Mercedes CLC Shooting Brake: Vorschau
Kompaktes Kombi-Coupé von Mercedes

Mercedes macht seine Minis munter: Nach A-Klasse, B-Klasse, Mini-SUV und viertürigem Coupé planen die Schwaben einen kompakten Shooting Brake. Im Herbst 2013 ist es soweit.
- Georg Kacher
Aller guten Dinge sind drei. Im Allgemeinen nur ein Sprichwort, im besonderen Fall von A-/B-Klasse aber Pflichtprogramm. Mercedes muss mit der dritten Auflage seiner Minis endlich Geld verdienen – und harte Konkurrenz wie Mini, 1er, A3 und Golf abwehren. Deshalb wird die nächste Generation komplett umgestaltet: • Klassische Karosseriestruktur statt doppelten Bodens • Sparsamere und stärkere Maschinen • Allradantrieb als Option • Doppelkupplungs-Getriebe statt Automatik • Brennstoffzelle und Elektroantrieb in Planung • Fünf statt zwei Karosserien. Seit dem Startschuss gelten als gesetzt: Fünftürer, CLC Coupé, BLK Crossover und die B-Klasse mit Hochdach-Optik. Jetzt steht eine weitere Version kurz davor, vom Vorstand durchgewinkt zu werden. Die Rede ist vom CLC Shooting Brake mit dem Kürzel X117.
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Bild: Larson
Ebenfalls fix eingeplant ist die Brennstoffzelle, die mit einem kompakten Elektromotor verblockt ist. Der Zeitplan für die Einführung dieser Varianten steht noch nicht fest, doch vor Ende 2014 dürfte sich wenig tun, denn der X117 kommt erst im September 2013 als letzter Vertreter der neuen Mercedes-Frontantriebs-Architektur (MFA) auf den Markt. Aus französischer Fertigung stammen die Motoren der Einstiegsmodelle. Die Aggregate werden zwar nach MB-Vorgaben überarbeitet, doch die Grundarchitektur hat Renault definiert. Dabei handelt es sich um folgende aufgeladene Vierzylinder-Direkteinspritzer: • CLC 150 CGI, 1.2/109 PS • CLC 160 CGI, 1.4/136 PS • CLC 160 CDI, 1.6/122 PS Darüber rangieren vier Varianten mit Motoren made in Germany: • CLC 180 CGI, 1.6/156 PS • CLC 200 CGI, 2.0/204 PS • CLC 180 CDI, 1.8/136 PS • CLC 200 CDI, 2.2/170 PS Auf der Warteliste stehen der 204 PS starke CLC 220 CDI und ein besonders potenter AMG-Ableger.
Für den CLC 22 AMG sind ein aufgeladener Vierzylinder mit 272 PS und serienmäßig der 4Matic-Allradantrieb vorgesehen. Nein, hier kommt weder ein Turbo noch ein Kompressor zum Zug. Sondern der Hyprex Druckwellenlader, der besonders rasch ansprechen und schon bei niedrigen Drehzahlen richtig zur Sache gehen soll. Wegen Kapazitätsproblemen wird der CLC Shooting Brake möglicherweise in Brasilien, eventuell aber auch in China gebaut. Und wenn sich Mercedes dazu durchringt, mit dem Dreitürer auch die sechste MFA-Spielart abzusegnen, wird es in den Werken noch enger. Doch wer in diesem Segment Geld verdienen will, braucht hohe Stückzahlen.
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