Vom Ur-Defender hat der auf Discovery-Technik fußende aktuelle nichts übernommen: selbsttragendes Alu-Chassis statt Leiterrahmen, Einzelradaufhängung statt seitlich versetzender Starrachsen, präzise Zahnstangenlenkung statt teigiger Rollenfinger-Antike.
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Ellenbogen- und Beinfreiheit sind weit großzügiger als beim Klassiker. Innen hat die Connectivity-Moderne Einzug gehalten in Form von Sprachbedienung (hier wirklich brauchbar), WLAN, 11,4-Zoll-Touchscreen und kabelloser Smartphone-Anbindung.
Land Rover Defender P400e
Noch mal gewachsen: Der Defender macht sich 20 Zentimeter breiter, sein Wendekreis liegt bei üppigen 12,9 Metern.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Alles besser also? Verloren ging die Aufbautenvielfalt der alten Leiterrahmenkonstruktion. Und 20 Zentimeter mehr Breite sind in der Stadt ebenso anstrengend wie die 12,9 Meter Wendekreis.

Ein Hybrid-Diesel soll sparen helfen

Echte Offroader haben zudem bauartbedingte Nachteile: Die vielen Robust-Teile und Zahnräder erhöhen Gewicht und Verbrauch – der Defender hat echten Permanentallrad via Zentraldifferenzial, nicht die SUV-übliche kostengünstigere Lamellenkupplung.

Fahrzeugdaten

Fahrzeugdaten
Motor Bauart/Zylinder
Vierzylinder, Turbo, + E-Motor
Leistung Verbrennungsmotor
221 kW (300 PS)
Einbaulage/Hubraum
vorn längs/1997 cm³
Leistung Elektromotor
105 kW (143 PS)
Systemleistung kW (PS) bei 1/min
297 (404)/5500
Systemdrehmoment Nm bei 1/min
640/1500
Vmax
209 km/h
Getriebe
Achtstufenautomatik
Antrieb
permanenter Allradantrieb
Bremsen vorn/hinten
Scheiben/Scheiben
Testwagenbereifung
275/45 R 22 W
Reifentyp
Continental CrossContact RX
Radgröße
9 x 22"
Abgas CO2*
71 g/km
Verbrauch*
3,1 l; 26,1 kWh
Tankinhalt/Batteriekapazität
90 l/15,4 kWh
Kraftstoffsorte
Super/elektrischer Strom
Ladeleistung AC/DC
7/32 kW
Vorbeifahrgeräusch
70 dB(A)
Anhängelast gebr./ungebr.
3000/750 kg
Stützlast
150 kg
Kofferraumvolumen
696-1759 l
Länge/Breite/Höhe
4758–5018**/1996–2105***/ 1967 mm
Radstand
3022 mm
max. Wattiefe/Bodenfreiheit
900/291 mm
Grundpreis
77.900 Euro
Testwagenpreis (wird gewertet)
84.836 Euro

Ein Diesel ebnet diese Nachteile weitgehend ein. Aber nicht jeder fährt dessen hohe Fixkosten wieder herein. Und manche wollen einfach keinen Diesel, aber viel Drehmoment. Für diese Kunden bietet Land Rover neben den Benziner-Alternativen mit sechs oder acht Zylindern auch einen Plug-in-Hybrid an.

Der Antritt des Trumms ist erstaunlich

Basis ist ein 2,0 Liter kleiner Turbo-Vierzylinder mit 300 PS, assistiert von einem 143 PS starken E-Motor im Getriebe. Das Systemdrehmoment von 640 Nm übertrifft sogar das des V8! Andere Fahrer reagieren oft perplex, weil sie dem dicken Trumm den vehementen Antritt nicht zutrauen.
Land Rover Defender P400e
Da geht die Post ab: Mit vollem Gaseinsatz sprintet der 2,7 Tonnen schwere Defender in glatten sechs Sekunden auf Tempo 100.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Die Luftfederung schafft einen hohen Grundkomfort, den die schweren 22-Zoll-Räder aber konterkarieren. Ganz ohne Poltern und Stuckern bügeln die Luftfedern die Querfugen nicht weg. Wir raten zu 19-Zöllern; hochflankige Reifen passen besser zu dieser Sorte Auto. In Slalom und Ausweichtest gibt sich der Defender der Neuzeit untersteuernd, nie bösartig und mit entschlossenem ESP – sehr fahrsicher.

