Hitliste Oktober 2007
Geschäfte liegen auf Eis

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Weiter frostige Stimmung am Fahrzeugmarkt. Auch im Oktober hielten sich die Neuwagenkäufer zurück. Gegenüber 2006 sanken die Zulassungen um 4,1 Prozent. Einzig die Export-Zahlen erwärmten die Herzen der meisten Hersteller.
Der Arbeitsmarkt erholt sich, die Steuereinnahmen steigen, die Unternehmen verdienen wieder gutes Geld. Der Aufschwung, da sind sich die Experten einig, ist spürbar. Fragt sich nur, für wen. Der seit Monaten eingefrorene Neuwagenmarkt lässt den Schluss zu, dass vielen Kunden einfach die finanziellen Mittel fehlen, um im Schnitt 24.480 Euro für ein neues Auto auszugeben. Ökodebatten, ständig steigende Unterhaltskosten sowie die unberechenbaren politischen Rahmenbedingungen, etwa bei der CO2-basierten Kfz-Steuer, bremsen die Konjunktur zusätzlich. So sind die Pkw-Zulassungen im Oktober auf 281.845 zurückgegangen – ein Minus von 4,1 Prozent gegenüber 2006. Im Zeitraum Januar bis Oktober beträgt der Rückgang sogar 7,6 Prozent. Entsprechend düster sehen die Prognosen für 2007 aus. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit 3,2 Millionen Autos für 2007. So wenige wurden zuletzt 1994 verkauft. Frustige Zeiten.
Export hebt die Stimmung, Europa legt zu
Aber da der Export boomt wie nie, bleiben die meisten Autohersteller trotz flauer Inlandsnachfrage cool. Im Oktober wurden mit 372.000 Pkw 15 Prozent mehr Autos ins Ausland abgesetzt als im Vorjahresmonat. Andere, zum Beispiel Renault, heizen mit irren Rabattaktionen die Nachfrage künstlich an, machen sich aber auf Dauer die Preise kaputt. Entgegen der anhaltenden Flaute bei uns lag der Pkw-Absatz in Europa im Oktober mit gut 1,3 Millionen Fahrzeugen sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Verkäufe in Westeuropa legten um fünf Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf wurden in Europa mit 13,6 Millionen Pkw ein Prozent mehr Autos zugelassen als im Vergleichszeitraum 2006. Während der Absatz von Benzinern im bisherigen Jahresverlauf um vier Prozent nachgab, legten die Verkäufe von Dieselfahrzeugen um vier Prozent zu. Damit waren über 52 Prozent der in Westeuropa neu zugelassenen Pkw mit einem Selbstzünder ausgestattet. Kleiner Lichtblick auch in Deutschland: Für einige Hersteller gab es so etwas wie einen goldenen Oktober. Audi legte im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent zu, BMW um 14, Smart sogar um 34,8. Federn lassen mussten unter anderem Opel (minus 20,7 Prozent), Renault (minus 5,6) und Toyota (minus 10,4). Das Eis ist noch nicht gebrochen. Bleibt die Frage: Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
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