Handyhalterungen im Test

Handyhalterungen im Test

Handyhalterung fürs Auto: Test

Halten sie, was sie versprechen?

Handyhalter gehören im Auto zu den wichtigsten Nachrüst-Teilen. AUTO BILD hat zehn Handyhalterungen fürs Auto getestet. Welche Systeme überzeugen und von welchen Sie besser die Finger lassen: alle Ergebnisse!
# Handyhalter im Test
1.

Groove Clip Dash Slider

Preis*: 19,99 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

2.

Aukey Magnetic Car Mount

Preis*: 7,99 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

3.

MPOW Gravity Car Mount

Preis*: 9,99 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

3.

Elekin T2 Car Holder

Preis*: 8,99 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

5.

Belkin Car Universal Mount

Preis*: 23,00 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

5.

Xlayer Magfix

Preis**: 14,95 Euro

Testurteil: sehr empfehlenswert

7.

Miracase Moving Life

Preis*: 18,99 Euro

Testurteil: empfehlenswert

8.

Pearl Universal Halter

Preis*: 8,40 Euro

Testurteil: empfehlenswert

9.

IPOW Universal Phone Holder

Preis*: 11,95 Euro

Testurteil: nicht empfehlenswert

10.

Hama Universal Multihalter

Preis*: 17,09 Euro

Testurteil: nicht empfehlenswert

*Preise: Stand 21.01.2019 **Preis d. Testmusters
Mit einer Handyhalterung im Auto ist die Nutzung des Smartphones während der Fahrt erlaubt. Die Halterung sorgt dafür, dass die Hände am Steuer bleiben können und ermöglicht trotzdem die Verwendung des Handys – zum Beispiel als Navi. Aber welche Halter sind gut, welche schlecht? Vom sieben Euro teuren Luftdüsenhalter über angebliche Alleskönner für rund 15 Euro bis zu soliden Saugnapf-Haltern für 20 Euro reicht das Feld der Kandidaten. Grundsätzlich gilt: Berücksichtigen Sie die Beschaffenheit Ihres Cockpits. Kurze Düsenhalter etwa sind darauf angewiesen, dass in direkter Umgebung der Luftdüse keine Kanten die feste Montage verhindern. Auch sollten die Ausströmer nicht zu leichtgängig sein, der Halter würde sonst mitsamt der Düse nach unten klappen.

Test 2020: Saugnapf-Halter überzeugen mit festem Halt

Der Testsieger überzeugt mit starkem Halt und einfachem Handling.

Die Halter von Elekin und Aukey sitzen nur dann fest in der Düse, wenn deren Umfeld plan ist und die Klemmen sich weit genug in die Lamellen einschieben lassen. Buchstäblich Abfall ist der Halter von Hama: Das Düsenmodul bricht bei der ersten Demontage ab, das Klebepad zur Cockpit-Fixierung klebt nicht, und der Saugnapf hat den schwächsten Halt im Vergleich. Außerdem neigt der Schwanenhals selbst bei glatter Fahrbahn zum Vibrieren. Schlecht auch die Silikonmatte von IPOW: Beim Beschleunigen kippt das Telefon ab – nutzlos! Alle anderen Saugnapfhalter überzeugen mit extrem festem Halt. Grooveclip, Xlayer und Miracase halten sogar gleichermaßen gut auf Glas und auf Kunststoff. Belkin punktet mit seinem genial einfachen Drehverschluss zur Befestigung an der Scheibe. Der Testsieger heißt aber Grooveclip: bombenfester Halt auf der glatten Scheibe und auf rauem Kunststoff, solide gefertigt, einfach in der Handhabung. Und er passt bei sämtlichen Modellen.

So wurde der Test durchgeführt

Mit jedem Halter sind wir unsere Rüttel-Komfortstrecke abgefahren, eine üble Kopfsteinpflasterpiste. Prüfkriterium: Hält die Befestigung am Auto und am Mobilgerät? Wie gut absorbieren die Halter Erschütterungen? Gibt es Klappergeräusche? Zudem haben wir Fahrversuche unternommen. Die Halter mussten Vollbremsungen aus 70 km/h überstehen, volle Beschleunigung aus dem Stand auf 70 km/h und abrupte Ausweichmanöver. Neben dem festen Sitz haben wir die Montagefreundlichkeit sowie die Material- und Verarbeitungsqualität bewertet. Bietet ein Hersteller mehrere Befestigungsmöglichkeiten, wurden sämtliche Konfigurationen berücksichtigt. Die wichtigsten Stärken und Schwächen der getesteten Handyhalterungen hat AUTO BILD in der Bildergalerie zusammengefasst.

