Lackschicht-Messgeräte im AUTO BILD-Test

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Ein glänzender Lack kann sowohl Laien als auch Profis täuschen, denn die wahre Beschaffenheit unter der polierten Oberfläche bleibt ohne spezielle Hilfsmittel oft verborgen. Lackdickenmessgeräte sind hier die Lösung. Im professionellen Sektor sind diese Geräte seit Jahrzehnten etabliert und für Kfz-Gutachter unverzichtbar. Doch auch Liebhaber von Oldtimern setzen zunehmend auf diese Technologie, um beim Erwerb von Klassikern keine bösen Überraschungen zu erleben. AUTO BILD hat zehn solcher Lackdickenmessgeräte einer Prüfung unterzogen.

Testsieger des AUTO BILD Lackschicht-Messgeräte-Tests (2021): Q-Nix 5500

Q-Nix 5500

Q-Nix

5500

1,1 (sehr gut)
  • Pro Iconleicht zu bedienen
  • Pro Iconsehr präzise Messergebnisse
  • Pro Icongut ablesbar
  • Pro Iconwählbare Sonde
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    Das Q-Nix 5500 ist ein hervorragend verarbeitetes, über einen Knopf leicht zu bedienendes Profi-Gerät. Es zeigt auf den Testblechen sehr präzise Messergebnisse, ist zudem gut ablesbar – unser Referenzgerät. Seine wechselbare Sonde für einen Messbereich von bis zu 5000 μm erhältlich ist eine sinnvolle Option für alle, die regelmäßig Lackschichten an Oldtimern messen, denn Schichtstärken von mehr als 800 μm sind bei Restaurierungen mit formgebenden Anpassungsarbeiten durchaus übliche Praxis. Im Test erreichte das Q-Nix 5500 443 von 460 Punkten und damit die Note 1,1 (sehr gut) und fuhr damit den Testsieg ein.

    Preis-Leistungs-Sieger (2021): Phynix Paintcheck Plus FN

    Q-Nix 5500

    Phynix

    Paintcheck Plus FN

    2,0 (gut)
    • Pro Iconintuitiv bedienbar
    • Pro Iconexakte Messergebnisse
    • Pro Iconsehr kompakt
    • Pro Iconhaptisch angenehm
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      Das Phynix Paintcheck Plus FN liefert exakte Messergebnisse und ist intuitiv über einen Knopf bedienbar, zudem sehr kompakt. Solides Gehäuse in haptisch angenehmer Gummierung. Im Test erreichte das Phynix Paintcheck Plus FN 377 von 460 Punkten und damit die Note 2,0 (gut). Mit 505,75 Euro (UVP) ist das Gerät zwar nicht das günstigste im Test, bietet aber die beste Leistung für den Preis.

      So hat AUTO BILD getestet

      Produkttest Lackschichtmessgeräte
      22 BLECHE haben wir verwendet, um möglichst viele unterschiedliche,typische Oberflächen- und Schichtarten am Auto zu simulieren – nicht nur, um die Geräte zu testen, sondern auch um die Gewissheit zu haben, welche Materialien und Lackarten tatsächlich verwendet wurden. Drei Bleche bestehen aus Aluminium, alle anderen sind aus Stahl.
      Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
      Wir wollten wissen: Welche Schichtstärken sind auf Karosserieoberflächen alter Autos typisch? Wie exakt arbeiten die Lackschichtmessgeräte? Unterstützt bei diesem Test haben uns Karosseriebaumeister Oliver Grubbe und Fahrzeuglackierer Željko Sturbek aus Hamburg. Um festzustellen, wie exakt die Geräte definierte Schichtstärken messen, haben wir mit allen Geräten die Schichtstärken spezieller Kontrollflächen aus Kunststoff gemessen. Diese lagen den Geräten von Q-Nix, Sauter, Phynix, BGS, KS-Tools, Busching und Etari in zehn Stärken von 48 bis 1006 μm bei. Von der definierten Schichtstärke abweichende Messwerte haben wir bewertet und farblich markiert.
      Produkttest Lackschichtmessgeräte - WÜRTH 0715 53 790
      Die Geräte geben Messwerte aus, diese richtig einzuordnen ist Sache des Anwenders.
      Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
      Das Gerät Q-Nix 5500 hat bei den Messungen auf den Kontrollflächen die höchste Anzahl präziser Messwerte erzielt und dient deshalb als Referenzgerät für weitere Messungen auf eigens für diesen Test angefertigten Blechen. Wir haben nämlich nicht die Schichtstärken eines Oldies mit unbekanntem Lackaufbau gemessen, sondern den Fahrzeuglackierer Sturbek beauftragt, insgesamt 22 Bleche mit autotypischen Oberflächenbeschichtungen anzufertigen.
      Produkttest Lackschichtmessgeräte - NexPTG Professional
      Jedes Gerät setzen wir so lange an einem Messpunkt an, bis es dreimal hintereinander einen identischen Messwert ausgibt. Wegen Unregelmäßigkeiten im Lackauftrag ist das exakte Treffen wichtig.
      Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
      Aus Gründen der Übersichtlichkeit und des auf maximal 1000 μm begrenzten Messbereichs der Geräte von BGS, KS Tools und Busching haben wir in der Wertungstabelle nur Testbleche mit Schichtstärken von bis zu 750 μm aufgeführt. Alle Angaben zum Oberflächenaufbau jedes einzelnen der insgesamt 17 zum Test herangezogenen Bleche entnehmen Sie der Tabelle. Dort sehen Sie nicht nur die Abweichungen einiger Modelle zum Referenzgerät, sondern auch, welche Schichtstärken bei verschiedenen Lackarten und Untergrundarten typisch sind – ein echter Mehrwert dieses Tests

