Halter recht stark. Der kleine Stützfuß, der zusätzlich auf das Armaturenbrett geklebt wird, hilft hier kaum. Durch die Bauform dringt diese Handyhalterung zudem sehr ins Sichtfeld ein. Mit der Note "ausreichend" landete sie auf dem vorletzten Platz.
Ebenfalls nicht zu empfehlen ist der Gravity Phone Holder von Urgreen. Die Handyhalterung wirkte nicht nur sehr filigran, auch der Federmechanismus, der das Handy festhalten soll, wurde nach wiederholter Benutzung tatsächlich ziemlich hakelig, zudem wackelte das Handy während der Fahrt recht stark. Der letzte Platz und ein "ausreichend" in unserem Test.
Als Lüftungshalter kann auch der Car Mount Holder von Unbreakcable benutzt werden – allerdings wackelt dann das Handy selbst auf glatter Fahrbahn sehr stark. Hier haben wir uns dann für die ebenfalls beiliegende Klebehalterung entschieden. Die kann man zwar nur einmal anbringen, sie ist aber dafür sehr stabil und hält das Handy auch auf unebener Fahrbahn sehr fest.

Fazit zum Handyhalter-Test

Mit Ausnahme der Handyhalterung von Floveme sind die Saugnapf-Halterungen immer noch die Allround-Könige und führen deshalb die Test-Tabelle an. Die Lüftungshalter von Amazon und Lamicall bieten zwar weniger Flexibilität und können nicht in jedem Auto montiert werden, halten das Handy aber auch sehr gut fest und lassen es kaum vibrieren. Soll eine Handyhalterung nur in einem Auto verwendet werden, ist die Klebe-Halterung von Unbreakcable eine Überlegung wert. Nicht zu empfehlen sind die drei Dashclips – sie rauben einfach zu viel Sicht und lenken zu sehr ab.

Wie hat AUTO BILD getestet?

Vor dem Einbau der Handyhalterungen wurden die Verarbeitungsqualität und eventuelle Features begutachtet. Dann wurde darauf geschaut, ob sich der Halter in jedem Auto montieren lässt und wie einfach der Einbau im Auto ist. Auch der Einbau des Handys in die Halterung wurde begutachtet, als Testhandys wurden iPhone 11, Pixel 3a XL sowie ein Samsung A50 und ein iPhone 12 genutzt. Mit jedem Handyhalter wurde anschließend die gleiche Teststrecke abgefahren, die sowohl aus einer sehr holprigen Strecke mit Kopfsteinpflaster, einer Etappe glatter, gerader Landstraße und einer sehr kurvigen Strecke bestand. Dabei wurde darauf geachtet, wie fest die Halterung am Auto und am Handy hielt, wie stark Erschütterungen an das Handy weitergegeben wurden und wie stark der Halter in das Sichtfeld des Fahrers eindringt. Die jeweils wichtigsten Stärken und Schwächen der getesteten Handyhalter finden Sie in der Bildergalerie!

Was man beim Kauf der Handyhalterung beachten sollte

Welche Halterung für wen geeignet ist, hängt nicht zuletzt vom Auto und der Nutzungsabsicht ab. Wer das Handy gerne im direkten Blickfeld hat, der wählt eine Halterung für die Windschutzscheibe oder die Armaturen. Wer nur Musik abspielen will und nicht permanent aufs Navi schaut, kann das Handy in der Mittelkonsole befestigen, zum Beispiel an den Lüftungsschlitzen. Auch das Handy selbst ist ausschlaggebend: Soll immer dasselbe Telefon befestigt werden, eignet sich beispielsweise ein Magnethalter, dessen Gegenstück aufs Handy geklebt wird. Sollen unterschiedliche Handys in den Halter passen, eignet sich ein Klemmmechanismus. Wer ein Smartphone jenseits der fünf Zoll bevorzugt, sollte unbedingt auf ausreichend Stabilität achten und gegebenenfalls vorab testen, ob das Handy auch bei holpriger Fahrt festsitzt.

Warum überhaupt eine Handyhalterung im Auto?

Die Nutzung von elektronischen Geräten im Auto ist nur erlaubt, wenn sie entweder fest eingebaut sind, per Sprache bedient werden oder in einer Halterung stecken. Wer sein Handy also als Navigationssystem benutzen will, kann das nur legal tun, wenn es in einer Kfz-Halterung platziert ist. Dann dürfen auch Adressen oder Telefonnummern eingegeben werden. Das Handy darf während der Fahrt (genauer: bei eingeschaltetem Motor) jedoch nicht in der Hand gehalten werden. Doch auch wenn es in einer Halterung steckt, ist und bleibt es im Auto ein Sicherheitsrisiko. Deswegen lieber gleich: Finger weg vom Handy!
Strafen für Handy am Steuer: Im Herbst 2017 wurden die Bußgelder für Handynutzung am Steuer angehoben. Seitdem drohen mindestens 100 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg. Wer mit dem Handy in der Hand fährt und dabei andere gefährdet, zahlt 150 Euro. Kommt es im Zuge dessen zu Sachbeschädigung, werden 200 Euro fällig. Obendrauf gibt es zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Autor: Lars Golly

Fotos: Lena Trautermann/AUTO BILD

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