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Video: Lexus RX (2016)

Lexus erfindet sich neu

Der neue Lexus RX reißt gewaltig die Schnauze auf. Ist das Japan-SUV mit seinem Riesengrill nur ein Großmaul, oder kann es tatsächlich die Konkurrenz anknabbern? Wir haben dem RX bei einer ersten Ausfahrt auf den Zahn gefühlt.
News von der IAA 2015
Zumindest preislich liegt der neue RX 450h mit rund 60.000 Euro auf einer Linie mit Mercedes GLE 400, Audi Q7 3.0 TDI oder auch BMW X5 35i. Eine echte Ansage ist die Optik mit teuflischem "Diabolo"-Grill, und in Bezug auf Karosserie und Innenraum haben die Ingenieure praktisch bei null angefangen. Gut: Die fünfte Auflage des Hybrid-SUVs bietet mehr Platz, federt geschmeidiger, ist ein souveräner Highway-Gleiter und punktet durch sehr niedrige Fahrgeräusche. Die Verarbeitung wirkt gediegen und solide. Die Elektronik befindet sich jetzt auf aktuellem Stand, Fahrwerk, Lenkung und Bremse wurden aber lediglich überarbeitet – dazu später mehr.

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Lexus RX 450h
Lexus RX 450h
Lexus RX 450h
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So sitzt es sich im neuen Lexus RX 450h (2015)
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Video: Lexus RX (2016)

Lexus erfindet sich neu

Mit einer von 299 auf 313 PS angehobenen Systemleistung vertraut der mindestens 2,1 Tonnen schwere Japaner nach wie vor auf einen Mix aus 3,5-Liter-V6-Sauger und zwei E-Motoren mit unverändert 123 kW (vorne) beziehungsweise 50 kW (hinten). Einen Diesel gibt es nach wie vor nicht, was die Absatzchancen des SUVs in Deutschland erheblich einschränkt; daran wird auch der 238 PS starke RX 200t nichts ändern, selbst wenn er mit seinem Einstiegspreis von rund 50.000 Euro etwa 10.000 Euro günstiger ist und sich auch flotter fährt als der Vollhybride. Der verkauft sich in Asien und den USA aber nun einmal wie geschnitten Brot, und es ist kein Wunder, dass sich Lexus an den Bedürfnissen der Kunden in den beiden wichtigsten Märkten orientiert.

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Die Stars der IAA 2015
Die Stars der IAA 2015
Die großen Stars der IAA
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Die Stars der IAA 2015

Charakterlich bleibt sich das SUV neu

Lexus RX 450h
Das deutliche Untersteuern und die indirekte Lenkung werden hierzulande nicht so gut ankommen.
Der Verbrauchsvorteil im Stadtbetrieb (5,2 Liter laut Norm) kann sich ja auch wirklich sehen lassen. Besonders auf schnell gefahrenen Autobahnetappen nervt jedoch die stufenlose Automatik, die den Motor beim Beschleunigen immer wieder gequält aufheulen lässt. Auch das deutlich untersteuernde Fahrverhalten und die mit zunehmendem Einschlag immer indirektere Lenkung dürften hierzulande wenig Freunde finden. Weil die Batterie nie komplett entladen wird, kann der RX 450h nur ein paar Hundert Meter weit elektrisch fahren. Ein moderner Plug-in-Hybrid würde den RX also noch attraktiver machen – auf allen Märkten.

Fazit

von

Georg Kacher
Wer auf leises Hybrid-Gleiten und gediegen-luxuriöse Ausstattung steht, dürfte auf den RX 450h abfahren. Fahrdynamisch hat das weich abgestimmte SUV allerdings nicht viel zu bieten. Schade: Plug-in-Technik fehlt.

Von

Georg Kacher