Sie suchen ein nicht allzu großes, vernünftiges und praktisches Auto? Mit Verbrenner? Zu einem reellen Preis? Wir hätten da eine Idee: den Kia Stonic, einen kleinen, flott gezeichneten Crossover.

Fahrzeugempfehlung

Kia Stonic

Kia

Stonic 1.0 T-GDI OPF Mild Hybrid DCT7

2,2
gut
  • Pro Iconpraktisches Format
  • Pro Icon7 Jahre Garantie
  • Contra Iconunausgewogenes Fahrwerk
  • Contra Iconruckeliges Getriebe
Den gibt es schon seit 2017, Kia hat ihn aber 2020 renoviert und jetzt gerade noch einmal überarbeitet.

Jüngste Modellpflege brachte neue Front

Außen brachte das vor allem eine neue, aufrechte Front. Mit großem Kia-Logo in der Mitte, auffälligem Stoßfänger (im Test mit GT-Line-Ausstattung) und wild gezackten Lampen. Star Map nennt Kia die Grafik der Lichter, also Sternbildern nachempfunden. Ähnlich findet sich das noch mal am Heck, ebenso der auffällige Stoßfänger. Insgesamt wirkt der renovierte Stonic jetzt kantiger, eckiger, zeitgemäßer.
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Mit dem letzten Facelift gab es für den Kia Stonic eine aufrechte Front mit neuen Scheinwerfern und eine insgesamt kantigere Optik.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Geblieben ist die angenehme Größe, ein Format mit überschaubaren Abmessungen. Der Stonic ist gerade einmal 4,18 Meter lang und 1,76 Meter breit – eine angenehme Größe für Garagen, Parkhäuser, Autobahnbaustellen und selbst auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt.

In Reihe zwei wird es schnell eng

Und für diese Größe bietet er eben ein erstaunlich gutes Platzangebot, vor allem vorn. Man sitzt hier leicht erhöht, aufrecht und mit guter Übersicht. Die Sitze sind einfach, aber nicht unbequem, mit ordentlicher Polsterung und ausreichendem Seitenhalt. Nur die Auflage ist (etwas) zu kurz und nicht ausziehbar.
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Im Fond ist das Platzangebot nicht allzu üppig, vor allem der Raum für lange Beine knapp. Sitzposition und Kopffreiheit passen aber.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Im Fond sollte man dann keine Wunder erwarten – aber das Raumangebot ist auch hier anständig. Für lange Beine ist der Platz zwar nicht allzu üppig, die Kopffreiheit reicht aber auch für höher gewachsene Staturen. Und man sitzt auch hier angenehm – nämlich erhöht und nicht so flach über dem Boden, wie etwa in E-Autos aktuell häufig üblich. Alles sehr erwachsen hier.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart/Zylinder
Dreizylinder, Turbo, Mildhybrid
Einbaulage
vorn quer
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/2
Nockenwellenantrieb
Kette
Hubraum
998 cm³
kW (PS) bei 1/min
84,6 (115)/6000
Nm bei 1/min
200/2000
Vmax
182 km/h
Getriebe
Siebengang-Doppelkupplung
Antrieb
Vorderradantrieb
Bremsen vorn/hinten
Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung
205/55 R 17 V
Reifentyp
Continental EcoContact 7
Radgröße
6,5 x 17"
Abgas CO2
126 g/km
Verbrauch*
5,6 l/100 km
Tankinhalt
45 l
Kraftstoffsorte
Super
Ottopartikelfilter
Serie
Vorbeifahrgeräusch
66 dB(A)
Anhängelast gebr./ungebr.
900/450 kg
Stützlast
75 kg
Kofferraumvolumen
352–1155 l
Länge/Breite/Höhe
4175/1760–2025**/1520 mm
Radstand
2580 mm
Grundpreis
29.890 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
31.290 Euro
Das gilt auch für den Kofferraum, der 352 bis maximal 1155 Liter schluckt. Die Fondlehne ist asymmetrisch geteilt klappbar. Praktisch: Die Kofferraumabdeckung kann man in einer Art Fassung hinter der Rücksitzlehne verstauen, sollte man sie nicht brauchen. Die maximale Zuladung von 441 Kilogramm passt.

Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf

Eingerichtet ist der Stonic schnörkellos, sachlich und durchdacht. Mit viel Hartplastik, aber unterschiedlichen Oberflächen und ansehnlichen Strukturen. Ordentlich verarbeitet. Das Beste daran: die komplett problemlose Bedienung. Man kann das gar nicht oft genug loben. Es gibt nicht mehr allzu viele Autos, die sich so einfach und sorgenfrei bedienen lassen. Mit einer klugen Mischung aus mechanischen Tasten und Schaltern sowie dem Touchscreen.
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Der Stonic ist schnörkellos und sachlich eingerichtet. Das Beste daran: die vollkommen problemlose Bedienung.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Neu an Bord ist das große Panoramadisplay mit zwei 12,3-Zoll-Bildschirmen für Kombiinstrument und Multimedia (Serie ab Ausstattung Spirit). Mit großen und gut ablesbaren Instrumenten in drei unterschiedlichen Layouts im Kombiinstrument. Das Multimedia kommt mit vielen Funktionen, schöner Optik und klarer Menüstruktur. Apple CarPlay und Android Auto lassen sich kabellos integrieren.

