Ein Porsche 911 GT3 zählt traditionell zum Schärfsten, womit man eine Rennstrecke unsicher machen kann. Allerhöchstens getoppt, wenn noch "RS" dahintersteht. Diese RS-Ausbaustufe befindet sich vom erst kürzlich vorgestellten 992er GT3 noch in der Erprobung. Lange dürfte es nicht mehr dauern bis zur Weltpremiere, doch Manthey-Racing kommt den Zuffenhäusern jetzt zuvor. Die Porsche-Spezialisten präsentieren ein Tuning-Programm für den geflügelten Sportler, um seine Rennstrecken-Qualitäten noch etwas nach oben zu schrauben. Das hat gefruchtet, wie die jetzt bekanntgegebene Nordschleifenzeit zeigt! (Porsche 911 im AUTO BILD-Test)

Manthey Porsche 911 GT3 (992)
Der Manthey-Heckflügel im Schwanenhals-Design besteht inklusive Seitenplatten vollständig aus Carbon.

Der Sechszylinder-Sauger bleibt unangetastet

Oberstes Ziel von Manthey-Racing: Den 911 GT3 noch performanter für die Rennstrecke zu machen. Das sei keine leichte Aufgabe gewesen, sagt Manthey-Entwicklungsleiter Stefan Mages. Kein Wunder, nimmt der Serien-GT3 seinem Vorgänger mit einer Nordschleifenzeit von 6:59,927 Minuten schon 17 Sekunden ab. Den hochdrehenden Vierliter-Sechszylinder-Saugboxer lässt der Tuner trotzdem unangetastet, es bleibt entsprechend bei 510 PS und 470 Nm Drehmoment.

Manthey Porsche 911 GT3 (992)
Die hinteren Radabdeckungen dürften die Luftverwirbelungen reduzieren, Details zu Cw-Werten verrät Manthey-Racing aber nicht.

Leichtbaufelgen mit Aero-Discs

Schneller als die Serie funktioniert es stattdessen mit einem gemeinsam mit Porsche entwickelten, vierfach verstellbaren Fahrwerk. Dazu kommen Stahlflex-Bremsleitungen und neue Bremsbeläge sowie Leichtbau-Felgen mit Aerodynamik-Verkleidung an der Hinterachse. Die Karosserie zieren eine neue Frontlippe, seitliche Flics, ein neuer Heckdiffusor sowie ein breiterer Carbon-Heckflügel samt Seitenplatten. Trotz Tuning soll man noch immer problemlos auf eigener Achse zum Trackday anreisen können.
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Über vier Sekunden schneller auf der Nordschleife

Das Tuning-Kit hatte Manthey-Racing schon Anfang 2022 vorgestellt. Jetzt ist auch klar, wie viel die Optimierungen wirklich bringen. Mit 6:55,737 Minuten holte Porsche-Werksfahrer Kévin Estre auf der 20,8 Kilometer langen Nürburgring Nordschleife ganze 4,19 Sekunden auf das Serienfahrzeug heraus. Die Tuningteile sind in Europa ab sofort erhältlich. Die Preise für das Kit beginnen bei 37.911 Euro brutto. Das Basisfahrzeug Porsche 911 GT3 gibt es aktuell ab 175.848 Euro, entweder mit Sechsgang-Handschaltung oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Wer will, bekommt Porsches Vorzeige-GT auch als flügellosen Touring.