Le Mans: Hypercars kommen
Aston Martin mit 6,5-Liter-V12-Brummer!

Der Fahrplan für die Zukunft der 24 Stunden von Le Mans steht: Die Hypercars kommen. Und Toyota hat mit Aston Martin wieder einen Werksgegner.
- Michael Zeitler
Hyper, hyper, heißt es ab 2021 bei den 24 Stunden von Le Mans! Die Angst, dass die neue Kategorie mit Supersportwagen ein Rohrkrepierer wird, ist vorbei: Aston Martin hat nämlich den Einstieg für 2021 verkündet. Damit hat Toyota endlich wieder einen Werks-Gegner.
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Aston Martin kommt mit dem Valkyrie, den Formel-1-Technikguru Adrian Newey konstruiert hat. Red Bull ist ins Projekt involviert, daher waren auch Formel-1-Teamchef Christian Horner und Motorsportchef Dr. Helmut Marko in Le Mans.

Die LMP1 haben nach einer weiteren Saison ausgedient
Dass in der Hypercars-Klasse auch Nicht-Hybridfahrzeuge antreten dürfen, gab den Ausschlag dafür, dass Aston Martin in die Top-Le-Mans-Kategorie einsteigt. Es werden mindestens zwei Werksautos starten, aufgebaut von Multimatic.
Neben Toyota und Aston Martin soll es 2021 auch kleinere Hersteller geben: Kolles und Glickenhaus haben ihr Interesse bereits bekundet. Auch Kundenautos von Toyota und Aston Martin sind möglich. Kolles verzichtet daher sogar auf eine Vollzeit-Teilnahme an der WEC 2019/2020, wird nur bei ausgewählten Events am Start stehen.
Die unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte sollen über eine Balance-of-Performance auf einen Nenner gebracht werden. Mit dem Ziel, Rundenzeiten in Le Mans von 3:30 Minuten auf den Asphalt zu brennen. Das ist rund 15 Sekunden langsamer als die LMP1-Prototypen aktuell. Die LMP2-Kategorie ist derzeit noch schneller, muss dann 2021 also auch eingebremst werden.
Die Leistung der mindestens 1100 Kilogramm schweren Autos beträgt 750 PS. 270 zusätzliche Pferdestärken sind durch ein Hybridsystem an der Vorderachse erlaubt. Um allerdings daraus keinen zu großen Wettbewerbsvorteil zu ziehen, darf die Leistung erst bei 120 km/h bei trockenen Bedingungen, im Regen sogar erst zwischen 140 und 160 km/h freigeschaltet werden.
Die Autos sollen für fünf Jahre homologiert werden. Nur einmal ist eine Neukonstruktion erlaubt, sollte ein Hersteller verwachst haben.
Aston-Martin-Motorsportchef Andy Palmer: „Es ist irgendwie passend, dass wir zum 60. Geburtstag unseres Gesamtsieges in Le Mans die Rückkehr in die Topklasse verkünden.” 1959 siegten Carroll Shelby und Roy Salvadori für Aston Martin – es ist der bisher einzige Sieg der James-Bond-Marke.
Mittelfristig soll es nicht bei zwei Herstellern bleiben. Porsche-Motorsportchef Fritz Enzinger sagt: „Das sind interessante Neuigkeiten, die da heute vom ACO kommen. Unsere Ingenieure werden sich die Regeln genau anschauen. Die WEC und die 24 Stunden von Le Mans werden auch in Zukunft sehr interessant sein für die Hersteller.“
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