      Die Testergebnisse im Überblick

      Produkttest Lackschichtmessgeräte
      AUTO BILD hat zehn Lackschicht-Messgeräte zwischen 130 und 1000 Euro getestet. Welches Gerät entlarvt dicke Lackschichten und Spachtelmasse am besten?
      Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
      AUTO BILD KLASSIK hat zehn Modelle in der Preisspanne von 129,95 Euro bis 909,16 Euro getestet. Allen Geräten gemeinsam ist deren Fähigkeit, sowohl auf eisenhaltigen, magnetischen Oberflächen (Fe) als auch auf nichtmagnetischen, metallischen Oberflächen (Nfe) Schichtstärken messen zu können. Die Geräte messen die Distanz zwischen der Oberfläche des Lacks und dem Trägermaterial, meist Stahlblech oder Aluminium. Die Anwendbarkeit auf magnetischen und nichtmagnetischen Metallen ist auch wichtig für jemand, der nur Stahlkarosserien messen möchte: Denn nur mit einem Nfe-tauglichen Gerät lassen sich zum Beispiel auch Stellen an einer Stahlkarosserie lokalisieren, die mit Zinn repariert wurden.

      Bildergalerie

      Produkttest Lackschichtmessgeräte
      Produkttest Lackschichtmessgeräte
      Produkttest Lackschichtmessgeräte
      Galerie "Ergebnisse des Lackschicht-Messgeräte-Tests" mit 24 Bildern öffnen
      Ergebnisse des Lackschicht-Messgeräte-Tests
      Die gebräuchliche und von allen Messgeräten ausgegebene Maßeinheit ist Mikrometer (μm, sprich: "Mü"). Die Funktionsweise der Geräte ist sehr ähnlich: Obwohl die meisten bereits werksseitig kalibriert sind, empfiehlt sich vor Gebrauch eine Kalibrierung auf den mitgelieferten Metallplättchen. Das geht so: einschalten, flach auf den Messpunkt aufsetzen und zum Ausführen einer Messung einen Knopf drücken.
      Produkttest Lackschichtmessgeräte - Q-NIX 5500 3-mm-Dualsonde
      Das Q-NIX 5500 mit externer 3-mm-Messsonde erzielte auf den Kontrollflächen die präzisesten Ergebnisse und diente auf den Testblechen als Referenzgerät
      Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
      Praktisch: Ein Gerät im Test liefert als einziges in diesem Testfeld neben dem Messwert selbst auch gleich dessen Interpretation mit. Das 150 Euro teure NexPTG Professional arbeitet mit einer App für iOS und Android und wird mit dem Smartphone gekoppelt, eine gute Idee für Einsteiger mit wenig Erfahrung. In Handhabung, Ausstattung und Preis überzeugt das Professional. Leider nicht bei der Präzision: Bei den Messungen auf den Testblechen stellten wi Abweichungen von bis zu 118 Prozent gegenüber unserem Referenzgerät fest. Beim überwiegenden Teil der Messungen zeigt das NexPTG deutlich geringere Schichtstärken an. 

