Honda Civic Type-R / Type-S

Das Sport-UFO

Zwei T├╝ren weg, mehr Leistung unter der Haube: Mit Type-R und Type-S wird der Honda Civic zum Dreit├╝rer. Und endlich so schnell wie er aussieht.
Eine zur├╝ckhaltende Optik kann man der j├╝ngsten Auflage des Civic wirklich nicht nachsagen. Auch wenn es abgedroschen klingt: Der kompakte Japaner sieht im Stand schon schneller aus als manche M├Âhre bei Vollgas. Jetzt legt Honda ordentlich nach und pr├Ąsentiert mit dem Type-R die von den Fans sehnlich erwartete Topmotorisierung. Eine Doppel-Premiere sozusagen, denn mit dem Type-R gibt es endlich auch ein dreit├╝riges Blechkleid f├╝r den Dynamiker ÔÇô und das bekommt auch der etwas schw├Ąchere Bruder Type-S, der gleichzeitig deb├╝tiert.

Wenden wir uns zun├Ąchst der absoluten Leistungsspitze zu: Die bekommt der Type-R mit einem neu entwickelten Zweiliter-Vierzylinder, der seine 201 PS bei 7800 Touren an die Vorderr├Ąder schickt. Damit es die Maschine bei diesen Drehzahlen nicht zerreisst, baut Honda vorsorglich eine Ausgleichswelle und eine variable Ventilsteuerung ein. Viel Technik, die am Ende doch nur der Beschleunigung dient. Und die kann sich wahrlich sehen lassen: Der Type-R geht in 6,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht maximal 235 km/h Spitze. 300 Millimeter gro├če, innenbel├╝ftete Bremsscheiben an der Vorderachse und 260-Millimeter-Scheiben hinten sorgen daf├╝r, dass auch die negative Beschleunigung z├╝gig vonstatten geht. Zudem legt ein straffes Sportfahrwerk den Type-R tief auf die Stra├če und sorgt f├╝r spontanes Umsetzen der Lenkbefehle.

Etwas weniger drastisch geht der Type-S zu Werke, Unsportlichkeit mag man ihm angesichts der technischen Daten aber nicht vorwerfen. F├╝r den kleinen Bruder des Type-R stehen gleich zwei Motoren mit jeweils 140 PS zur Auswahl: der bereits aus dem F├╝nft├╝rer bekannte, 1,8 Liter gro├če Benziner oder der 2,2-Liter-Turbodiesel mit Ladeluftk├╝hlung. Beide Aggregate sind serienm├Ą├čig mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe gekoppelt, den Benziner gibt es optional mit einer Sechsstufen-Automatik. Was die Fahrleistungen angeht, tun sich die beiden Motorisierungen nicht viel: Der Selbstz├╝nder beschleunigt den Type-S in 8,6 Sekunden auf 100 km/h, der Benziner braucht f├╝r den Prestigesprint drei Zehntelsekunden l├Ąnger.

In Sachen Optik kann der Type-S dem Type-R kaum das Wasser reichen. W├Ąhrend S auf 17-Z├Âllern rollt, kommt R mit Alufelgen im 18-Zoll-Format. An der Front zeigt er einen schwarzen Wabengrill und eine tief auf die Stra├če gezogene Sch├╝rze mit gro├čen Lufteinl├Ąssen. Eine 20 Millimeter breitere Spur an der Hinterachse, Seitenschweller und eine modifizierte Heckpartie tragen sowohl Type-R als auch Type-S.

Dass Sportlichkeit nicht zu Lasten des Alltagsnutzens gehen muss, zeigt der Innenraum des neuen Dreit├╝rers. Zwar tragen die R- und die S-Varianten ihre gesteigerte Leistung auch im Interieur deutlich zur Schau, ansonsten bleibt aber alles beim Alten. Und das hei├čt: Die R├╝cksitze sind im Verh├Ąltnis 60 zu 40 umklappbar, dahinter gibt es einen Kofferraum, der ÔÇô wie der F├╝nft├╝rer ÔÇô je nach Konfiguration zwischen 465 und 1352 Liter schluckt. Da kann man demn├Ąchst sein Gep├Ąck sch├Ân z├╝gig durch die Gegend kutschieren. Wann "demn├Ąchst" ist, wollte Honda ├╝brigens auf Anfrage nicht verraten ÔÇô genau wie die Preise. Schlie├člich wissen das im Moment noch nicht einmal die H├Ąndler, die die beiden neuen Sportler unters fahrende Volk bringen sollen.
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