Mercedes-Benz GLK: Gebrauchtwagen

So gut ist der Mercedes GLK

Der Mercedes GLK fährt zuverlässig und zieht ordentlich. Außerdem kann er Gelände. Schwächen leistet er sich wenige. AUTO BILD kennt interessante Angebote und sagt, wo man vor dem Kauf hinschauen sollte.
Manchmal fragt man sich, warum Autohersteller bestimmte Modelle einstellen. Der von 2008 bis 2015 gebaute Mercedes GLK ist so ein Fall. Die kantige Hommage an die G-Klasse gilt als äußerst solide, schlägt sich im Alltag richtig gut und kann sogar ein bisschen Gelände. Der TÜV-Report weiß viel Gutes zum GLK zu berichten, im Dauertest bei AUTO BILD hat ein Exemplar gut performt und die Gebrauchtwagentests gehen ebenfalls positiv aus. Perfekt ist der GLK nicht, aber wer vor dem Kauf genau hinsieht, bekommt einen sorgenfreien Begleiter für viele Kilometer. AUTO BILD sagt, worauf man achten muss. Hier zunächst drei Angebote aus dem Gebrauchtwagenmarkt:
In Neuss (NRW) wird aktuell ein GLK 220 CDI aus dem Jahr 2012 angeboten. Der Wagen hat Teilleder, ist unfallfrei und scheckheftgepflegt und soll 17.990 Euro kosten. In Aachen steht ein roter GLK 250 Blue Tec zum Verkauf. Der 204 PS starke Benz stammt aus dem Jahr 2013 und hat 117.000 Kilometer runter. Der Händler ruft 19.790 Euro auf.

Gebrauchtwagen mit Garantie

19.480 €

Mercedes-Benz GLK 250 , Diesel

117.000 km
150 kW (204 PS)
04/2013
Mercedes-Benz GLK 250 , Diesel +

52078 Aachen, Moll Automobile GmbH & Co. KG

Zum Inserat
Diesel, 6.1 l/100km (komb.) CO2 159 g/km*
In Reinbek bei Hamburg (Schleswig-Holstein) wird ebenfalls ein GLK 220 CDI in Tenoritgrau verkauft. Er ist bisher 96.750 Kilometer gelaufen, wird als scheckheftgepflegt und unfallfrei beschrieben und kostet 20.390 Euro.

Der GLK wird nicht geschont und glänzt trotzdem beim TÜV

Die Prüfbilanz des Mercedes GLK stimmt. Die Karosse ist übersichtlicher als man denken könnte.

Die TÜV-Prüfer sind mit dem Mercedes GLK sehr zufrieden. Das Mittelklasse-SUV erinnert optisch an das legendäre G-Modell. Seiner Karosserie fehlen schwülstige Rundungen, das macht den Daimler auch ohne Kamera-Unterstützung angenehm übersichtlich. Die technische Basis lieferte die Mercedes C-Klasse W 204. GLK 220 CDI und 250 BlueTec erfüllen dank Harnstoffeinspritzung die Schadstoffnorm Euro 6 und sind daher von Fahrverboten nicht betroffen. Fünf Erwachsene reisen an Bord des GLK bequem. 450 Liter Volumen bietet der Kofferraum so. Klappt man die Rückbank um, werden daraus 1550 Liter. Die verwendeten Materialien und die Verarbeitungsqualität gelten als sehr gut. Ein Offroad-Technik-Paket sorgt auf Wunsch für mehr Traktion. Mit ihm wird der GLK nicht zum Hardcore-Kraxler, er meistert aber schlammige Waldwege mit Leichtigkeit. Der Fahrkomfort stimmt, die satte Dämmung hält Geräusche erfolgreich aus dem Innenraum fern und als Zugpferd darf der GLK bis zu 2,4 Tonnen ziehen. Die vier Prüfkapitel des TÜV schließt der GLK auch nach ein paar Jahren noch beinahe ohne Makel ab. Weil viele Autos mit Automatikgetriebe ausgerüstet sind, schwächelt manchmal die selten genutzte Feststellbremse. Und neunjährige GLK kleckern auch mal mit Öl.