Handyhalterungen im Test

Was man beim Kauf der Handyhalterung beachten sollte

Welche Halterung für wen geeignet ist, hängt nicht zuletzt vom Auto und der Nutzungsabsicht ab. Hier sollte man genau schauen, wo das Telefon am sinnvollsten platziert wäre (etwa an der Windschutzscheibe über dem Cockpit) bzw. welche Möglichkeiten das Auto dafür bietet – und daran das Konzept der Befestigung orientieren. Wer das Handy gerne im direkten Blickfeld hat, der wählt eine Halterung für Windschutzscheibe oder Armaturen. Wer nur Musik abspielen will und nicht permanent aufs Navi schaut, kann das Handy in der Mittelkonsole befestigen, zum Beispiel an den Lüftungsschlitzen. Auch das Handy selbst ist ausschlaggebend: Soll immer das gleiche Telefon befestigt werden, eignet sich beispielsweise ein Magnethalter, dessen Gegenstück aufs Handy geklebt wird. Sollen unterschiedliche Handys in den Halter passen, eignet sich ein Klemmmechanismus. Wer ein Smartphone jenseits der fünf Zoll bevorzugt, sollte unbedingt auf ausreichend Stabilität achten und gegebenenfalls vorab testen, ob das Handy auch bei holpriger Fahrt festsitzt.

Warum überhaupt eine Handyhalterung im Auto?

Die Nutzung von elektronischen Geräten im Auto ist nur erlaubt, wenn sie entweder fest eingebaut sind, per Sprache bedient werden oder in einer Halterung stecken. Wer sein Handy also als Navigationssystem benutzen will, kann das nur legal tun, wenn es in einer Kfz-Halterung platziert ist. Dann dürfen auch Adressen oder Telefonnummern eingegeben werden. Das Handy darf während der Fahrt (genauer: bei eingeschaltetem Motor) jedoch nicht in der Hand gehalten werden. Doch auch wenn es in einer Halterung steckt, ist und bleibt es im Auto ein Sicherheitsrisiko. Deswegen lieber gleich: Finger weg vom Handy!
Strafen für Handy am Steuer: Im Herbst 2017 wurden die Bußgelder für Handynutzung am Steuer angehoben. Seitdem drohen mindestens 100 Euro Strafe und ein Punkt in Flensburg. Wer mit dem Handy in der Hand fährt und dabei andere gefährdet, zahlt 150 Euro. Kommt es im Zuge dessen zu Sachbeschädigung, werden 200 Euro fällig. Obendrauf gibt es zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Handyhalter-Test 2018: Ergebnisse

Die Halterung zum Kleben für die Armaturen fiel gleich nach ein paar Metern Kopfsteinpflaster mitsamt Handy herunter.

Schon der AUTO BILD-Test 2018 zeigt, dass viele Kfz-Handyhalter ein Sicherheitsrisiko bergen: Die Handys wackelten teilweise so stark, dass ein Ablesen des Displays schwer bis gar nicht möglich ist, oder sie fielen gleich mitsamt Halterung in den Fußraum des Autos – wie der Letztplatzierte im Test. Der Cellular Line Tetrax wurde beim Einkauf der Halterungen sogar vom Fachmann empfohlen, stellte sich unter Belastung aber als Niete heraus. Auch die Auto-Handyhalterung für den Zigarettenanzünder von Auoplus konnte nicht überzeugen. Eine kurze Fahrt auf Kopfsteinpflaster reichte, um den Halter komplett zu verdrehen – vom starken Wackeln mal abgesehen.
Es gibt nur eine Handyhalterung, die in den Disziplinen Stabilität und Sicherheit auf ganzer Linie überzeugte: Die Halterung mit Saugnapf für die Windschutzscheibe von MidGard. Leider musste der Testsieger in Sachen Handling einige Punkte lassen – für die Montage ist ziemlich viel Kraft erforderlich. Doch für einen Preis von zehn Euro ist das verzeihlich. Eine Überraschung gab es im Test auch: der zweitplatzierte Halter von Scosche, der das Handy mit einem Magnet befestigt.
Ein allgemeines Testurteil lässt sich über Auto-Handyhalterungen für die Lüftung fällen: Besonders für größere, schwere Handys sind sie ungeeignet. Unter dem hohen Gewicht geben die Lamellen nach und kippen nach unten. Mit einem Gewicht von knapp 100 Gramm ist die Halterung von Avolare schon an sich ein schwerer Kandidat, auch mit einem kleinen Handy hängen dann schnell über 200 Gramm an den Luftausströmern. Auch vom Halterungskonzept des Silikonpads ist eher abzusehen. DUnsere Test-Halterung von Ipow hielt im normalen Fahrbetrieb und auf holpriger Strecke zwar erstaunlich gut, doch in anspruchsvollen Situationen war sie nicht zuverlässig.
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