Hyundai Tucson Hybrid: Test, Motor, Preis
Nur beim Verbrauch patzt der neue Hyundai Tucson Hybrid
Hyundai Tucson Hybrid im Test
Mutig und modern: So tritt der neue Hyundai Tucson auf. Jetzt kommt er auch als Vollhybrid. Ist der Stromer ohne Stecker eine zukunftsfähige Lösung?
Bild: AUTO BILD
- Christoph Richter
- Berend Sanders
Stünden Dreharbeiten an für "Zurück in die Zukunft 4", könnte Hyundai den neuen Tucson ohne Probleme als Hauptdarsteller auf vier Rädern positionieren. Selten war ein Modellwechsel, zumindest optisch, so radikal wie beim Kompakt-SUV der Koreaner. Was außen mit vielen Sicken, Kanten und unverkennbarer Lichtsignatur beginnt, führt Hyundai auch hinter geschlossenen Türen fort. Unser Testexemplar, der Vollhybrid, erscheint in der Linie Prime, dem Ende der Fahnenstange, und kostet runde 46.400 Euro.
Für den relativ hohen Preis bekommt man einiges geboten

Pilot und Passagiere finden im Tuscon Hydrid alles, was das Autofahren angenehm und sicher macht.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Der Tuscon Hybrid ist viel durstiger als versprochen

Plus 45 Prozent: Statt der 6,6 Liter nach WLTP braucht der Tuscon 9,6 Liter im Testdurchschnitt.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Das Ergebnis wird aber kaum besser. 9,6 Liter stehen letztlich als Durchschnittsverbrauch auf dem Papier, was einer Abweichung von plus 45(!) Prozent entspricht. Bereits der 1.6 CRDi (136 PS und Allradantrieb) aus einem vergangenen Vergleich lag 25 Prozent über Herstellerangabe. Im Einzelnen sieht es wie folgt aus: Auf der Sparrunde schafft der Hybrid 6,8 Liter, auf der Autobahn steigt der Verbrauch dann auf stattliche 14,6 Liter.
Nur beim Anfahren hat der Hyundai richtig Dampf

Subjektiv zu wenig: Von den 230 PS des Antriebs scheinen nicht alle auf der Straße anzukommen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
Mit dem optionalen Allradantrieb (2000 Euro) bringen den Tucson selbst Schnee und Eis so schnell nicht aus der Spur, auch Wankbewegungen kommen bei schnelleren Kurven kaum auf. Die Lenkung ist uns eine Spur zu leichtgängig, gerade bei höheren Geschwindigkeiten. Also meiden wir diese lieber, dann bleibt auch der Verbrauch noch im Rahmen. Zukunft geht, was das anbelangt, allerdings anders.
Das Fazit: Kleine Schwächen hier und da bügelt der Tucson mit Stärken anderswo aus. Beim Verbrauch allerdings besteht in jedem Fall Nachholbedarf. Darüber kann auch das futuristische Design nicht hinwegtäuschen. AUTO BILD-Testnote: 2-
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