Im Gelände kennt der Defender keine Grenzen

Wer Geländeausflüge trotz des Grundpreises von 77.900 Euro nicht scheut: Er darf durch 90 Zentimeter tiefes Wasser waten, Bodenfreiheit bei hochgefahrener Luftfederung 29,5 cm, Böschungswinkel vorn 38 Grad, hinten 40 Grad, theoretische Steigfähigkeit um 60 Grad – Kenner schnalzen da mit der Zunge.
Land Rover Defender P400e
Alles an Bord: Mit Sperren, permanentem Allrad und Geländeprogrammen kommt der Defender offroad überall durch.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Die Kraft verteilt er, wie gesagt, über ein echtes Zentraldifferenzial, das sich bei Durchdrehen der Räder einer Achse von selbst sperrt.Unser Testwagen hatte auch das optionale Sperrdifferenzial hinten an Bord (1224 Euro). Das verhindert, dass die Kraft an einem einzigen durchdrehenden Hinterrad verpufft. Kurz: Wo man mit DEM nicht durchkommt, hilft nur noch ein Kettenfahrzeug.
Leider ist die Bedienung der Geländemodi im Zentralmenü versteckt und so selbstverständliche Offroadtechnik wie die Differenzialsperren im Individual-Untermenü. Man kann sich auch auf die Standardprogramme für Schlamm, Schnee oder Felsenklettern verlassen.

Rein elektrisch sind 40 Kilometer drin

Das Schneeprogramm ist aber sehr auf Sicherheit getrimmt – hat sich der Fahrer in den Tiefschnee verirrt, hilft das Sand-Programm (!) verlässlicher heraus. Die versteckte Geländetechnik spricht Bände: Die Briten rechnen eher nicht damit, dass jemand den teuren Wagen oft offroad nutzt.
Land Rover Defender P400e
Sparsam nur mit vollem Akku: Wer den Plug-in-Defender nicht auflädt, muss mit Verbäuchen um die 14 Liter pro 100 Kilometer rechnen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD

Rein elektrisch (bis 140 km/h, unter Idealbedingungen) fährt der Plug-in in kaltem Zustand etwas unwillig. Windgeräusche werden erst so ab 160 km/h etwas stärker – der Ur-Landy wurde ja schon bei Tempo 120 richtig laut. Und auf Rumpelpisten wirkt die Karosserie des 110ers weniger steif als der kurze Defender.

Wertung

Wertung
Karosserie
Viel geräumiger als der Ur-Defender. Mäßig variabel. 360-Grad-Kamera. Knistert auf Rumpelstrecken.
3,5/5 Punkten
Antrieb
Zupackend, erst ab Tempo 160 nachlassend. Sauber abgestimmte Automatik. Echter Permanentallrad.
3,5/5 Punkten
Fahrdynamik
Von 0 auf 100 km/h in 6,0 s – Sportwagen-Niveau! Kurvenverhalten wenig agil, aber sicher.
3,5/5 Punkten
Connected Car
Serie sind Alexa, WLAN, CarPlay und Android kabellos. Sprachbedienung und Navi einwandfrei.
4,5/5 Punkten
Umwelt
Alles hoch: Stromverbrauch, Benzindurst und CO2-Ausstoß bei leerem Akku, Außengeräusch.
2,5/5 Punkten
Komfort
Kleine Fahrer müssen klettern, große vermissen Beinauflage. Sitzposition hoch, feine Luftfederung.
3,5/5 Punkten
Kosten
Kaufpreis hoch, Wartung alle zwei Jahre, nur sechs Jahre Durchrostungsgarantie. Wertkonstant.
3/5 Punkten
AUTO BILD-Testnote
2+

Den Akku des P400e kann man auch am CCS-Schnelllader füllen – selten bei Hybriden. Bis 80 Prozent dauert's eine halbe Stunde, im Winter gern eine ganze. An der AC-Ladesäule (22 kW) brauchte er drei Stunden von acht auf 100 Prozent.
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* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist www.dat.de.
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Bei geleertem Akku, also nach 40 Kilometern, wird der Brite zum Trinker: 14,2 Liter/100 km, die auch Lademuffel zum regelmäßigen Einstöpseln bekehren dürften, nur so lässt sich der Verbrauch unter die 9,0-Liter-Marke drücken. So ist der PHEV auf Langstrecke dann keine Alternative zum Diesel – der ist immer sparsam.

Fazit

von

AUTO BILD
Der Plug-in-Defender verbindet beste Geländetauglichkeit mit dem Sprintvermögen eines Sportwagens – so viele Talente in nur einem Auto, das kostet. Kritikpunkte: Verbrauch im reinen Benzinerbetrieb und Teile der Geländetechnikbedienung. AUTO BILD-Testnote: 3+