Supercars: Extra-Führerschein in Australien
Keine "Supercar-Lizenz": Lambo-Fahrer muss Strafe zahlen

Bild: Facebook/South Australia Police
Seit dem 1. Dezember 2024 müssen Fahrer von besonders starken Sportwagen in Australien einen Extra-Führerschein machen. Die "U license" für UHPV ("ultra high power vehicles") wurde als Reaktion auf die Vielzahl von Unfällen mit Supercars eingeführt. Auf den ersten Verstoß gegen das neue Gesetz musste die Polizei nicht lange warten: Direkt am ersten Tag um 7:30 Uhr hielten sie den ersten Lambo-Fahrer an, der die neue Supercar-Lizenz nicht vorweisen konnte. Das geht aus einem Facebook-Post der Süd-Australischen Polizei hervor.
Laut den Beamten hatten sie den Lamborghini, dem beigefügten Bild nach handelt es sich um einen Huracán STO, eigentlich wegen eines fehlenden Kennzeichens am Heck angehalten. Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass es sich um ein Fahrzeug handelt, für das neuerdings die zusätzliche Prüfung abgelegt werden muss.
Die Supercar-Lizenz wird für Autos verlangt, die ein Leistungsgewicht von mindestens 375 PS pro Tonne haben. Der Huracán STO fällt eindeutig darunter: Sein V10-Sauger leistet 640 PS bei einem Gewicht von 1339 Kilo.
Der 36-jährige Fahrer konnte den Nachweis allerdings nicht vorlegen und musste darum Strafe zahlen. Dabei wirkt das Lizenzverfahren vergleichsweise einfach – zumindest im Vergleich zum Prozedere des Führerscheinerwerbs in Deutschland. Wer in Australien die Supercar-Lizenz machen will, muss lediglich einen Online-Kurs absolvieren und eine Abschlussprüfung bestehen. Das Ganze ist auch noch relativ günstig, kostet gerade mal 61 Australische Dollar (umgerechnet knapp 37 Euro).
Autobesitzer müssen übrigens selbst prüfen, ob sie für ihr Auto die "U license" benötigen. Praktischerweise geht das einfach per App.
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