Kaufberatung Kia Sportage

Kia Sportage: Kaufberatung

Gesucht: der beste Kia Sportage

Der Sportage avancierte im Zuge des SUV-Booms zum wichtigsten Modell von Kia. Ein frühes Facelift bringt ihm mehr Finesse und erstmals einen Mildhybrid unter der Haube.
Die Modellpflege oder das Facelift, wie es auf Neudeutsch heißt, kommt in der Regel auf ein Intervall von drei bis dreieinhalb Jahren. Beim Sportage hingegen sieht Kia die Sache etwas anders, denn die mittlerweile vierte Generation durfte sich bereits 2018 und damit schon nach zwei Jahren über erste technische und optische Aufwertungen freuen. Beim ohnehin schon eigenständigen Design aus der Feder von Peter Schreyer, verantwortlich für das Design bei Kia und Hyundai, sind die Änderungen moderat ausgefallen. Front- und Heckschürze wirken sportlicher und sorgen optisch für mehr Breite. Das gilt auch für die überarbeiteten Scheinwerfer, die sowohl vorn (bereits ab der Linie Spirit mit LED-Technik serienmäßig) als auch hinten über eine neue Leuchtengrafik verfügen. Dabei ersetzte Kia das über das Heck laufende Chromband durch eine schmale Lichtleiste. Im Innenraum müssen Sie noch genauer hinsehen, um den Feinschliff zu erkennen. Beispiel: Die Bedientasten für das Infotainment platziert Kia nicht mehr direkt am Bildschirm, sondern in einer Reihe darunter, Schalter und Tasten am ebenfalls aufgefrischten Lenkrad übernimmt der Sportage vom Ceed. Darüber hinaus hat sich nicht viel getan, es bestand auch keine Notwendigkeit dazu. Auch wenn das Interieur etwas mit Emotionen geizt, an den Materialien und der Verarbeitung haben wir nichts auszusetzen.

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Premiere für den Mildhybrid

Sportlich ambitionierte Fahrweise quittiert der Sportage in Kurven schnell mit Untersteuern.

Deutlich spannender fallen die Änderungen am Antrieb aus. Kia setzt im Sportage erstmals auf die Mildhybridtechnik. Statt Lichtmaschine und Anlasser sorgen ein Startergenerator, ein Gleichspannungswandler und eine Lithium Ionen-Batterie für Unterstützung. Mit dem System verspricht Kia geringeren Verbrauch sowie niedrigere CO2-Emissionen. Aktuell findet sich die Mildhybridtechnologie nur im 185-PS-Diesel; für die Benziner soll die Umrüstung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Preislich startet die umweltbewusste "Eco-Dynamics"-Variante bei 33.490 Euro in Verbindung mit der Linie Vision. Darüber bietet Kia die Linien Spirit (ab 38.490 Euro), GT Line (ab 39.690 Euro) und Platinum ab 45.490 Euro an. An konventionellen Antrieben stehen zwei 1,6 Liter große Vierzylinder Benziner mit 132 oder 177 PS zur Wahl, wobei wir hier bedingungslos das stärkere Turboaggregat (ab 27.490 Euro) empfehlen. Bei den Selbstzündern ersetzt ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 116 oder 136 PS (unser Tipp) das Exemplar mit 1,7 Litern. Darüber rangiert der bereits erwähnte Mildhybrid mit 2,0 Litern und 185 PS, der mit Sechsgang-Handschaltung oder Achtstufen-Wandlerautomatik und stets mit Allradantrieb vom Band läuft. Die übrigen allradgetriebenen Varianten (136-PS-Diesel und 177-PS-Benziner) kommen wahlweise mit Handschaltung oder Siebengang-Doppelkupplungsautomatik. Noch eine Information zum Thema Abgas: Alle Motoren erfüllen die Norm Euro 6d-Temp, bei den Benzinern unterstützt von einem Ottopartikelfilter, die Diesel hievt ein SCR-Katalysator mit Ad Blue auf das Niveau der aktuellen Abgasnorm.