Nur ein Patzer vermasselte dem GLK ein Spitzen-Ergebnis

Im Dauertest erwies sich der GLK als Mercedes alter Schule und dieselte fast problemlos dahin.

Im Dauertest bei AUTO BILD zeigte sich ein GLK 220 CDI als Mercedes alter Schule. Er absolvierte die beinharten 100.000 Kilometer im täglichen Einsatz beinahe problemfrei, dieselte kraftvoll vor sich hin und betörte die Redaktion mit seinem Fahrkomfort. Die Passagiere steigen bequem ein, sie sitzen hoch und in entspannter Haltung auf hervorragenden Polstern. Der Mercedes ist kompakter, als er auf den ersten Blick aussieht. Durch Autobahnbaustellen und enge Wohnstraßen quetschte er sich behände durch. Im Winter konnte der Dauertester die Stärken seines Allradantriebs ausspielen. Musste ein Anhänger von einer matschigen Wiese gezogen werden, war der GLK die erste Wahl. Auch Punktabzug gab es, aber zunächst nur für Kleinigkeiten. Einige Tester wünschten sich ein verstellbares Fahrwerk, andere kritisierten die kleinen, tief liegenden Tasten der Heizzentrale, die im Winter nur sehr langsam in die Gänge kam. Der Selbstzünder unter der Haube meldete sich morgens deutlich vernehmbar zum Dienst und die Automatik zuckte und rupfte den gesamten Testzeitraum hindurch. Erst das Facelift schaffte da Abhilfe. Seine Top-Bilanz vermasselte dem roten GLK am Ende nur ein einziger Patzer. Kurz vor Testende gab die Wasserpumpe ihren Geist auf und der Benz entwickelte laut Anzeige einen unstillbaren Durst nach Kühlmittel. Leserzuschriften ergaben, dass der Testwagen da kein Einzelfall war. Daher sollten Alter und Zustand der Wasserpumpe vor dem Kauf überprüft werden.     

Ein genauer Blick auf die Wartungshistorie muss sein

Die Verwandtschaft zur C-Klasse W 204 hat viele Vor-, aber im unglücklichen Fall auch einen Nachteil.

Auch im Gebrauchtwagentest weiß der GLK zu überzeugen. Allerdings kommen potenzielle Interessenten um eine ausgiebige Probefahrt und einen genauen Blick auf die Wartungshistorie nicht herum. Die Probefahrt sollte klären, ob die Automatik beim Schalten ruckt, wenn der Wagen gemächlich an der Ampel losrollt. Wenn ja, sollte zu einem anderen GLK gegriffen werden. Es gibt genug Auswahl und eine ruckende Automatik kann entweder auf altes Automatiköl wie auch auf deutlich größere Probleme hinweisen. Das Öl lässt sich relativ problemlos tauschen, alles andere wird nervig und teuer. Der Blick in die Wartungshistorie muss bei GLK 220 CDI und 250 CDI/Blue Tec sein. Beide haben den OM651-Diesel aus dem Mercedes-Regal unter der Haube. Und der fiel mit Ausfällen und Undichtigkeiten seiner Injektoren negativ auf. Insider gehen zwar davon aus, dass Mercedes inzwischen sämtliche betroffenen Motoren auf standfeste Injektoren umgerüstet hat, doch clevere Käufer prüfen das. Wer diese Tipps beherzigt, hat die Chance auf ein richtig gutes SUV. Es soll zahlreiche Erstbesitzer geben, die so zufrieden waren, dass sie sich kurz vor Produktionsende noch einen modellgepflegten GLK sicherten, um nicht auf den Nachfolger Mercedes GLC umsteigen zu müssen.

*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und gegebenenfalls zum Stromverbrauch neuer Pkw können dem "Leitfaden über den offiziellen Kraftstoffverbrauch" entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der "Deutschen Automobil Treuhand GmbH" unentgeltlich erhältlich ist (www.dat.de).

Stichworte:

SUV Mittelklasse-SUV

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