      Lackschichtmessgeräte im AUTO BILD-Test – alle Ergebnisse im Detail

      Lackschichtmessgeräte im AUTO BILD-Test – alle Ergebnisse im Detail
      Produkt
      3-mm-Dualsonde
      (Testsieger)
      0715 53 790
      Paintcheck Plus FN
      (Preis-Leistungs-Sieger)
      3-mm-Sonde
      MD-666
      2197
      1.503.010
      TC 1250-0.1 FN
      100424
      Professional
      Preis*
      909,16 Euro
      549 Euro
      505,75 Euro
      891,31 Euro
      137,62 Euro
      129,95 Euro
      149,69 Euro
      520,03 Euro
      135,69 Euro
      150 Euro
      Technische Daten/Ausstattung (max.: 100 Punkte)
      89
      89
      89
      72
      61
      51
      51
      55
      51
      83
      Anleitung/Handhabung
      Lesbarkeit/Verständlichkeit der Betriebsanleitung
      (max. 10 Punkte)
      10
      10
      10
      10
      10
      10
      10
      10
      10
      10
      Bedienung des Gerätes
      (max.: 20 Punkte)
      20
      20
      20
      20
      18
      5
      5
      15
      5
      15
      Handling des Gerätes beim Messen
      (max.: 30 Punkte)
      30
      25
      30
      28
      28
      25
      25
      25
      25
      25
      Qualitätseindruck
      (max.: 10 Punkte)
      10
      7
      10
      7
      9
      5
      5
      7
      5
      7
      Gesamtpunkte Anleitung/Handhabung
      (max.: 70 Punkte)
      70
      62
      70
      65
      65
      45
      45
      57
      45
      57
      Messungen auf Kontrollflächen der Hersteller – Schichtdicke in Mikrometer (μm)
      Q-nix 48 μm
      48 μm
      50 μm
      46 μm
      50 μm
      52 μm
      50 μm
      47 μm
      57 μm
      46 μm
      41 μm
      Sauter 50 μm
      52 μm 
      53 μm
      45 μm
      53 μm
      44 μm
      44 μm
      47 μm
      53 μm
      49 μm
      33 μm
      Etari 102 μm
      99 μm
      105 μm
      98 μm
      104 μm
      99 μm
      101 μm
      105 μm
      108 μm
      99 μm
      62 μm
      Sauter 124 μm
      125 μm
      127 μm
      118 μm
      125 μm
      120 μm
      118 μm
      127 μm
      127 μm
      118 μm
      84 μm
      Phynix 186 μm
      185 μm
      188 μm
      180 μm
      185 μm
      195 μm
      191 μm
      200 μm
      199 μm
      190 μm
      170 μm
      Q-nix 249 μm
      256 μm
      260 μm
      258 μm
      259 μm
      253 μm
      242 μm
      255 μm
      266 μm
      247 μm
      186 μm
      Sauter 290 μm
      293 μm
      294 μm
      286 μm
      291 μm
      283 μm
      269 μm
      287 μm
      292 μm
      276 μm
      233 μm
      Sauter 403 μm
      401 μm
      403 μm
      397 μm
      399 μm
      409 μm
      387 μm
      415 μm
      419 μm
      414 μm
      373 μm
      Sauter 755 μm
      758 μm
      776 μm
      770 μm
      755 μm
      778 μm
      756 μm
      785 μm
      782 μm
      764 μm
      747 μm
      BGS/KS-Tools/Busching 1006 μm
      1091 μm
      1110 μm
      1090 μm
      1100 μm
      1087 μm
      1036 μm
      1065 μm
      1006 μm
      1057 μm
      940 μm
      Messungen auf angefertigten Testblechen – Schichtdicke in Mikrometer (μm)
      Unbehandelte Testbleche Stahl, plan
      unbehandelt
      0 μm
      0 μm
      0 μm
      0 μm
      5 μm
      3 μm
      9 μm
      4 μm
      2 μm
      0 μm
      feuerverzinkt
      25 μm
      24 μm
      19 μm
      20 μm
      19 μm
      15 μm
      34 μm
      27 μm
      21 μm
      26 μm
      Lackierte Testbleche plan
      Stahl: Zinkspray
      89 μm
      98 μm
      111 μm
      95 μm
      114 μm
      102 μm
      104 μm
      113 μm
      114 μm
      54 μm
      Stahl: Industrielack
      61 μm
      64 μm
      67 μm
      71 μm
      72 μm
      61 μm
      69 μm
      79 μm
      65 μm
      54 μm
      Stahl: Haftgrund, Wasserbasis-Unilack, Acryl-Klarlack
      84 μm
      85 μm
      82 μm
      80 μm
      94 μm
      94 μm
      83 μm
      93 μm
      94 μm
      51 μm
      Stahl: Haftgrund, Wasserbasis-Metalliclack, Acryl-Klarlack
      85 μm
      71 μm
      68 μm
      66 μm
      83 μm
      62 μm
      63 μm
      78 μm
      73 μm
      46 μm
      Stahl: Haftgrund, Acryl-Unilack, Acryl-Klarlack
      145 μm
      146 μm
      144 μm
      139 μm
      156 μm
      144 μm
      152 μm
      157 μm
      161 μm
      112 μm
      Stahl: Haftgrund, Acryl-Metalliclack, Acyl-Klarlack
      71 μm
      77 μm
      76 μm
      74 μm
      91 μm
      78 μm
      78 μm
      156 μm
      83 μm
      50 μm
      Stahl: Haftgrund, Acryl-Metalliclack, 2x Acryl-Klarlack
      136 μm
      136 μm
