(dpa/cj) Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am Freitag (1. April 2011) in Flensburg seinen Jahresbericht für 2010 vorgestellt. Danach gab es im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg bei eingetragenen Personen im Verkehrszentralregister um 0,3 Prozent gegenüber 2009. 3,193 Millionen gelöschten Fahrern, die eine zweijährige Bewährungszeit schadlos hinter sich brachten, standen 3,224 Millionen Neueinträge gegenüber. Ingesamt waren am 1. Januar 2011 rund 8,995 Millionen Personen im Verkehrszentralregister vermerkt. Mehr als die Hälfte (57,8 Prozent oder 4,035 Millionen) waren zu schnell unterwegs, 78 Prozent von ihnen sind Männer.

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Doch es gab auch Erfreuliches: Begleitetes Fahren mit 17 habe sich als Erfolg erwiesen, teilte KBA-Präsident Ekhard Zinke bei der Vorstellung des Berichts mit. Im ersten Jahr des selbstständigen Fahrens verursachten die Fahrer 19 Prozent weniger Unfälle im Vergleich zu Gleichaltrigen, die ohne Begleitung den Führerschein erworben hatten. Bei den Neuzulassungen wurde Ende 2010 nach einem rapiden Anstieg in der zweiten Jahreshälfte fast wieder der Stand aus 2008 – dem Jahr vor der Abwrackprämie – erreicht, wie Zinke sagte. Demnach wurden 2010 insgesamt knapp 3,4 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen, davon waren 2,9 Millionen Pkw. Der meistzugelassene Pkw war wieder der VW Golf, bei Frauen der Nissan Micra. Im Lkw-Sektor habe man einen Zuwachs von knapp über 15 Prozent erreicht. "Dieser Sektor ist ein Frühindikator der wirtschaftlichen Situation, damit kommen auch Logistikketten in Schwung", sagte Zinke.
Die Zahl der Rückrufaktionen von Automobilherstellern erreichte 2010 mit 185 einen Höhepunkt. Der bisherige Rekord seit Beginn der Aufzeichnung 1998 lag im Jahr 2006 bei 167.