Mercedes-AMG wird in den USA verklagt
Ein überhitztes AMG-Sitzlogo soll zwei Fahrer "gebrandmarkt" haben

Ein heißes Auto im Sommer kennt jeder. Doch bei zwei Mercedes-AMG-Fahrern soll ein Sitz-Logo so heiß geworden sein, dass es Verbrennungen gab. Jetzt geht's vors Gericht.
Bild: Mercedes-Benz AG
Wer im Hochsommer schon mal auf schwarze Ledersitze im Auto geklettert ist, kennt das Gefühl: Man zuckt zusammen, springt auf und fragt sich kurz, ob man sich gerade verbrannt hat. Dasselbe gilt für die Berührung mit einem heiß gewordenen Anschnallgurt. Dass aufgeheizte Metallteile im Auto unangenehm werden können, überrascht niemanden. Doch genau daraus ist in den USA jetzt eine Klage gegen Mercedes entstanden.
AMG-Logo soll Verbrennungen verursacht haben
Zwei Besitzer von Mercedes-AMG-Modellen werfen dem Hersteller vor, dass ein AMG-Logo aus Metall in den Sportsitzen so heiß geworden sei, dass es Verbrennungen auf der Haut verursacht habe. Die Sammelklage wurde kürzlich in Kalifornien eingereicht. Denn laut den Klägern handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall, sondern um einen generellen Konstruktionsfehler.
Einer der Kläger, der Fahrer einer Mercedes-AMG E-Klasse aus dem Baujahr 2026, soll sich Ende Mai beim Einsteigen sogar Verbrennungen zweiten Grades zugezogen haben. Er trug laut Klageschrift ein Tanktop, wodurch seine Haut direkt mit dem AMG-Emblem in Kontakt kam. Ein Dermatologe dokumentierte anschließend Verbrennungen ersten und zweiten Grades. Besonders kurios: Die Verletzung soll tatsächlich die Form des AMG-Schriftzugs getragen haben.
Wenige Wochen später soll sich ein ähnlicher Vorfall bei einer weiteren AMG-Fahrerin ereignet haben. Nachdem sie ihr Fahrzeug in der Sonne geparkt hatte, habe ihre Schulter beim Einsteigen das Metall-Logo berührt. Auch hier soll sich anschließend eine deutlich sichtbare, AMG-förmige Brandverletzung entwickelt haben.
Darum geht es in der Klage
Im Mittelpunkt der Klage steht weniger das Material selbst als dessen Platzierung. Die Kläger argumentieren, dass das erhabene Metall-Logo genau dort sitzt, wo Rücken, Schulter oder Nacken zwangsläufig mit dem Sitz in Berührung kommen können. Dadurch entstehe ein unnötiges Verletzungsrisiko, wenn sich das Fahrzeug in der Sonne aufheizt.

So kurios die Geschichte klingen mag: Das AMG-Logo ist in den Sitzen teilweise ungünstig platziert.
Bild: Mercedes-Benz Group AG
Die beiden Kläger fordern daher die Übernahme von Behandlungskosten sowie Schadenersatz für erlittene Schmerzen und seelisches Leid. Außerdem soll Mercedes die Kosten für den Ausbau oder die Entfernung der betreffenden Sitz-Embleme bei betroffenen Fahrzeugen übernehmen.
Heißes Thema für Mercedes
Ob die Klage Erfolg haben wird, ist derzeit völlig offen. Auch Mercedes hat sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen öffentlich geäußert.
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