Le Mans: Zukunft des Rennens
Wird die GT-Kategorie die Topklasse?

Wenn Peugeot nicht einsteigt und Porsche wirklich den Stecker zieht, steht die LMP1-Klasse vor dem Aus. Im Gegensatz dazu boomt die GT-Klasse.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler

Wie geht es in der GT-Klasse weiter in Le Mans?
Eine zweite Idee: die boomende GT-Klasse aufwerten. Mit Ford, Ferrari, Porsche, Aston Martin und Corvette sind schon jetzt fünf Marken vertreten. BMW steigt 2018 ein, Lamborghini und McLaren zeigen ebenfalls Interesse. Porsche-Motorsportchef Dr. Frank-Steffen Walliser ist aber skeptisch: „Dazu müssten wir erst einmal schneller werden als die LMP2-Kategorie. Aber da muss man aufpassen. Bisher ist die GT-Klasse noch relativ bezahlbar. Hier sollen außerdem die Traumsportwagen von der Straße fahren. Wenn man sie jetzt hochzüchtet, könnten wir vor dem gleichen Problem stehen wie 1998.“

Tritt Ford wirklich mit einem Straßensportwagen an?
Gerade weil sich so viele Hersteller ankündigen, erwägt WEC-Serienchef Gérard Neveu das Aus der GT-Amateurklasse. Das gilt jedoch nicht für Le Mans. „Ein Modell“, erklärt Walliser, „wäre es, die Amateure in den nationalen und lokalen Meisterschaften wie in Amerika oder Asien fahren zu lassen - und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Aber eben nicht die volle Sportwagen-WM.“
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