... kann das weg? Wenn von seltenen Mercedes die Rede ist, denken viele an den 500 E oder einen AMG. Doch bei einer Auktion von Broad Arrow steht jetzt ein Auto zum Verkauf, das selbst eingefleischte Mercedes-Fans vermutlich noch nie gesehen haben: ein 1984er Mercedes 190 E mit seltenem Schulz-Getzke-Breitbau. Laut Auktionshaus sollen nur vier Exemplare entstanden sein. Und die exotische Optik ist sicherlich nicht für jeden etwas.
ANZEIGE
Neuwagen kaufen
Carwow PkwSpare im Durchschnitt 8.100€!*
Ein Service vonCarwow Logo

Einfach zum neuen Auto!

Transparente Preise

Vertrauenswürdige Händler

Angebote aus deiner Nähe

Stressfrei & ohne Verhandeln

* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.
Der außergewöhnliche 190er stammt aus der Sammlung "The Patina Collective", einer Kollektion von Mercedes-Klassikern und Youngtimern. Daraus werden bei der Auktion 40 Fahrzeuge versteigert.
Mercedes 190 E Schulz-Getzke Widebody
Schwierige Entscheidung: Ist der Umbau an Front oder Heck extremer ausgefallen?
Bild: Broad Arrow Auctions
In den 1980er-Jahren war die deutsche Tuningszene deutlich vielfältiger als heute. Neben AMG sorgten zahlreiche kleinere Spezialisten für spektakuläre Umbauten. Einer davon war Schulz-Getzke, ein Unternehmen, das sich auf den Mercedes W 201 spezialisiert hatte. Der jetzt angebotene 190 E trägt einen besonders auffälligen Breitbau-Kit: Breite Kotflügel, markante Seitenschweller und eine deutlich bulligere Optik verwandeln den eigentlich eher zurückhaltenden Baby-Benz in einen exotischen DTM-Rennwagen.
Bei genauem Hinsehen fallen jedoch einige unsaubere Veränderungen auf. Zum Beispiel, wenn man die Vordertüren mit den Hintertüren vergleicht – hier ist der Übergang direkt über dem Schweller nicht stimmig. Auch die Seitenspiegel stechen negativ ins Auge. Sie brechen nicht nur stilistisch mit der restlichen Optik des Benz, auch die Farbe passt nicht zum Gesamtkonzept.

SEC-Front, BBS-Räder und Heckflügel

Beim Breitbau ist es nicht geblieben. Der Wagen erhielt zusätzlich eine Frontpartie im Stil des damaligen SEC-Coupés, mehrteilige 15-Zoll-BBS-Felgen, einen Heckspoiler sowie einen Dachkantenspoiler. Dazu kommt ein Momo-Holzlenkrad im Innenraum. Ursprünglich wurde der Mercedes im November 1983 gebaut und verließ das Werk in Braun mit beigem Interieur. Später erfolgte der Umbau zum heutigen Auftritt mit silberner Lackierung und schwarzer Lederausstattung.
Mercedes 190 E Schulz-Getzke Widebody
Ein klassisches Momo-Lenkrad rundet den extrovertierten Look im Innenraum ab.
Bild: Broad Arrow Auctions
Ausgeliefert wurde der Wagen ursprünglich nach München. 1985 gelangte er nach Norwegen und blieb dort den Unterlagen zufolge mehr als zwei Jahrzehnte. Erst um 2007 herum verlor sich seine Spur wieder. 2025 wurde der außergewöhnliche Breitbau-Mercedes schließlich Teil der Sammlung "The Patina Collective" in Florida. Dort reiht er sich zwischen zahlreichen weiteren seltenen Mercedes-Klassikern ein, die nun ohne Mindestpreis versteigert werden.

Was kostet ein Schulz-Getzke heute?

Die Schätzung von Broad Arrow liegt bei 45.000 bis 55.000 Dollar. Für einen normalen 190 E wäre das eine stolze Summe. Doch normale 190er gibt es viele – einen Schulz-Getzke-Breitbau dagegen offenbar kaum. Das Auktionshaus geht davon aus, dass insgesamt nur vier Fahrzeuge dieser Art entstanden sind.