Ken Block ist Spezialist für spektakuläres Fahren. Als zärtlichen Fahrzeugpfleger kennt man ihn nicht.
Bild: Monster World Rally Team
321.000 Euro für einen Ford Fiesta zu verlangen, liest sich wie vollkommener Wahnsinn. Beim ersten Hinsehen. Dann ändert sich das, denn der kleine Ford, der aktuell auf der Webseite motorsportauctions.com angeboten wird, ist nicht irgendein Wagen. YouTube-Star Ken Block hat sich das HFHV (steht für "Hybrid Funktion Hoon Vehicle": etwa "vielseitig einsetzbarer Reifenschredder") bei Rallye-Spezialist M-Sport in Großbritannien bauen lassen. Die technischen Daten dürften Kennern das Wasser im Mund zusammen laufen lassen: Reiger-Federung, Brembo-Bremsen, Recaro-Sitze, ein Spezialgetriebe aus dem Hause Sadev, ein verstärktes Differential an der Hinterachse und jede Menge weiterer leckerer Motorsport-Ingredienzen. Im Grunde ist das HFHV ein wettbewerbsfähiges World Rally Car. Mit einem Unterschied: Um auch bei Rallycross-Veranstaltungen und wilden Gymkhana-Orgien (siehe Video) mitmachen beziehungsweise überzeugen zu können, arbeitet unter der Haube anstelle eines 1,6-Liter-Motors ein Zweiliter-Turbo, der auf Wunsch bis zu 660 PS mobilisiert.

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Ford Fiesta HFHV: Mehr zu Ken Blocks "Hybrid"

Gebrauchtwagen mit belegbarer Historie

Sowohl bei seinem wilden Ritt durch San Francisco als auch beim Querfahren in den Universal Studios war Block mit dem HFHV unterwegs.
Bild: Monster World Rally Team
Wissen, was er sich da kauft, sollte der neue Besitzer aber nicht nur wegen der Urgewalt unter der Haube. Den Fiesta zu bewegen, erfordert auch bei eingeschaltetem Begrenzer und "nur" 350 PS einiges an fahrerischem Talent und Fachwissen. Blocks Hoonigan Racing Team führt in der Anzeige aus, dass der Wagen komplett neu aufgebaut und fertig für die nächste Rallye sei. Vergessen macht das die vor den Augen der Welt belegte Geschichte des Autos und seine Qualen trotzdem nicht (siehe Video unten). Außerdem steht der neue Eigner vor dem Dilemma, den Fiesta nur bedingt artgerecht einsetzen zu können. Schließlich ist er genaugenommen ein einzigartiges Sammlerstück und sollte nicht bei wilder Hatz durch den Wald am nächsten Baum zerschellen oder im Übermut von irgendeiner Rallycross-Strecke dieser Welt geschubst werden. Der, den das alles nicht schreckt, muss nur noch die Verschiffung aus den USA einrechnen und kann ein ganz besonderes Auto sein Eigen nennen.

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Porträt: Wer ist eigentlich Ken Block?