Etwas über ein Jahr ist es her, dass Hyundai das rein elektrische Crossover-Modell Ioniq 5 als sportliche N-Version vorgestellt hat. Nun legt Hyundai mit dem Ioniq 6 N nach. Nach dem Marktstart der regulären Ioniq 6 Limousine im Jahr 2023 und einem kürzlich durchgeführten Facelift – inklusive Einführung der N-Line-Ausstattung – bringt Hyundai nun die kompromisslos sportliche N-Version.

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Hyundai Ioniq 6 bekommt einen Flügel

Optisch bleibt die Silhouette weitgehend erhalten: Die charakteristische, tropfenförmige Form mit stark abfallender Dachlinie prägt weiterhin das Design. Neu ist ein leicht gestrecktes Heck und die deutlich aggressivere Front des Topmodells – mit einer eigenständigen Schürze mit großer Kühlöffnung und variablen Einlassklappen, Aircurtains sowie einem schwarzen Hochglanz-Splitter mit der typischen orangenen N-Akzentlinie, die sich um das gesamte Fahrzeug zieht.
Auch das Lichtdesign wurde überarbeitet. Es gibt schmale Tagfahrleuchten im Pixeldesign und in die Schürze integrierte Hauptscheinwerfer, die beim N-Modell serienmäßig als LED-Projektionsleuchten ausgeführt sind.
Hinweis
Hyundai Ioniq 6: Alle Infos und Test
In den Abmessungen legt der Ioniq 6 N zu: Er ist rund acht Zentimeter länger und sechs Zentimeter breiter als das Basismodell – vor allem durch die breiter ausgestellten Radläufe.
Die Limousine steht auf 20-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, bereift mit Pirelli P Zero Performance-Pneus. Dahinter arbeitet eine leistungsstarke N-Bremsanlage mit 400-Millimeter-Scheiben vorn und 360 Millimeter hinten.
Hyundai Ioniq 6 N
Die Limousine steht auf 20-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz. Dahinter zeigt sich die N-Sportbremsanlage.
Bild: Hyundai Motor Company
Am Heck fällt besonders der starre Heckflügel ins Auge – optisch markant und funktional für zusätzlichen Abtrieb. Dazu kommen eine ausgeprägte Abrisskante sowie ein breiter, kantiger Diffusor.
Hyundai Ioniq 6 N
Das eigenständige Heck der Elektro-Limousine besticht mit markantem Diffusor, starrem Heckflügel und einer deutlichen Abrisskante.
Bild: Hyundai Motor Company
Auch technisch unterscheidet sich der Ioniq 6 N deutlich: Sportfahrwerk mit adaptiven Dämpfern, Torque Vectoring zur optimalen Drehmomentverteilung sowie eine elektronische Differenzialsperre für bessere Traktion auf der Hinterachse sind an Bord.

Bis zu 650 PS sind drin

Für zusätzliche Dynamik sollen eine Launch Control sowie der sogenannte "N Grin Boost" sorgen. Letzterer hebt die Leistung kurzfristig von 609 auf satte 650 PS – erzeugt von zwei PSM-Elektromotoren. Damit soll der Ioniq 6 N in nur 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h sprinten – eine Millisekunde schneller als der Ioniq 5 N. Ein weiterer Unterschied zeigt sich bei der Höchstgeschwindigkeit: Während der 5 N bei 260 km/h abregelt, liegt das Limit beim 6 N bei 257 km/h.
Gemeinsam ist beiden Modellen die 800-Volt-Technologie auf Basis der E-GMP-Plattform, ein 84-kWh-Akku und eine maximale Ladeleistung von 260 kW. Damit soll sich der Akkustand in rund 18 Minuten von zehn auf 80 Prozent bringen lassen – ein guter Wert. Die Reichweite fällt beim Ioniq 6 N – bedingt durch die schmalere Bereifung – etwas höher aus: Bis zu 469 Kilometer (Ioniq 5 N: 448 km) sollen drin sein.

Blaue Akzente im Innenraum

Innen zeigt sich der Ioniq 6 N sportlich und hochwertig: Ein digitales Cockpit und ein Infotainment-Bildschirm mit jeweils 12,25 Zoll, Head-up-Display, OTA-Updates, Ambientebeleuchtung, Smartphone-Integration und ein Bose-Soundsystem gehören zur Serienausstattung.
Hyundai Ioniq 6 N
Dezent blaue Kontrastnähte und das N-Logo zieren die Sportsitze für die vorderen Passagiere.
Bild: Hyundai Motor Company
Blaue Akzente, dunkel gehaltene Sportschalensitze mit gutem Seitenhalt, ein schwarzer Dachhimmel und das N-Sport-Lenkrad mit Multifunktion, wie wir es auch aus dem Ioniq 5 N kennen, unterstreichen den sportlichen Charakter der Elektro-Limousine.
Hyundai Ioniq 6 N
Wie es sich für ein sportliches Fahrzeug gehört, wurde der Ioniq 6 N mit Schalensitzen und Sportlenkrad ausgestattet.
Bild: Hyundai Motor Company
Über das Multifunktionslenkrad lässt sich der Boost-Modus per rotem Knopf aktivieren. Die Schaltwippen steuern das Feature "N e-Shift", das die Gangwechsel eines Achtgang-Doppelkupplungsgetriebes simuliert. Für mehr Emotionen sorgt der künstlich erzeugte "N Active Sound" – eine Reminiszenz an die Motorengeräusche des i30 N.
Hyundai Ioniq 6 N
Das Lenkrad ist ausgerüstet mit der spezifischen und unverkennbaren roten "NGB-Taste", mit der sich die Boostfunktion aktivieren lässt.
Bild: Hyundai Motor Company
Der Marktstart ist für den Jahreswechsel 2025/2026 geplant. Zum Preis hat Hyundai noch keine konkreten Angaben gemacht. Wir gehen aber davon aus, dass der Ioniq 6 N sich preislich am 5 N orientieren wird – und der startet bei rund 74.900 Euro.

Fazit

Wenn man einem Elektroauto den gewissen Hauch an Sportlichkeit verleihen möchte – dann bitte so. Der Ioniq 6 N setzt gekonnt auf die richtige Dosis, ohne zu übertreiben. Elemente wie der Heckflügel oder die schärfer gezeichneten Linien unterstreichen den sportlichen Anspruch. Wie N-typisch er sich letztlich auf der Straße verhält, bleibt abzuwarten – doch Fahrwerk, N-Sound und e-Shift wecken hohe Erwartungen.