Mazda RX-7 Veilside aus "The Fast and the Furious: Tokyo Drift"
Unglaublich: Mazda RX-7 für eine Million Euro versteigert

Bild: Bonham Cars
Hammer! Im Rahmen des Goodwood Festival of Speed 2025 hat das Auktionshaus Bonhams einen seltenen Mazda RX-7 Veilside mit Hollywood-Vergangenheit versteigert – und der war einem The Fast and the Furious-Fan über eine Million Euro wert. Die ganze Geschichte!
Wir schreiben das Jahr 2001: In Deutschland wird noch mit D-Mark bezahlt, die Terroranschläge vom 11. September erschüttern die Welt, und das deutschsprachige Wikipedia geht live. Im selben Jahr debütiert der Film The Fast and the Furious, ein Actionfilm mit Fokus auf die bis dahin praktisch unbekannte Straßenrennen-Szene. Der Streifen wird zum Mega-Erfolg und legt den Grundstein für eine bis hierhin elf Teile umfassende Filmreihe. Und auch wenn zuletzt der Hollywood-Einfluss immer größer wurde – die frühen Teile wie The Fast and the Furious, 2 Fast 2 Furious oder auch The Fast and the Furious: Tokyo Drift haben Legendenstatus unter Petrolheads.
Kult durch die Autos
Dieser Legendenstatus rührt dabei weniger von der Handlung, sondern vielmehr von den Autos her. So fuhr Paul Walker in seiner Rolle als Brian O'Conner im ersten Teil einen Mitsubishi Eclipse, ehe er auf einen Toyota Supra MK IV wechselte und im zweiten Teil in einem Nissan Skyline GT-R R34 unterwegs war. Der dritte Teil, The Fast and the Furious: Tokyo Drift, war ein krasser Cut für die Reihe – er reiht sich nicht nahtlos in die Chronologie ein, da er zwar nach 2 Fast 2 Furious erschien, aber zeitlich erst nach Fast & Furious 6 spielt.

Kaum noch zu erkennen: Durch das Widebody-Kit ist der Mazda RX-7 kaum noch als solcher zu erkennen.
Bild: Bonham Cars
Einer der automobilen Stars aus dem Film ist ein Mazda RX-7 FD, der jedoch nicht auf den ersten Blick als solcher zu erkennen ist. Denn der berühmte japanische Tuner Veilside verpasste dem Wankel-Sportwagen sein "Fortune" getauftes Widebody-Kit, das den RX-7 um über 20 Zentimeter verbreitert und ihm einen komplett neuen Look verleiht. Im Film wird der orange-schwarz lackierte Mazda RX-7 von Han, gespielt von Sung Kang, gefahren.
Nur zwei Fahrzeuge überlebten
Eines der originalen Filmautos kam kürzlich unter den Hammer und übertraf den avisierten Schätzpreis von rund 330.000 Euro deutlich. Laut Beschreibung des Auktionshauses Bonhams ist der RX-7 eines von nur zwei Fahrzeugen, die die Dreharbeiten mehr oder weniger unbeschadet überstanden haben. Wie bei den meisten Hollywood-Produktionen wurden mehrere identische Fahrzeuge geordert, da ein paar Totalschäden stets einkalkuliert oder sogar eingeplant waren. Nicht anders war es auch bei The Fast and the Furious: Tokyo Drift.

Alles andere als Serie: Das Filmauto wurde mit Schalensitzen, einem Sparco-Lenkrad und einem Beifahrerdisplay (hier war der getunte RX-7 seiner Zeit aber deutlich voraus) modifiziert.
Bild: Bonham Cars
Dieser Mazda RX-7 Veilside wurde lediglich für statische Szenen und Nahaufnahmen verwendet – nicht für die spektakulären Driftsequenzen. Das erklärt, warum er fast 20 Jahre nach Erscheinen des Films in einem auf den ersten Blick in einem hervorragenden Zustand erscheint.
An der Karosserie sind auf den Bildern keine Beschädigungen zu erkennen. Auch die 19-Zoll-Racing-Evolution-Felgen mit Reifen in der Dimension 315/25 ZR19 sehen gut aus. Bemerkenswert: Nach dem Umbau durch Veilside blieb praktisch kaum was vom originalen Mazda RX-7 übrig. Die einzigen übernommenen Karosserieteile sind das Dach und die Heckklappe.
Über 100.000 Kilometer auf der Uhr
Angesichts der angegebenen Laufleistung von umgerechnet 107.480 Kilometern (66.785 Meilen) und der bewegten Film-Historie wirkt der RX-7 überraschend gepflegt. Das gilt offenbar nicht nur für die Optik, sondern auch für die Technik. Nach rund 100.000 Kilometern wurde der 280 PS starke Zwei-Scheiben-Wankelmotor vom renommierten Tuner RE Amemiya überholt.

Sieht zwar wild aus, soll aber weitestgehend serienmäßig sein. In Großbritannien hatte der RX-7 zuletzt sogar eine gültige MOT, das Äquivalent zum deutschen TÜV.
Bild: Bonham Cars
Nach dem Ende der Filmkarriere wurde der RX-7 im Jahr 2008 durch den Händler New Era Imports an den einzigen Besitzer in Großbritannien verkauft. Der nutzte den Mazda nur selten – und nie bei Regen. In Vorbereitung auf die Auktion wurde der Mazda vom britischen Spezialisten Haywards Rotaries durchgecheckt.
Der Hammer fiel bei über einer Million Euro
Kleinere Gebrauchsspuren, vermutlich durch die installierten Kameras verursacht, und Labels des Filmstudios sind subtile Hinweise auf die The Fast and the Furios-Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die einem Fan offenbar sehr viel Geld wert war. Denn den angesetzten Schätzpreis von 333.855 bis 467.398 Euro konnte der RX-7 pulverisieren. Am Ende fiel der Hammer bei unglaublichen 1.057.887 Euro (911.000 britische Pfund) inklusive aller Gebühren. Damit dürfte dieses Exemplar der teuerste Mazda RX-7 weltweit sein – zumindest nach aktuellem Stand.
Fazit
Auch ich war riesiger The Fast and the Furious-Fan und erinnere mich noch gut daran, dass ich 2006 nicht sofort erkannt habe, welches Auto Han im Film fuhr. Der Mazda RX-7 Veilside ist eine Ikone und eines der coolsten Autos aus The Fast and the Furious, aber den Preis von über einer Million Euro finde ich schon sehr heftig!
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