Maextro V800: Luxus-Minivan mit sieben Sitzen
Dieser Minivan macht auf Rolls-Royce

Animierte Rückleuchten, 523 PS und ein Innenraum, der eher an ein Luxus-Hotelzimmer als an ein Fahrzeug erinnert: Wer Rolls-Royce-Feeling mit sieben Sitzen sucht, wird beim neuen Maextro V800 fündig.
Bild: Maextro
China beweist mal wieder den berühmten "China-Speed". Vor gut einem Jahr feierte die Luxuslimousine à la Maybach Maextro S800 ihren Marktstart. Nun folgt das zweite Modell der Marke aus dem Hause Huawei: ein Minivan mit Range Extender und sieben Sitzen, der beim Thema Luxus keineswegs Abstriche macht und sich anscheinend Rolls-Royce zum Vorbild nahm.
Technologie-Unternehmen statt klassischer Autobauer
Wer noch nie etwas von Maextro gehört hat, sollte sich den Namen besser jetzt merken, denn ganz sicher werden wir künftig noch so einiges über dessen High-End-Fahrzeuge zu hören bekommen. Kurz zur Einordnung: Maextro ist eine der fünf Marken der HIMA-Kooperation, hinter der der Technologie-Konzern Huawei und JAC Motors stecken. Zu dieser Allianz gehören beispielsweise auch SAIC und Aito.
Zuletzt sorgte der Hersteller mit dem S800 für Aufsehen, da sich die Oberklasselimousine die Pole-Position unter den meistverkauften Modellen im Luxussegment holte und damit der westlichen Konkurrenz wie der Mercedes-Maybach S-Klasse oder dem Porsche Panamera die Show stahl. Und da, wo Rolls-Royce ein Minivan fehlt, steht chinesischen Kunden nun der V800 zur Verfügung.
Luxusliner ohne Zurückhaltung
Auf den ersten Blick orientiert sich der V800 stark am S800. Kantige LED-Scheinwerfer dominieren die Frontpartie, und es gibt keinen traditionellen Kühlergrill, sondern nur ein sehr präsentes Logo in der Mitte der in Wagenfarbe lackierten Frontschürze. Hinzu kommen einige Chromdetails an Spiegeln, den Stoßfängern und Seitenschwellern. Und wie es sich für ein Fahrzeug im Luxussegment gehört, trägt die rollende VIP-Lounge auch eine Zweifarblackierung, hier in einem stimmigen Mix aus Gold und Braun.

Die Rückleuchten des edlen Minivans zeigen einen fliegenden Phoenix.
Bild: Maextro
Für noch mehr Wow-Effekt sorgen Rückleuchten, deren Innenleben mit zahlreichen LEDs bestückt ist, die detaillierte Bilder wie einen fliegenden Phoenix animieren können. Der für Familien geeignete Van baut auf einer 2+2+3-Konfiguration und misst 5495 mm in der Länge, 2006 mm in der Breite und 1850 mm in der Höhe. Dazu kommt ein Radstand von 3430 mm.
Der Innenraum präsentiert sich als Hotelzimmer
Bislang zeigt HIMA leider nur wenige Innenraumfotos, bei denen es sich auch eher um Detailaufnahmen als um große Eindrücke handelt.

Diese Leuchte im Innenraum könnte glatt aus einem luxuriösen Hotelzimmer stammen.
Bild: Maextro
Doch diese lassen hohe Erwartungen aufkommen: Leder, Kristallwandleuchten, ein beleuchteter Sternenhimmel und eine Kaffeemaschine? Ja, das ist bewusst eine Frage, denn wie es scheint, integriert die Mittelkonsole einen Vollautomaten, der den Passagieren warme Getränke zubereitet.

Passagiere des Luxus-Vans können sich über frische Heißgetränke freuen.
Bild: Maextro

Ähnlich wie bei Rolls-Royce besticht der Dachhimmel des V800 mit einem beleuchteten Sternenhimmel.
Bild: Maextro
Range Extender statt Verbrenner
Beim Antrieb setzt Maextro weder auf klassisch Elektro noch auf den reinen Verbrenner. Unter der Haube arbeitet ein 1,5-Liter-Verbrenner von JAC mit 172 PS. Der Motor treibt die Räder aber nicht direkt an, sondern dient hauptsächlich als Range Extender, um die Batterie zu laden oder das elektrische System zu unterstützen. Für den Vortrieb sorgt jeweils ein E-Motor auf beiden Achsen: vorne mit 160 kW und hinten mit 230 kW. Zusammen ergibt das eine Systemleistung von 390 kW, also 523 PS. Als Speicher dient eine 63,2-kWh-Batterie, die eine rein elektrische CLTC-Reichweite (China Light-Duty Vehicle Test Cycle) von bis zu 275 km ermöglichen soll.
Eine reine Elektrovariante dürfte aber ziemlich sicher folgen. Preise und Verfügbarkeit dürften in den nächsten Wochen konkretisiert werden. Es ist davon auszugehen, dass der V800 noch über dem S800 positioniert sein wird. Letzterer liegt umgerechnet zwischen 88.000 Euro und 126.000 Euro. Damit wäre auch der neue Luxus-Minivan kein Schnäppchen, aber voraussichtlich immer noch weitaus kostengünstiger als der geplante Mercedes VLS oder dessen Maybach-Ableger.
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