Jetzt ist der CLA dran! Ein paar Monate nach A- und B-Klasse spendiert Mercedes auch CLA und CLA Shooting Brake eine Modellpflege. Angesetzt wird vor allem bei der Motorenpalette und der Serienausstattung. Die optische Überarbeitung fällt eher behutsam aus, was jedoch wenig überraschend ist!
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LED-Scheinwerfer ab sofort Serie

Die zweite Generation des Mercedes CLA (intern C 118 / X 118 genannt) wurde im Januar 2019 auf der CES in Las Vegas präsentiert und sieht auch vier Jahre später noch modern aus. Kein Wunder also, dass es Mercedes bei dezenten Veränderungen belässt. Die auffälligsten Unterschiede zum Vorfaceliftmodell sind der Kühlergrill mit sogenanntem "Star Pattern" also vieler kleiner Mercedes-Sterne anstelle des bisher bekannten Diamantgrills und eine neue Leuchtgrafik. Beides Punkte, die wir bereits vom A-/B-Klasse-Facelift kennen. Anders als bei den Kompakt-Geschwistern wird der CLA allerdings serienmäßig mit "LED High Performance"-Scheinwerfern ausgestattet, während A- und B-Klasse ab Werk mit längst überholten Halogen-Varianten ausgeliefert werden.
Mercedes-Benz CLA 250 e Shooting Brake
Auch die praktische Shooting Brake-Version erhältlich ein Facelift. Die Änderungen sind identisch zur Limousine.
Bild: Daimler AG

Außerdem wird die Frontschürze behutsam überarbeitet und auch die LED-Rückleuchten von Limousine und Shooting Brake bekommen eine neue Grafik. Abgerundet wird das Optik-Kapitel von zusätzlichen Felgendesigns (Serie sind 17-Zoll) und den neuen Farben "Spektralblau" und "Hyperblau". Letztere gibt es exklusiv für den CLA.

Aufgeräumte Mittelkonsole im Innenraum

Wenig überraschend orientiert sich der CLA auch beim Innenraum-Update an der A-Klasse und so ist das Layout identisch. Das Multimedia-Display misst jetzt serienmäßig 10,25 Zoll (vorher waren es 7 Zoll). Das Display vor dem Fahrer ist weiterhin 7 Zoll groß, kann gegen Aufpreis aber gegen einen 10,25-Zoll-Bildschirm getauscht werden, sodass eine Widescreen-Optik entsteht. Selbstredend ist die neueste MBUX-Generation inklusive des bekannten Zero-Layer-Konzepts und dem überarbeiteten Sprachassistenten "Hey Mercedes" an Bord. 
Mercedes-Benz CLA 250 e Coupé
Den überarbeiteten Innenraum kennen wir bereits vom Facelift der A- und B-Klasse.
Bild: Daimler AG

Die Bedienung erfolgt jetzt ausschließlich über die hervorragende Sprachbedienung oder über den Touchscreen, denn die Mittelkonsole wurde stark überarbeitet. Trackpad und Schnellwahltasten wurden, wie bei A- und B-Klasse, eingespart. Dafür wurde die Serienausstattung von CLA und CLA Shooting Brake verbessert. Komfortsitze, Lederlenkrad der neuesten Generation (optional erstmals auch beheizt), Fernlicht-Assistent, Rückfahrkamera und das USB-Paket sind serienmäßig an Bord.

Alle Benziner mit 48-Volt-Bordnetz

Die größte Veränderung betrifft die Motorenpalette, denn mit der Modellpflege sind alle Benzinmotoren des CLA teilelektrifiziert. Genau wie bei der A-Klasse gibt es in Zukunft ausschließlich Mildhybride inklusive 48-Volt-Bordnetz und Riemen-Starter-Generator. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Handschaltung entfällt.
Angeboten wird die CLA Limousine mit vier Benzinern (CLA 180, CLA 200, CLA 220 4Matic und CLA 250 4Matic), drei Dieseln (CLA 180 d, CLA 200 d und CLA 220 d) und einem Plug-in-Hybridantrieb (CLA 250 e), während der CLA Shooting Brake mit drei Benzinern (CLA 180, CLA 200 und CLA 250 4Matic), drei Dieseln (CLA 180 d, CLA 200 d und CLA 220 d) und einem Plug-in-Hybridantrieb (CLA 250 e) erhältlich sein wird. 
Auch beim Plug-in-Hybrid gibt es etwas Neues. Der CLA 250 e hat zwar auf dem Papier die gleiche Systemleistung wie bisher (218 PS), doch die Triebstrangleistung des Elektromotors konnte um 5 kW auf 80 kW erhöht werden.
Mercedes-AMG CLA 35 4MATIC Shooting Brake
Mit dem neuen Panamericana-Kühlergrill sieht der Mercedes-AMG CLA 35 4Matic deutlich aggressiver aus.
Bild: Daimler AG

