Magere 283.921 Neuzulassungen, minus 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresergebnis – auch die vorletzte Monatsbilanz rettet das Autojahr 2007 nicht aus den roten Zahlen. Das heißt aber nicht, dass die Hersteller einfach nur gelangweilt vor sich hinproduzieren. Beispiel VW Tiguan: Das neue Kompakt-SUV aus Wolfsburg hat es im November aus dem Stand heraus an die Spitze des Geländewagen-Segments geschafft. Führungswechsel gab es auch in zwei weiteren Klassen: Bei den Kleinwagen löste der Opel Corsa den VW Polo ab, und an der Spitze der Oberklasse fährt jetzt der BMW 5er.
Fürs Gesamtjahr 2007 geht das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) von 3,15 Millionen Neuzulassungen aus. Den starken Diesel-Trend kann die Flensburger Behörde diesmal wieder bestätigen: Im November 2007 wurde die 50-Prozent-Marke erstmals nur um Haaresbreite verfehlt (49,9 Prozent). Mittlerweile weist die Statistik auch den durchschnittlichen CO2-Ausstoß aus – im November erreichte er 166 Gramm pro Kilometer, im Jahr zuvor waren es noch 173 Gramm. Daraus lässt sich schließen, dass die deutsche Neuwagenflotte immer weniger Sprit verbraucht. Die besonders sparsamen Hybridfahrzeuge sind gegenüber reinen Benzin- und Dieselautos allerdings nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. 522 Fahrzeuge mit Benzin-Elektro-Antrieb wurden im November zugelassen, das entspricht gerade mal einem Anteil von 0,2 Prozent am Gesamtmarkt.
Besonders gefragt war im November das Segment der Kleinstwagen (plus zwei Prozent), allen voran Smart fortwo und Renault Twingo. Alle anderen Segmente fuhren ins Minus, die Sportwagen sind mit minus 25,7 Prozent am tiefsten gestürzt. Unter den Herstellern hatten zumindest Saab (plus 129,5 Prozent) und Smart (plus 68,5 Prozent) kaum Grund zum Klagen.