Mercedes-AMG G 63: Tuning, Luftfahrwerk, Breitbau

Mercedes-AMG G 63: Tuning, Luftfahrwerk, Breitbau

Semislicks auf einem G 63! Ernsthaft?

Auf der SEMA 2019 wurde ein Mercedes-AMG G 63 mit Luftfahrwerk und Semislicks präsentiert. Cool oder lächerlich? Kommentar!
Dieser weiße Mercedes-AMG G 63 war einer der Hingucker auf der SEMA 2019! Auf dem Toyo Tires-Stand konnten Tuning-Fans das weiße Ungetüm mit Accuair-Luftfahrwerk, Rotiform-Felgen und Breitbau-Bodykit neben anderen Showcars bewundern. Redakteur Jan Götze erinnert die G-Klasse an einen getunten Golf aus den 80er-Jahren. Kommentar!
Ich bin G-Klasse-Fan! Egal, ob G 500 4x4, G Professional oder G 63 , ich liebe die Offroad-Legende und bin froh, dass Mercedes es mit der aktuellen Generation geschafft hat, die G-Klasse endlich auch fahrdynamisch in die Neuzeit zu holen. Anders als der Vorgänger fährt sich der neue G 63 auch bei über 200 km/h ruhig und sicher – auch Kurven sind kein Problem (mehr). Das dürfte bei dem getunten G von der SEMA etwas anders aussehen!

Kein Bashing, aber eine klare Meinung

Das Bodykit mit XXL-Seitenschweller und Sidepipes passt gar nicht zum Design des G 63.

Vorweg nochmal ganz klar: Natürlich geht es beim Tuning selten um Sinn und viel mehr um Selbstverwirklichung. Frei nach dem Motto: Erlaubt ist, was gefällt! Insbesondere in den USA ist noch deutlich mehr erlaubt, denn dort gibt es wenig bis gar keine Regeln beim Tuning und irgendwie muss man zwischen vier Meter hohen Pick-ups und total verrückten Hot Rods ja auch auffallen. Mit Sicherheit gibt es viele Tuning-Fans, denen dieser G 63 mega gut gefällt und das ist auch völlig okay. Gleichzeitig sollte aber auch akzeptiert werden, wenn ich diesen AMG einfach nur peinlich finde. Das ist kein Bashing, sondern einfach nur meine Meinung!
Wenn ich mir den vom US-Tuner Sadistic Iron Werks umgebauten AMG so anschaue, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Da wäre zum Beispiel das Accuair-Luftfahrwerk, durch das der eigentlich geländetaugliche G 63 fast auf dem Boden liegt, aber um Sinn geht es hier ja nicht. Hinzu kommt das Selfmade-Bodykit mit XXL-Seitenschweller inklusive Sidepipe-Ausschnitt, das mit den ultra-weit ausgestellten Radhäusern einfach nicht zum G 63 passt und auch qualitativ nicht besonders hochwertig aussieht.

Semislicks auf einem 2,5-Tonnen-SUV

Eine gewisse Ähnlichkeit ist vorhanden: Kotflügel-Verbreiterungen und die kleinen Felgen.

Immerhin: Die Rotiform-HVN-Felgen gefallen mir richtig gut, nur eben nicht auf dem G 63. Die kupferfarbenen 20-Zoll-Räder (315/30 ZR20 vorne und 325/30 ZR20) sehen durch die massive Tieferlegung zu klein aus für die mächtige G-Klasse. So erinnert mich der weiße Benz an den Tuning-Trend aus den 80er- und 90er-Jahren, als Golf & Co reihenweise mit 13-Zoll-Tiefbettfelgen herumfuhren. Und habt ihr euch den G 63 in der Frontansicht angeschaut? Die Räder stehen einen gefühlten halben Meter aus den Radhäusern und durch den Sturz sieht es aus, als habe der G 63 einen Achsbruch. Für den perfekten Tuning-Look fehlt nur noch der "dapper"-Aufkleber auf der Windschutzscheibe.
Die absolute Krönung sind allerdings die Reifen: Die Rotiform-Felgen sind mit Toyo Proxes R888R bestückt. Semislicks auf einem knapp 2,5 Tonnen schweren SUV? Ernsthaft? Ich verstehe ja, dass der G 63 mit Toyo-Reifen ausgestattet sein sollte wenn er auf dem entsprechenden Stand präsentiert wird, aber Semislicks sind wirklich zu viel des Guten. Klar, der AMG ist ein echter Eyecatcher, aber ich feier den Benz gar nicht, und würde viel lieber einen serienmäßigen G 63 fahren!

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