Mechaniker beim 24h-Rennen am Nürburgring
Der Job am Schlagschrauber

ABMS war beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring dabei – als Mechaniker! Reporter Sönke Brederlow packte am Ford Focus von RLE International mit an.
- Sönke Brederlow
Das legendäre 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist als eines der härtesten Autorennen der Welt bekannt. Es gilt als Belastungsprobe für Fahrer und Maschine. Aber auch für die Mechaniker. Ich, AUTO BILD MOTORSPORT-Reporter Sönke Brederlow, war in diesem Jahr als Mechaniker dabei. Das Besondere: Der Ford Focus von RLE International wird ausschließlich von Studenten entwickelt und eingesetzt. In den letzten Tagen vor dem Rennen wurde fast Tag und Nacht gearbeitet. Voller Motivation und Ehrgeiz für ein gutes Ergebnis.

Die Boxencrew ist bereit für das Rennen
Anreise am Dienstag
Am Dienstag vor dem Rennen ging es los. Während ein Team in der Werkstatt in Köln die letzten Hangriffe am Ford Focus vornahm, war die restliche Crew bereits in der Eifel, um das Teamzelt einzurichten und die Box einzuräumen. Das Zuhause für die nächsten fünf Tage.

Zahlreiche Fans empfingen uns in Adenau
Ab Donnerstag wurde es schließlich ernst. Obwohl das Freie Training sowie die beiden Qualifyings nahezu problemlos ablaufen, gab es viel zu tun. Nach jeder Session wird das Rennauto kontrolliert, auf Schäden untersucht und für den nächsten Einsatz vorbereitet. Auf Wunsch der Fahrer werden Änderungen am Setup vorgenommen und das Fahrwerk neu vermessen.
Guter Start ins Rennen

Vier planmäßige Boxenstopps wurden absolviert
Nach einer guten Anfangsphase kam der Rennwagen plötzlich ohne Leistung in die Box: Der Turboschlauch war abgerissen. Als Mechaniker gibt es während des Rennens kaum eine Pause. Das Fahrzeug kann jederzeit zu einem unplanmäßigen Halt in die Box kommen. Rund 50 Minuten arbeiteten wir daran, den Schaden zu beheben. Dann ging der Ford unter dem Jubel der Umherstehenden wieder auf die Strecke.
Frühzeitiges Ende

Tolle Erfahrung: Mechaniker beim 24h-Rennen
Kurz bevor der Ford wieder repariert war, bekamen wir von der Rennleitung die schwarze Flagge. Einer unserer Fahrer war am frühen Abend mit überhöhter Geschwindigkeit durch eine Gelbphase gefahren. Das Rennen war für uns nach neun Stunden beendet. Die Enttäuschung groß, sogar Tränen flossen. Motorsport ist eben doch ein Teamsport.
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