Seit 2019 bietet Mazda mit dem Skyactiv X Motor den weltweit ersten Benziner mit Kompressionszündung an. Das Herz des Mazda3 und CX-30 ist bei den Fans beliebt und kam 2020 bei beiden Modellen in 42,3 Prozent aller Auslieferungen zum Einsatz.
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Jetzt haben die Japaner den Motor überarbeitet. Können die kleinen Stellschrauben die bisherigen Schwächen des Motors ausgleichen? AUTO BILD ist den neuen e-Skyactiv X als Handschalter in Mazda3 und CX-30 gefahren.

MAZDA E SKYACTIVE X
Zur Überarbeitung gibt es einen neuen Modellschriftzug.

24-Volt-Mildhybrid Technik für den Mazda-Motor

Mazda verpasst seinem Pionier-Motor ein Update und setzt bei ihm weiterhin auf ein 24-Volt-Mildhybrid-System. Der integrierte Startergenerator (ISG) kombiniert die Lichtmaschine und den Anlasser und kann dem Motor beim Beschleunigen zusätzliche Kraft spendieren. Außerdem speist er beim Verzögern die Hybridbatterie. Das System wurde zur Modellpflege neu abgestimmt. Alle Maßnahmen sorgen beim e-Skyactiv X für ein Plus von sechs PS auf dem Datenblatt, folglich erstarkt der Motor auf 186 PS. Auch das Drehmoment wurde angehoben – von 224 auf 240 Nm.

Mehr Fahrspaß für Mazda3 und CX-30

Die kleinen Anpassungen zeigen in der Praxis ein spürbar besseres Fahrverhalten. Der Antritt ist spritziger, das Drehmoment früher abrufbar. Bereits ab 2500 Umdrehungen liegt die Kraft deutlich spürbar an, bislang fehlte dem Motor unter 4000 Umdrehungen der Durchzug. Der Motorlauf ist in allen Situationen ruhig und ausgewogen, nur im Teillastbereich ist ein leichtes Nageln aus dem Motorraum zu vernehmen – ein Zeichen dafür, dass der Benziner gerade die Kompressionszündung nutzt. Das Geräusch ist charakteristisch für den Zweiliter-Motor und erinnert die Insassen an die neuartige Technologie im Motorraum.
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Im Cockpit ändert sich nichts. Hier bleiben beide Mazda (CX-30 im Bild) aufgeräumt und klar.

Das erhöhte Motordrehmoment steigert die Zugkraft zwischen den Gängen eins und fünf. Das macht den Motor spürbar leichtfüßiger und elastischer zu fahren, Spritsparen soll mit dem längeren sechsten Gang auf der Langstrecke klappen. Die neuen Kennzahlen machen sich vor allem beim Zwischenspurt bemerkbar, dabei lässt sich das Getriebe sehr präzise schalten, die richtige Gasse wird zu jedem Zeitpunkt auf Anhieb gefunden.

Fahrwerk weiterhin straff

Beim Fahrwerk unterscheiden sich Kompaktmodell und SUV nur durch den längeren Federweg. Während Hatchback und Limousine angenehm straff auf der Straße und in Kurven liegen, sind beim SUV etwas mehr Wankbewegungen zu spüren.
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Geschenkt, denn ohne direkten Vergleich fällt das im Alltag nicht auf. Im Innenraum ändert sich zum neuen Modelljahr nichts, die Verarbeitung ist weiterhin tadellos, das Cockpit aufgeräumt.

Skyactiv X-Motor soll mehr Sprit sparen

Ob Mazda3 oder CX-30, künftig verzichtet Mazda auf einen Dieselmotor in der Kompaktklasse. Gerade einmal rund drei Prozent der Kunden haben einen Diesel-Selbstzünder bestellt, Grund genug für die Japaner, die Motorisierung aus dem Programm zu nehmen. Kein Wunder, dass Mazda seinen Benzin-Selbstzünder im selben Atemzug verbessert.
MAZDA E SKYACTIVE X
Nach der ersten Fahrt lässt sich sagen: Die Überarbeitung tut dem Benzin-Selbstzünder spürbar gut.

Quell der neuen Leistung sind neben dem überarbeiteten Hybrid-System auch neue Kolben und ein angepasstes Verdichtungsverhältnis. Künftig greifen die Ingenieure auf ein Verhältnis von 15:1 anstelle der bisherigen 16,3:1 zurück. Alles im Namen eines niedrigeren Verbrauchs. Mazda gibt diesen kombiniert beim 3er mit 5,3 Liter auf 100 km an und beim CX-30 mit 5,6 Litern. Auf unserer Testfahrt zeigte der Bordcomputer im Mazda3 einen Durchschnittswert von 6,3 Litern an. Nicht repräsentativ, aber zumindest ein Anhaltspunkt. Ein ausgiebiger Test wird hier Klarheit bringen.

Fazit

Kleine Stellschrauben reichen manchmal aus, um einen Antrieb spürbar besser zu machen. Die Zukunft des technisch aufwendigen Benzin-Selbstzünders bleibt spannend, die Überarbeitung macht den Motor aber noch mal praxistauglicher.