      138 μm
      128 μm
      145 μm
      132 μm
      135 μm
      146 μm
      145 μm
      102 μm
      Stahl: 3x Acryl-HS-Füller, Acryl-Unilack
      185 μm
      187 μm
      186 μm
      183 μm
      192 μm
      176 μm
      187 μm
      197 μm
      190 μm
      148 μm
      Stahl: 2K-Primer, Spritzspachtel, Acryl-Unilack
      477 μm
      488 μm
      485 μm
      474 μm
      484 μm
      462 μm
      487 μm
      496 μm
      447 μm
      416 μm
      Stahl: EP-Primer, Acryl-Unilack
      173 μm
      169 μm
      168 μm
      165 μm
      178 μm
      164 μm
      170 μm
      179 μm
      176 μm
      131 μm
      Stahl: Haftgrund, Kunstharzlack
      115 μm
      122 μm
      123 μm
      122 μm
      141 μm
      117 μm
      121 μm
      131 μm
      131 μm
      82 μm
      Aluminium: Haftgrund, Acryl-Unilack
      85 μm
      90 μm
      86 μm
      88 μm
      101 μm
      91 μm
      98 μm
      93 μm
      159 μm
      133 μm
      Aluminium: Haftgrund, Acryl-Metalliclack
      34 μm
      34 μm
      37 μm
      33 μm
      43 μm
      38 μm
      37 μm
      36 μm
      60 μm
      74 μm
      Aluminium: Haftgrund, Acryl-Metalliclack, Acryl-Klarlack
      73 μm
      75 μm
      72 μm
      78 μm
      104 μm
      79 μm
      74 μm
      75 μm
      132 μm
      116 μm
      Reparierte Testbleche Stahl
      angeschliffen, Spachtel, 3x Acrylfüller, Uni-Acryllack
      370 μm
      373 μm
      387 μm
      360 μm
      387 μm
      365 μm
      338 μm
      379 μm
      387 μm
      359 μm
      durchgeschliffen, Spachtel, 3x Acrylfüller, Uni-Acryllack, Messpunkt durchgeschliffen**
      k. M.***
      k. M.***
      k. M.***
      k. M.***
      k. M.***
      2265 μm
      2299 μm
      k. M.***
      2308 μm
      k. M.***
      durchgeschliffen, Spachtel, 3x Acrylfüller, Uni-Acryllack, Messpunkt Rand
      743 μm
      735 μm
      765 μm
      819 μm
      737 μm
      739 μm
      837 μm
      760 μm
      774 μm
      850 μm
      Gesamtpunkte Messungen (Messgenauigkeit 0-1006 μm)
      (max.: 290 Punkte)
      284
      247
      218
      211
      170
      191
      188
      172
      164
      91
      Gesamtpunktzahl
      (max.: 460 Punkte)
      443
      398
      377
      348
      296
      287
      284
      284
      260
      231
      Fazit
      Hervorragend verar-beitetes, über einen Knopf leicht zu bedienendes Profi-Gerät. Sehr präzise Messergebnisse auf den Kontrollflächen. Gut ablesbar, Messsonde wählbar. Klarer Testsieger.
      Das Würth-Gerät liegt sehr gut in der Hand. Sehr leichte, selbsterklärende Bedienung über einen Knopf. Präzise Messergebnisse. Gehäuse aus Hartplastik. Hersteller des Gerätes ist Q-Nix.
      Das Phynix Paintcheck Plus FN liefert exakte Messergebnisse und ist intuitiv über einen Knopf bedienbar, zudem sehr kompakt. Solides Gehäuse in haptisch angenehmer Gummierung. Kauftipp.
      Der Klassiker der Kfz-Gutachter. Einfacher Aufbau: Eine Messsonde Fe auf der einen, eine NFe-Sonde auf der anderen Seite. Simpler geht es nicht. Präzise, handlich, wählbare Sondentypen.
      Zufriedenstellende Präzision. Kompaktestes Gerät im Testfeld, Ausstattung mit Taschen- und UV-Lampe. Vier Knöpfe zur Bedienung, nur zwei davon zu den Messfunktionen.
      Baugleich mit KS-Tools und Busching, nur andere Farbgestaltung. Obwohl der Messbereich nur bis 1000 µm reicht, liefert es einen unplausiblen Wert über 2000 µm beim durchschliffenen Blech. 
      Nahezu identische Ergebnisse wie BGS. Wie auch für Busching und KS-Tools gilt: handliche Pistolenform, aber umständliches Kalibrieren, rutschiges Hartplastik. Teils unplausible Werte.
      Ähnlich handliche Geräteform wie Würth, aber umständlichere Bedienung. Messpräzision befriedigend. Verwirrend: Bei Messungen über Messbereich erscheint der zuletzt ermittelte Wert.
      Ergebnisse zu Qualität und Bedienung identisch mit KS-Tools und BGS. Deutlich höhere Anzahl von Messwerten mit einer Abweichung von mehr als zwölf Prozent vom Referenzgerät. 
      Einziges Gerät, welches sich über eine Telefon-App bedienen lässt, keine eigene Anzeige. Inter-pretiert als einziges Gerät die Messwerte. Leider starke Abweichungen auf fast allen Messflächen. 
      Platzierung
      1.
      2.
      3.
      4.
      5.
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      7.
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      9.
      10.
      Note****
      sehr gut
      gut
      gut
      gut
      befriedigend
      befriedigend
      befriedigend
      befriedigend
      ausreichend
      ausreichend