Modell 1.6 T-GDI 1.6 CRDi
Motor/Hubraum R4-Turbo / 1591 cm3 R4-Turbo / 1598 cm3
Getriebe 6-Gang manuell 6-Gang manuell
kW (PS) bei 1/min 130 (177) / 5500 100 (136) / 4000
Nm bei 1/min 265 / 1500-4500 320 / 2000-2250
Höchstgeschwindigkeit 205 km/h 180 km/h
0–100 km/h 9,2 s 11,2 s
Verbrauch (ECE-Mix) 7,4 l S 4,8 l D
Abgas CO2 • EU-Norm 170 g/km • Euro 6d-Temp 126 g/km • Euro 6d-Temp
Ottopartikelfilter / SCR-Kat. 1) ja / – – / ja (AdBlue-Tank: 14 Liter)
Grundpreis 27.490 Euro 28.490 Euro
Wertung Bei flotter Fahrt fällt schnell auf, dass den 177 PS lediglich 1,6 Liter Hubraum zur Verfügung stehen. Darüber hinaus gibt es nichts zu beanstanden. Einwandfreier Diesel mit ausreichend Drehmoment für den alltäglichen Anspruch. Bei regelmäßigem Hängerbetrieb raten wir zu 185 PS.
Ökotrend-Wertung 3 3
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Bei der Ausstattung gilt: Ganz oder gar nicht

Aufgeräumtes Cockpit mit intuitiv zu findenden Tasten und Schaltern. Die Verarbeitung ist tadellos, das Ambiente etwas emotionsarm.

In puncto Ausstattungen bietet Kia über alle Motorisierungen hinweg zehn Pakete an; Einzeloptionen lassen sich bedauerlicherweise an einer Hand abzählen. Von diesen halten wir lediglich die induktive Ladestation für Smartphones (120 Euro) für empfehlenswert. Zusätzlich zu unserer Empfehlung, der Linie Spirit, legen wir Ihnen das große Technologiepaket ans Herz. Für 2090 Euro umfasst dieses unter anderem einen Spurwechselassistenten, digitalen Radioempfang, Einparkhilfe vorn, einen adaptiven Tempomaten sowie die sensorgesteuerte Heckklappe. Darüber hinaus können Sie, sofern Sie eine Lederausstattung für unverzichtbar halten, das 1490 Euro teure Leder-Paket ordern, das neben der elektrischen Sitzeinstellung noch eine Sitzbelüftung für Fahrer und Beifahrer bereithält. Weitere Ausstattungen wie Navigation mit Echtzeitverkehrsinformationen (8-Zoll-Touchdisplay), Sitzheizung vorn und hinten, Keyless-Go, Scheinwerfer und Heckleuchten in LED-Technik, Apple CarPlay, Android Auto, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und 19-Zoll Bereifung sind hier bereits serienmäßig.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Möchten Sie günstiger einsteigen, dann starten Sie mit der Linie Vision (ab 25 490 Euro). Neben Annehmlichkeiten wie Tempomat, Navigation (7-Zoll-Touchdisplay), Parksensoren hinten, Sitzheizung in beiden Reihen sowie Verkehrszeichenerkennung empfehlen wir das Assistenzpaket für 1350 Euro, das einen Spurhalteassistenten so wie einen Querverkehrs- und Frontkollisionswarner bündelt. Weitere 990 Euro können Sie ohne Bedenken in das Komfort-Paket mit Zwei-Zonen-Klima, beheizbarem Lenkrad, Parksensoren vorn und Regensensor investieren. Die Option auf die größeren Technikpakete mit beispielsweise adaptivem Tempomat oder die Lederausstattung haben Sie mit dieser Ausstattungslinie allerdings nicht mehr.

Kaufberatung Kia Sportage

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Christoph Richter

Fazit

Dass der Sportage in den Verkaufsbüchern von Kia den obersten Rang belegt, wundert uns nicht. Gute Qualität, reichlich Ausstattung bei angemessenen Preisen und sieben Jahre Garantie sind handfeste Argumente, die für den Sportage sprechen. Kritikpunkt Nummer eins bleibt die Paketbindung der Extras; hier wünschen wir uns mehr Spielraum.

Stichworte:

SUV

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