Kommentar zum Jubiläum VW Golf
Die "Generation Golf" steht vor einem Wandel
Kinderwagen, Fahrschulauto, Bundeswehr – der VW Golf begleitet mich durchs Leben. Nun kommt die letzte Verbrenner-Generation auf den Markt. Doch danach geht's weiter.
Bild: AUTO BILD
Alles Golf. Meine Mutter fuhr mit mir in der Babyschale VW Golf 1 GTI, auf dem Nummernschild mein Geburtsjahr "81". Und im Golf 3 hatte ich schon keinen Kindersitz mehr. Mein Fahrschulauto Ende der 90er war ein Golf 4. Ironischerweise war mein Fahrschulauto für den militärischen Führerschein in der Bundeswehr Anfang der 2000er ein Golf 2, ohne Radio.
Meine Kumpel fuhren getunte Golf. Den Oettinger-Golf meines besten Freundes kann ich noch heute hören, wie er viel zu laut in unser Wohnviertel einbog und dabei wie ein kaputter Rasenmäher krächzte. Der spätere Motorschaden bestätigte, dass der Klang nicht gesund war.
Wir gehörten zur Generation Golf, die in den 90ern auf die Straßen losgelassen wurde. Der Golf ist Teil meines Lebens und hat einen wichtigen Stellenwert. Emotional packt mich immer noch der Golf 4. Rein objektiv wurde der Golf mit jeder Generation besser. Auf der Spitze seiner Evolution steht er für mich mit dem Golf 7 GTI Clubsport S von 2016. Danach kam mit dem Golf 8 eine Zäsur.
Besonders die anfänglichen Softwareprobleme und die schlechte Bedienung des Infotainments samt Touchflächen auf dem Lenkrad sorgten für Kritik. Soll jetzt alles vorbei sein mit dem VW Golf 8 Facelift, zurück zu alten Tugenden und physischen Knöpfen am Lenkrad. Mit dem Facelift endet die Verbrenner-Ära des Golf. Danach geht’s nur noch elektrisch weiter.
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