      Fazit zum Lackschichten-Messgeräte-Test

      Jedes Lackschichtmessgerät ist besser als gar keines. Wichtig für Messungen an Oldtimern: Achten Sie auf einen ausreichend großen Messbereich. Die sehr empfehlenswerten Geräte von Q-Nix können mit Sonden bis 5000 µm ausgestattet werden – Schichtstärken in dieser Größenordnung kommen bei Restaurierungen durchaus vor. Kauftipp: Oldtimertaugliche Geräte sollten Schichtdicken auf Fe und NFe bis 3000 µm präzise messen können.

      Testsieger (2021): Q-Nix 5500

      Q-Nix 5500

      Q-Nix

      5500

      1,1 (sehr gut)
      • Pro Iconleicht zu bedienen
      • Pro Iconsehr präzise Messergebnisse
      • Pro Icongut ablesbar
      • Pro Iconwählbare Sonde
        Amazon Logo

        Preis-Leistungs-Sieger (2021): Phynix Paintcheck Plus FN

        Q-Nix 5500

        Phynix

        Paintcheck Plus FN

        2,0 (gut)
        • Pro Iconintuitiv bedienbar
        • Pro Iconexakte Messergebnisse
        • Pro Iconsehr kompakt
        • Pro Iconhaptisch angenehm
          Amazon Logo

          Was bedeuten die Messwerte?

