Alonso: Seine größten Unfälle

Indy 500: Alonso nicht qualifiziert

Gibt es noch eine letzte Chance?

Sensation beim Indy 500: Fernando Alonso hat tatsächlich die Qualifikation für das Indy 500 verpasst. Gibt es noch eine letzte Chance für den Spanier?
Schock in Indianapolis: Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso, der Star des Rennens, hat sich nicht für das Indy 500 qualifizieren können! Am sogenannten Bump Day kämpften sechs Fahrer um die letzten drei Startplätze. Alonso war als Vierter knapp raus, musste Sage Karam, James Hinchcliffe und Kyle Kaiser den Vortritt lassen.
Historie: Diese Stars haben sich auch nicht qualifízieren können: Hier klicken
Alonso nach dem Qualifying: „Das war ein intensives Quali. Seit gestern ging es 36 Stunden lang. Wir waren einfach nicht schnell genug. Das ist frustrierend. Aber ich bevorzuge es, solche Herausforderungen anzunehmen, statt zuhause auf dem Sofa zu liegen. Auch wenn es jetzt frustrierend ist.“

Simon Pagenaud hat sich für die Pole-Position qualfizieren können

Wie kam es zu dem Debakel? Immerhin kämpfte der 37-Jährige vor zwei Jahren bei seinem ersten Indy-500-Auftritt sogar um den Sieg – bis zum Motorschaden mit Honda.
Der erste Grund ist in der Formel 1 zu suchen. Nach der Trennung von McLaren und Honda war eine Zusammenarbeit des McLaren-Teams in der IndyCar nur mit Chevrolet möglich. Zwar hat McLaren unter Ex-Force-India-Formel-1-Teamchef Bob Fernley und McLaren-Sportdirektor Gil de Ferran eine eigene Mannschaft zusammengestellt. Doch eine Zusammenarbeit mit einem bestehenden IndyCar-Team war unumgänglich.
Weil das Topteam Andretti, mit dem McLaren vor zwei Jahren kooperierte, aber mit Honda fährt, musste sich McLaren einen anderen Partner suchen: Carlin. Das Team ist aber erst seit zwei Jahren dabei. Alle drei nichtqualifizierten Fahrer (Alonso, Red-Bull-Junior Patricio O’Ward und Ex-Formel-1-Pilot Max Chilton) fahren für Carlin.
Gil de Ferran, der 2003 selbst das Indy 500 gewonnen hat, entschuldigt sich bei Alonso: „Wir haben ihm einfach kein schnelles Auto zur Verfügung gestellt. Er selbst ist gefahren wie der Champion, der er eben ist.“

Alonso: Seine größten Unfälle

Zwar hatte Alonso an einem der vier Trainingstage einen Unfall, doch auch an den anderen Tagen lief es nicht rund: Elektronikdefekt, fehlender Speed. In der Nacht vor dem Bump Day hat McLaren noch das Dämpfersystem von Andretti übernommen. Aber zu spät.
Gibt es jetzt noch eine Chance für Alonso? Theoretisch ja. Beim Indy 500 qualifiziert sich anders als etwa in der Formel 1 nicht der Fahrer, sondern das Auto. Theoretisch könnte Alonso also für einen anderen Fahrer einspringen. 2009 zum Beispiel ersetzte Alex Tagliani bei Conquest Bruno Junqueira, der sich eigentlich für das Rennen qualifiziert hatte.
McLaren wird Alonso aber keinen Startplatz kaufen. „Wir bevorzugen es, sich einen Platz zu verdienen. Das werden wir also nicht machen“, stellt De Ferran klar.
Möglicherweise handelt Alonso aber auf eigene Faust. Ein Fahrzeug hat Carlin für das Rennen qualifizieren können (Charlie Kimball). Immerhin hat sich Alonso die spanischen TV-Übertragungsrechte für das Indy 500 gesichert – hat sich den Spaß also auch einiges kosten lassen. Doch bisher winkt auch der Spanier selbst ab.
Ob er 2020 wieder zurückkehrt? Alonso: „Das weiß ich noch nicht. Ich werde nächsten Monat die 24 Stunden von Le Mans fahren und mein Programm dort mit Toyota beenden. Was danach passiert, weiß ich nicht. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht mache ich wieder was Neues, wo ich aus meiner Komfortzone raus muss. Ich mag Herausforderungen. Die Triple Crown ist aber nach wie vor mein Ziel.“
Auf die Poleposition fuhr übrigens Simon Pagenaud (Penske). Er ist damit der erste französische Pole-Setter seit 100 Jahren (1919 René Thomas im Ballot). Pagenaud hat das Indy 500 bislang auch noch nie gewonnen.
Startaufstellung Indy 500 2019
1. Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet)
2. Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
3. Spencer Pigot (Carpenter-Chevrolet)
4. Ed Jones (Scuderia Corsa/Carpenter-Chevrolet)
5. Colton Herta (Harding/Steinbrenner-Honda)
6. Will Power (Penske-Chevrolet)
7. Sébastien Bourdais (Dale Coyne-Honda)
8. Josef Newgarden (Penske-Chevrolet)
9. Alexander Rossi (Andretti-Honda)
10. Marco Andretti (Andretti/Herta-Honda)
11. Conor Daly (Andretti-Honda)
12. Hélio Castroneves (Penske-Chevrolet)
13. Marcus Ericsson (Schmidt/Peterson-Honda)
14. Takuma Sato (Rahal/Letterman/Lanigan-Honda)
15. James Davison (Dale Coyne/Byrd/Hollinger/Belardi-Honda)
16. Tony Kanaan (Foyt-Chevrolet)
17. Graham Rahal (Rahal/Letterman/Lanigan-Honda)
18. Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet)
19. Oriol Servià (MotoGator/Schmidt/Peterson-Honda)
20. Charlie Kimball (Carlin-Chevrolet)
21. HR Hildebrand (Dreyer-&-Reinbold-Chevrolet)
22. Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda)
23. Santino Ferrucci (Dale Coyne-Honda)
24. Matheus Leist (Foyt-Chevrolet)
25. Jack Harvey (Meyer/Shank/Schmidt/Peterson-Honda)
26. Jordan King (Rahal/Letterman/Lanigan-Honda)
27. Ben Hanley (DragonSpeed-Chevrolet)
28. Zach Veach (Andretti-Honda)
29. Felix Rosenqvist (Ganassi-Chevrolet)
30. Pippa Mann (Clauson-Marshall-Chevrolet)
31. Sage Karam (Dreyer-&-Reinbold-Chevrolet)
32. James Hinchcliffe (Schmidt/Peterson-Honda)
33. Kyle Kaiser (Juncos-Chevrolet)

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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