Doch das ist noch nicht alles, denn auch die AMG-Versionen des CLA erhalten natürlich ein Facelift. Der CLA 35 4Matic mutiert mit der Modellpflege ebenfalls zum Mildhybrid, zwar bleibt die Leistung auf dem Papier mit 306 PS und 400 Nm maximalem Drehmoment gleich, allerdings kann der Mildhybrid beim Anfahren mit 10 kW unterstützen. Dank Allradantrieb 4Matic und dem neuen Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe AMG Speedshift DCT 8G (zuvor 7G) beschleunigt der CLA 35 in 4,9 Sekunden auf 100 km/h.
Beim Mercedes-AMG CLA 45 S 4Matic+ bleibt es beim bekannten Zweiliter-Vierzylinder-Turbo mit 421 PS und 500 Nm maximalem Drehmoment. Der Sprint auf 100 km/h ist nach 4,1 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 270 km/h abgeregelt.

Auch die AMG-Versionen bekommen ein Facelift

Während der CLA 35 umfangreich überarbeitet wird, gibt es vom 421 PS starken CLA 45 S das zeitlich limitierte Sondermodell AMG Street Style Edition.
Schauen wir uns zuerst den "kleinen" AMG an. Mit der Modellpflege erhalten CLA 35 4Matic Limousine und Shooting Brake den Panamericana-Kühlergrill mit senkrechten Streben, was sie im Rückspiegel deutlich aggressiver wirken lassen dürfte. Die Leuchtgrafiken vorne wie hinten werden analog zu den normalen Modellen angepasst, außerdem stehen für den CLA 35 drei neue Felgendesigns zur Wahl. Serie sind 18-Zoll-Räder.
Mercedes-AMG CLA 45 S 4MATIC+ Coupé
Den CLA 45 S 4Matic+ gibt es als zeitlich limitiertes Sondermodell Street Style Edition sowohl als Limousine als auch als Shooting Brake.

Bild: Daimler AG

Ganz neu und erstmals mit dem C 63 S E Performance eingeführt – die runde AMG-Plakette anstelle des Mercedes-Stern oberhalb des Kühlergrills. Hierbei handelt es sich um ein kleines Detail, das nach und nach auf alle neuen AMG-Modelle ausgeweitet wird.

CLA 45 S 4Matic+ als Sondermodell

Damit der CLA 45 S 4Matic+ bei der Modellpflege nicht zu kurz kommt, gönnt Mercedes dem CLA pünktlich das für ein Jahr erhältliche Sondermodell CLA 45 S AMG Street Style Edition. Zu erkennen ist es an der Lackierung in "Mountaingrau Magno" und der auffälligen Folierung mit riesigen AMG-Schriftzügen auf den Türen und orangen Akzenten.

Den Innenraum der AMG Street Style Edition dominieren orange Akzente, die an den 730 PS starken GT Black Series erinnern sollen. In die Kopfstützen der AMG Performance-Sitze der ersten Generation ist der CLA 45 S-Schriftzug eingestickt und alle Nähte leuchten orangen.
Der Innenraum beider AMG-Versionen wird durch das neue AMG Performance-Lenkrad inklusive der bekannten Display-Tasten aufgewertet. Das Lenkrad ist Serie und kann gegen Aufpreis mit Alcantara im Griffbereich bestellt werden. Die runden Lenkradtasten sehen nicht nur gut aus, sie helfen auch bei der Schnellauswahl der Fahrmodi.
Mercedes-AMG CLA 35 4MATIC Coupé
Das AMG Performance-Lenkrad mit zwei Touchknöpfen ist bei den AMG-Modellen serienmäßig an Bord.
Bild: Daimler AG

Die bekannten AMG Performance-Sitze der ersten Generation sind bekannt und bedurften keiner Aufwertung. Neu ist allerdings, dass die Sportsitze auch in der Farbe "Sage Grey" geordert werden können.

Ziehen die Preise so heftig an wie bei der A-Klasse?

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt Mercedes weder zu den Preisen, noch zum Marktstart Auskunft. Erfahrungsgemäß sind die aufgewerteten Modelle aber kurz nach der Präsentation bereits bestellbar. Beim Marktstart würden wir auf Q2 2023 tippen.
Interessant wird es bei den Preisen. Aktuell ist ein CLA 180 mit 136 PS und Handschaltung ab 34.694 Euro und ein CLA 180 Shooting Brake ab 35.432 Euro zu haben. Orientiert sich der CLA auch bei der Preisgestaltung an der A-Klasse so dürften die Basispreise in Zukunft bei über 40.000 Euro liegen, denn mit dem Facelift stieg der Basispreis des A 180 von 29.851 auf 36.866 Euro und somit um 7000 Euro an.