Antriebssystem ist nicht ganz fehlerfrei

Angetrieben wurde der Test-Stonic vom 1.0 T-GDI mit 48V-Mildhybridsystem und 115 PS bei 6000 Touren. Ein braver Dreizylinder, mit genug Leistung für den Alltag, bis 120 km/h flott und fröhlich dabei, darüber dann nicht mehr ganz so lebhaft. Unter Last durchaus gern knurrig, insgesamt aber gut gedämmt.
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Der 115 PS starke Dreizylinder ist kräftig genug für den Stonic. Die Automatik gönnt sich aber eine Gedenksekunde und ruckelt im Stop & Go.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Das Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe (DCT7) reagiert mit einer kleinen Gedenksekunde, leicht verzögert, unter Last aber schnell und zügig. Im Stop & Go ruckelt und rupft es dann und wann im System. Der knapp 1,3 Tonnen leichte Stonic fährt sich sicher und friedlich.

Messwerte

Messwerte
Beschleunigung
0–50 km/h
3,8 s
0–80 km/h
7,5 s
0–100 km/h
10,8 s
0–120 km/h
15,1 s
0–130 km/h
17,9 s
Zwischenspurt
60–100 km/h
5,9 s
80–120 km/h
7,6 s
Leergewicht/Zuladung
1269/441 kg
Gewichtsverteilung v./h.
62/38 %
Wendekreis links/rechts
11,1/11,0 m
Sitzhöhe
580 mm
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
35,2 m
aus 100 km/h warm
35,4 m
Innengeräusch
bei 50 km/h
60 dB(A)
bei 100 km/h
68 dB(A)
bei 130 km/h
71 dB(A)
Verbrauch
Sparverbrauch
5,2 l S/100 km
Testverbrauch Durchschnitt der 155-km-Testrunde
(Abweichung zur WLTP-Angabe)
6,4 l S/100 km
(+14 %)
Sportverbrauch
8,6 l S/100 km
CO2 (Testverbrauch)
152 g/km
Reichweite (Testverbrauch)
703 km
Die Lenkung – leichtgängig und etwas teigig – bleibt unauffällig und passt insgesamt ganz gut zum Auto. Auf schlechten Strecken wirkt der Kia unterdämpft, federt hölzern bis schaukelig, alles kein Problem. Und er verzögert ordentlich. Im Test stand er beim Stopp aus Tempo 100 mit warmen Bremsen nach 35,4 Metern.

Preisliste beginnt bei 29.890 Euro

Kia liefert den Stonic mit dem 1.0 T-GDI 48V und Siebengang-DCT ab 29.890 Euro. Der Testwagen kommt mit der GT-Line-Ausstattung auf 31.290 Euro. GT-Line ist beim Stonic die höchste Ausstattung und sehr umfangreich.
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Für den Stonic 1.0 T-GDI 48V mit Siebengang-DCT verlangt Kia mindestens 29.890 Euro. Für unseren Testwagen in sehr umfangreicher GT-Ausstattung wurden 31.290 Euro fällig.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Dazu gehören unter anderem 17-Zoll-LM-Felgen, Klimaautomatik, elektrische Fensterheber, Rückfahrkamera, beheiztes Lenkrad, Sitzheizung vorn, Parksensoren vorn und hinten, ZV mit FB, beheizte Außenspiegel, Alu-Pedale und jede Menge Sicherheits-Assis (Ausstiegswarner, Querverkehrswarner, aktiver Totwinkelassistent, aktiver Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat, Frontkollisionswarner, Autobahnassistent).

Wertung Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V

Wertung Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Karosserie
Kleinwagen-Crossover mit guter Raumökonomie und Übersicht. Angenehm: klassische Bügeltürgriffe.
3,5 / 5
Antrieb
Braver Dreizylinder mit ausreichenden Fahrleistungen. Knurrig unter Last, dafür gut gedämmt.
3 / 5
Fahrdynamik
Fahrsicher und durchaus handlich. Stabile Bremswege um die 35 Meter. Lenkung etwas teigig.
3,5 / 5
Connected Car
Navi und zwei 12,3-Zoll-Bildschirme serienmäßig, kabellose Smartphone-Anbindung.
4 / 5
Umwelt
Vernünftige Abmessungen und geringes Leergewicht (1269 Kilogramm). Günstiger Sparverbrauch (5,2 l).
3,5 / 5
Komfort
Als GT-Line sehr gute Ausstattung sowie bequeme Sitze. Federung etwas hölzern.
3,5 / 5
Kosten
Faires Preisniveau, günstige Typklassen, geringe Steuer. Sieben Jahre Garantie. Wartung jährlich.
4 / 5
AUTO BILD-Testnote
2,2
Das kann man übrigens in der schön gemachten Preisliste nachlesen – und nicht nur im (gut funktionierenden) Online-Konfigurator. Zum Testzeitpunkt gab es bei Kia Leasingangebote ab 281 Euro. Der Stonic ist bei den Versicherungen günstig eingestuft (z. B. VK 16), und dazu kommen dann ja noch die sieben Jahre Garantie. Nur zum Vergleich: Bei VW gibt es traditionell karge zwei Jahre. Kleiner Wermutstropfen: Einmal im Jahr muss der Kia zur Wartung. Alles in allem: kompaktes Format, vernünftig und praktisch, nicht zu teuer. So was suchen viele.

Bildergalerie

Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V
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Kia Stonic 1.0 T-GDI 48V im Test

Fazit

von AUTO BILD
Der Kia Stonic ist seriös gemacht. Ein Crossover im praktischen Format, mit ordentlich Platz und umfangreicher Ausstattung. Alltagstauglich, bezahlbar und mit dem Dreizylinder-Benziner vernünftig motorisiert. AUTO BILD-Testnote: 2,2