          Man benötigt Erfahrung und Fachwissen zu Fahrzeuggenerationen und deren typischem Lackaufbau, um Messwerte zu Lackschichtstärken korrekt einzuordnen. Die Angaben unten können auch nur eine grobe Orientierungshilfe sein. Wichtige Regel: Die gemessenen Schichtstärken an einem Fahrzeug sollten nicht stark voneinander abweichen. Tritt zum Beispiel an einem rechten Radlauf hinten ein erheblich höherer Messwert auf als an der identischen Stelle auf der linken Fahrzeugseite, ist das ein Indiz für eine erfolgte Reparatur mit Neulackierung.
          Die gemessene Gesamtschichtdicke ist die Summe aller Funktionsschichten; sie kann zum Beispiel bestehen aus einer Zinkphosphatschicht, Elektrotauchgrund, Spritzgrundierung, Spachtel, Spritzspachtel, Füller, Basis- und Klarlack oder Einschicht-Decklack. Werkslackierungen liegen meist zwischen 80 und 150 μm Schichtstärke, manuelle Nachlackierungen oberhalb von 200 μm. Selbst bei neuen Fahrzeugen kann es bereits im Werk zu Nachlackierungen und damit höheren Werten kommen. Das stellt jedoch keinen Mangel dar. Bei restaurierten Oldtimern können die Werte wegen Altlackschichten und Spachtel auch oberhalb von 800 μm liegen – das bedeutet keineswegs Pfusch!
          80-150 μm: Originallack bei Wasserbasislackierungen mit Acryl-Klarlack
          150-250 μm: Originallack bei alten Acryllacken oder Neulack nach Altlack-Entfernung
          200-400 μm: Reparaturlackierung auf Altlackierung, dünne Spachtelschicht
          300-800 μm: Neulackierung auf Spachtel oder Zinn oder/und mehrfacher Lackauftrag
          über 800 μm: Spachtel-/Zinnschichten und Neulackierung
          Weitere Themen: Carports im Vergleich

          Nützliches Wissen rund um Lackschichtmessegeräte

          Was ist ein gutes Lackschicht-Messgerät?

          Das Q-Nix 5500 ist ein hervorragend verarbeitetes, über einen Knopf leicht zu bedienendes Profi-Gerät. Es zeigt auf den Testblechen sehr präzise Messergebnisse, ist zudem gut ablesbar - allerdings mit fast 1000 Euro auch sehr teuer. Im AUTO BILD Lackschicht-Messgeräte-Test erreichte das Q-Nix 5500 443 von 460 Punkten und damit die Note 1,1 (sehr gut) und fuhr damit den Testsieg ein.

          Was kostet ein Lackschicht-Messgerät?

          Wie viel ein Lackschicht-Messgerät kostet, kommt ganz auf die Ansprüche drauf an. Während es für Laien schon Billig-Geräte für rund 150 Euro gibt, kosten Profi-Geräte schnell einmal mehrere tausend Euro. Preis-Leistungs-Sieger im AUTO BILD Lackschicht-Messgeräte-Test wurde das Phynix Paintcheck Plus FN Preis-Leistungs-Sieger. Es ist mit einer UVP von 505.75 Euro nicht sonderlich günstig, aber bietet eine gute Leistung.

          Welche Lackschichtdicke ist normal?

          Welche Lackschichtdicke normal ist, kann nicht so einfach gesagt werden.Die gemessene Gesamtschichtdicke ist nämlich die Summe aller Funktionsschichten; sie kann zum Beispiel aus einer Zinkphosphatschicht, Elektrotauchgrund, Spritzgrundierung, Füller, Basis- und Klarlack bestehen. Werkslackierungen liegen meist zwischen 80 und 150 μm Schichtstärke, manuelle Nachlackierungen oberhalb von 200 μm. Selbst bei neuen Fahrzeugen kann es bereits im Werk zu Nachlackierungen und damit höheren Werten kommen. Das stellt jedoch keinen Mangel dar. Bei restaurierten Oldtimern können die Werte wegen Altlackschichten und Spachtel auch oberhalb von 800 μm liegen – das bedeutet keineswegs Pfusch!

          80-150 μm: Originallack bei Wasserbasislackierungen mit Acryl-Klarlack
          150-250 μm: Originallack bei alten Acryllacken oder Neulack nach Altlack-Entfernung
          200-400 μm: Reparaturlackierung auf Altlackierung, dünne Spachtelschicht
          300-800 μm: Neulackierung auf Spachtel oder Zinn oder/und mehrfacher Lackauftrag
          über 800 μm: Spachtel-/Zinnschichten und Neulackierung