Hyundai hat ein neues Mikro-SUV für Südkorea und Indien vorgestellt und zeigt damit, dass es immer noch kleiner geht. Der Casper ist nur 3,60 Metern lang, 1,60 Meter breit, 1,58 Meter hoch und hat einen Radstand von 2,40 Meter. Zum Vergleich: Das Auto ist damit sieben Zentimeter kürzer als der i10.
Hinweis
Hyundai Bayon mit bis zu 4395 Ersparnis bei carwow.de

Das Mikro-SUV ist auffällig designt

Designmäßig setzt der Casper ein Statement. Besonders auffällig sind die geteilten Scheinwerfer. Wie wir es beispielsweise vom Hyundai Bayon kennen, sitzt eine LED-Lichteinheit direkt unter der Haube, verbunden durch ein schwarzes Band, auf dem auch das Markenlogo sitzt. Spannender wird es eine Etage tiefer: Hier finden sich runde Scheinwerfer, die in ihrem Design an Lüftungsdüsen erinnern. Eingebettet sind die in eine Kühlermaske, beim stärkeren Modell mit Turbomotor sind auf der inneren Seite der Lichteinheiten zusätzlich ebenfalls kreisrunde Lufteinlässe. Abgeschlossen wird das Bild von einem silberfarbenen Unterfahrschutz. Der passt gut zu den anderen robusten Elementen des Casper: Beplankung rundherum und eine Dachreling. Das Lichtkonzept wird auch am Heck wieder aufgenommen. Auch hier sind die Rücklichter geteilt: Eine LED-Einheit befindet sich direkt unter der Scheibe. Nummer zwei ist wieder rund und recht tief, direkt über der Schürze mit silberfarbenem Diffusor positioniert.
Hyundai Casper
Namensgebend für den Casper ist ein Skateboard-Trick. Das Lichtdesign der Front wird am Heck wieder aufgenommen.

Innenraum mit umklappbaren Vordersitzen

Das Thema variabler Innenraum hat Hyundai bei dem SUV durchgespielt: Beide Vordersitze sind umklappbar, welchem Zweck das dient, verrät Hyundai nicht, es ist aber ein einzigartiges Feature und ermöglicht es, Gegenstände mit knapp über zwei Metern Länge einzuladen.
Hyundai Casper
Unübliches Feature: Sowohl die Lehne des Fahrer- als auch des Beifahrersitzes lässt sich umklappen.

Die Rückbank, hier ist Platz für zwei Personen, ist um 160 Millimeter verschiebbar, die Lehne hier lässt sich für eine entspannte Sitzposition um bis zu 39 Grad neigen. Wenn die zweite Reihe komplett nach vorn geschoben ist, bietet der Casper 301 Liter Kofferraumvolumen. Obwohl er mit einem digitalen Cockpit und einem großen aufgesetzten Zentraldisplay ausgestattet ist, kann der Innenraum den ersten Bildern nach leider nicht mit dem auffälligen Äußeren mithalten. Mit viel Hartplastik und rund abgesetzten Ebenen auf dem Armaturenbrett erinnert er etwas an einen Twingo aus den 90ern. Auf eine Mittelkonsole verzichtet Hyundai, der Gangwahlhebel ist wie bei einigen Nutzfahrzeugen direkt am Armaturenbrett untergebracht, zwischen den Vordersitzen befindet sich stattdessen eine Armlehne. Sicherheit wird beim Casper großgeschrieben, sieben Airbags sind serienmäßig, dazu gibt es noch verschiedenste Assistenten, die die Spur halten, das Fernlicht automatisch ein und ausschalten oder die Aufmerksamkeit des Fahrers überprüfen.
Hyundai Casper
Der Innenraum wirkt trotz digitalem Cockpit und recht großem Zentraldisplay etwas altbacken.

Der Casper wird in Südkorea sehr günstig verkauft

Das Mikro-SUV gibt es mit zwei Benzinern. Die Basis bildet ein Sauger mit 75 PS und 95 Nm, darüber rangiert ein Turbomotor mit 100 PS und 171 Nm. Der Marktstart soll noch 2021 erfolgen. Die Preise für den Hyundai Casper sind aus europäischer Sicht betrachtet ziemlich niedrig: Die Basis kostet 13,85 Millionen Won, das sind umgerechnet gerade einmal 10.000 Euro. Bislang scheint leider nicht angedacht zu sein, das Auto auch bei uns anzubieten.

Fazit

Mit seinem auffälligen und mutigen Design ist Hyundais kleinestes SUV ein echter Hingucker. Schade, dass das Auto nicht für den europäischen Markt konzipiert ist. Aber vielleicht überlegt es sich Hyundai ja noch einmal. Gerade wegen der anhaltenden Nachfrage nach SUVs könnte der Casper sich auch gut bei uns verkaufen, natürlich nicht zu so niedrigen Preisen wie in Südkorea.