Koenigsegg hat Großes vor! 2019 präsentierte die schwedische Marke auf dem Autosalon Genf den 1600 PS starken Hypersportwagen Jesko. Jetzt, knapp zweieinhalb Jahre später, ist das erste fahrbereite Vorserienmodell fertig und soll laut Firmengründer Christian von Koenigsegg ganz nah dran sein an der für Frühjahr 2022 geplanten Serienversion. Die Besonderheiten des Jesko!
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2019 war der nach dem Vater von Christian von Koenigsegg benannte Jesko der Star auf dem Autosalon Genf. Ein von Grund auf neuer Hypersportwagen mit einem selbstentwickeltem Fünfliter-V8-Twinturbo mit Flatplane-Kurbelwelle und einem Drehzahllimit von 8500 U/min. Die Leistung gibt Koenigsegg mit 1280 PS bei 1,7 bar und unter Verwendung von normalen Benzin an. Mit E85 und 2,2 bar Ladedruck soll der Jesko 1600 PS und 1500 Nm maximales Drehmoment auf die Hinterräder loslassen. Gleichzeitig soll der Jesko alltagstauglich sein – zumindest so alltagstauglich, wie ein in der Basis rund 2,8 Millionen Euro teurer Hypersportwagen eben sein kann. Im Interieur gibt es zwei Becherhalter, ein Handschuhfach, gleich mehrere Ablagen und ein modernes Infotainmentsystem mit Apple CarPlay.
Koenigsegg Jesko
Der 4,76 Meter lange Jesko Attack soll nur 1320 Kilo wiegen.

LST-Getriebe kann mehrere Gänge auf einmal zurückschalten

Das technische Highlight des Jesko ist das LST-Getriebe. LST steht für "Light Speed Transmission". Und der Name ist Programm: Mit nur 90 Kilo ist es deutlich leichter als die meisten DKGs, gleichzeitig soll das von Koenigsegg entwickelte Neungang-Getriebe das schnellste der Welt sein. Der Clou: Das LST kann ohne Verzögerung per "Upod"-Funktion (ultimate performance on demand) mehrere Gänge auf einmal zurückschalten, wobei einzelne Fahrstufen übersprungen werden. Was technisch hochkomplex ist, scheint hinterm Steuer einfach zu realisieren zu sein – so macht es zumindest im Video den Anschein, wenn der Chef höchstpersönlich durchbeschleunigt.

Nur 125 Jesko-Exemplare werden gebaut

Jetzt, wo die Prototyp-Phase abgeschlossen ist, sind nur noch kleine Veränderungen bis zur Serienversion zu erwarten. Insgesamt werden nur 125 Jesko gebaut, die gesamte Produktion ist allerdings schon seit 2019 ausverkauft. Die Kunden konnten dabei zwischen dem Jesko Attack für die Rennstrecke, der in Deutschland rund 2,8 Millionen Euro kosten wird, und dem 2020 gemeinsam mit dem viersitzigen Gemera präsentierten Jesko Absolut (3,45 Millionen Euro) wählen. Das erste Vorserienauto des Jesko Attack ist in der Farbe "Tang Orange Pearl" lackiert – eine Hommage an die frühen CCR-Modelle. Denn Anfang der 2000er-Jahre waren fast die Hälfte aller produzierten Koenigsegg orange. Dieser Trend hat sich in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren verändert, inzwischen bestellen immer mehr Kunden ihren Koenigsegg in Sichtcarbon. Je nach Farbe und Ausführung liegt der Aufpreis bei 200.000 bis 400.000 Euro.
Koenigsegg Jesko
Highlight im Innenraum des Jesko ist der am Lenkrad befestigte Bildschirm.

Am Lenkrad befestigter Bildschirm

Im Innenraum soll der Jesko der geräumigste Koenigsegg aller Zeiten sein – bis die Serienversion des viersitzigen Gemera präsentiert wird. Im Vergleich zu den Vorgänger-Modellen CC und Agera ist im Jesko vieles neu. So verzichten die Schweden auf Lenkstockhebel und integrieren alle Funktionen direkt in das Lenkrad. Und dort gibt es noch eine Innovation: Statt gewöhnlicher Instrumente soll der Fahrer dank eines am Lenkrad befestigten Bildschirms mit Neigungssensor alle relevanten Informationen direkt im Blick behalten. In diesen Genuss werden die Kunden schon im Frühjahr 2022 kommen, wenn Koenigsegg die ersten Serienfahrzeuge des Jesko ausliefert.