Lkw-Konkurrenz für Mercedes, MAN und Co
eTopas 600: wie der China-Lkw Europas Industrie stützen will

Der eTopas 600 startet in Österreich in Serie. Der China-Lkw nutzt auch europäische Technik und soll 600 km elektrische Reichweite schaffen. Doch das Ladenetz bremst ihn aus.
Bild: Superpanther
Ein chinesischer Elektro-Lkw aus europäischer Produktion: Bei Steyr Automotive in Österreich hat die Serienfertigung des eTopas 600 begonnen. Entwickelt wurde der 42-Tonner vom 2022 gegründeten Unternehmen Superpanther.
Die Antriebstechnik stammt überwiegend aus China. Weitere Komponenten liefern europäische Zulieferer wie Schaeffler, ZF, Continental und Infineon. Superpanther will sich deshalb nicht nur als Importeur, sondern als Partner der europäischen Industrie positionieren.
Bis zu 600 Kilometer Reichweite
Der eTopas 600 ist für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt. Mit einer Akkuladung soll der Elektro-Lkw rund 600 Kilometer zurücklegen können.

Der eTopas 600 ist für ein Gesamtzuggewicht von 42 Tonnen ausgelegt.
Bild: Superpanther
"Europa braucht keinen weiteren importierten Lkw. Europa braucht einen Industriepartner", sagt Superpanther-Chef Chao Liu. Chinesische Technik werde dafür mit europäischer Produktion, Entwicklung und Servicekompetenz verbunden.
DHL hat ersten Elektro-Lkw übernommen
Eines der ersten Fahrzeuge ging bereits an DHL. Seit März 2026 ist außerdem eine Testflotte in Deutschland und Österreich unterwegs. Dabei legten die Elektro-Lkw laut Hersteller mehr als 70.000 Kilometer zurück.
Mit dem eTopas 600 tritt ein weiterer Hersteller gegen etablierte Anbieter wie Mercedes-Benz, MAN und Volvo an.
Zu wenige Ladepunkte für Elektro-Lkw
Die größte Hürde bleibt allerdings die Ladeinfrastruktur. In Deutschland gibt es bislang nur wenige geeignete Schnellladepunkte für schwere Elektro-Lkw. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung ist das einer der Hauptgründe dafür, dass der Elektroanteil bei schweren Lastwagen weiterhin unter einem Prozent liegt.
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