Honda NSX trotz Wasserschaden teuer verkauft
Dieser Honda NSX ist abgesoffen, aber immer noch heiß begehrt

Honda NSX nach Hochwasser als "Schrott" abgestempelt: Trotzdem zahlte ein Bieter überraschend viel Geld für den gefluteten Kult-Sportler.
Bild: Yahoo Japan
Auf den ersten Blick ist dieser Honda NSX wohl eher ein Fall für den Verwerter als für die Garage eines Sammlers. Der 1991 gebaute Japaner wurde im Juli 2026 von einem Hochwasser erwischt. Bilder zeigen, wie das Wasser bis weit an den Türen des roten Sportwagens steht. Der Verkäufer selbst bezeichnete den NSX entsprechend schonungslos als "Schrott".
Das hielt die Interessenten offenbar nicht ab. Bei Yahoo Auctions Japan startete der NSX laut carscoops.com mit einem Preis von einer Million Yen (rund 5510 Euro). Nach 93 Geboten fiel der Hammer schließlich bei umgerechnet knapp 44.000 Euro.
Fast 237.000 Kilometer und Automatik
Dabei ist der Wasserschaden nicht der einzige Haken. Der NSX hat bereits 236.776 Kilometer hinter sich und besitzt die weniger begehrte Viergang-Automatik. Für Vortrieb sorgt der bekannte 3,0-Liter-V6.
Eine Restaurierung dürfte teuer und aufwendig werden. Nach einem Hochwasserschaden können neben Innenraum und Mechanik vor allem Kabelbäume, Steuergeräte, Steckverbindungen und andere elektrische Bauteile betroffen sein. Hinzu kommt die Gefahr langfristiger Korrosionsschäden.
Was hat der Käufer mit dem NSX vor?
Warum also mehr als 50.000 Dollar bezahlen? Der Grund für den hohen Preis liegt auch im Modell selbst: Die erste NSX-Generation ist längst ein gefragter Klassiker. Seine Aluminiumkarosserie und zahlreiche spezifische Komponenten könnten zudem selbst bei einem Teileträger noch interessant sein.
Für einen reinen Teileträger wirkt der Preis allerdings überraschend hoch. Gut möglich also, dass der neue Besitzer den überfluteten NSX tatsächlich wieder auf die Straße bringen will. Billig dürfte dieses Projekt am Ende jedenfalls nicht werden.
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