Mercedes CLS 500 Shooting Brake: Gebrauchwagenangebot
Dieser V8-Kombi ist (fast) zu schade zum Beladen

400 PS starker V8, viel Platz und eine einzigartige Ausstattung: Dieser Mercedes CLS 500 Shooting Brake ist das Auto der Weltpremiere im Jahr 2012!
Bild: Klassische Automobile und mehr
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Dieser Mercedes ist ein Star! Na ja, zumindest stand er vor vielen Jahren auf einer Bühne. Denn der hier angebotene CLS 500 Shooting Brake ist exakt das Auto, das im Juli 2012 in der Mercedes-Benz World in Brooklands enthüllt wurde. Aktuell steht das Auto von der Weltpremieren-Feier zum Verkauf!
Angeboten wird der in dieser Ausstattung einmalige CLS Shooting Brake vom Händler "Klassische Automobile und mehr" in Wesel (NRW). Doch bevor wir uns dem edlen Kombi im Detail widmen, werfen wir gemeinsam einen kurzen Blick auf die Historie, denn der CLS Shooting Brake ist per se schon ein besonderes Auto.
Zwischen 2012 und 2018 wollte Mercedes herausfinden, ob oberhalb des beliebten und vor allem praktischen E-Klasse T-Modells noch Platz für einen zusätzlichen, besonders stilvollen Kombi wäre. Einige Jahre später wissen wir: Der CLS Shooting Brake hat zwar seine Fans, wirklich durchsetzen konnte er sich aber nicht.

Mit nur 1,41 Metern Höhe ist der CLS Shooting Brake für einen Kombi sehr flach geraten.
Bild: Klassische Automobile und mehr
Eine Kombiversion des CLS gab es ausschließlich von der zweiten Generation des CLS (X 218) – weder der Vorgänger noch der Nachfolger wurden als Shooting Brake angeboten. Die Motorenpalette reichte vom CLS 220 d (anfänglich 250 CDI) mit mageren 170 PS bis zum AMG-Topmodell CLS 63 S 4Matic mit standesgemäßen 585 PS (zuvor 525 PS).
Trotz einer Länge von knapp fünf Metern verliert er aufgrund seiner eleganten Dachlinie im direkten Vergleich zur Kombiversion der E-Klasse etwas an Ladevolumen. 590 bis 1550 Liter Kofferraum dürften aber für die meisten Shoppingtrips ausreichen. Vorausgesetzt, man bringt es übers Herz etwas auf dem sündhaft teuren Ladeboden aus Kirschbaumholz abzustellen. Für den maritimen Look wurden Furnierblätter in Handarbeit in mehreren Schichten verleimt und verpresst.

Der Kofferraumboden aus Kirschbaumholz wurde in Handarbeit gefertigt und kostete exakt 4700,50 Euro Aufpreis. Mittlerweile ist ein Holz-Ladeboden für die G-Klasse erhältlich.
Bild: Klassische Automobile und mehr
Dieses Extra gab es seinerzeit exklusiv für den CLS Shooting Brake. Es wurde jedoch nur äußerst selten bestellt, was sicherlich auch am Aufpreis von 4700 Euro lag. Für das Weltpremieren-Fahrzeug wurde das edle Feature selbstverständlich angekreuzt.
Doch das war erst der Anfang, denn schließlich wollte Mercedes 2012 zeigen, was möglich ist und so wurde das Ausstellungsfahrzeug mit zahlreichen Designo-Optionen versehen. Da wäre zum Beispiel die Lackierung in "Designo Allanitgrau Magno" (Farbcode 044), die mit einer Lederausstattung in "Designo Platinweiß" kombiniert wurde. Außerdem erhielt der CLS Zierteile in Klavierlackschwarz/Carbon und einen Dachhimmel in "Designo schwarz". Das AMG Optikpaket und die seltenen 19-Zöller gehen fast schon als Ehrensache durch.
Genauso übrigens wie der Fakt, dass man sich seitens Mercedes dazu entschied, das Topmodell (unterhalb des AMG) und keinen CLS 250 CDI oder CLS 350 auszustellen. Wem der CLS 63 Anfang der 2010er-Jahre etwas zu dick aufgetragen hat, der konnte im CLS 500 dennoch in den Genuss eines V8 kommen. Egal ob Vormopf oder Mopf, im CLS 500 arbeitet stets der M 278 getaufte 4,7-Liter-V8-Biturbo mit 408 PS und 600 Nm Drehmoment. Unterschiede gab es lediglich beim Getriebe. Während frühe Autos auf die 7G-Tronic setzten, kam später die 9G-Tronic zum Einsatz (zuerst bei den Varianten mit Hinterradantrieb, später auch bei den 4Matic-Modellen).

Angesichts von knapp 90.000 Kilometern macht der CLS 500 auf den Fotos einen gepflegten Eindruck. Auch das Designo-Leder in "Platinweiß" sieht nicht abgenutzt aus.
Bild: Klassische Automobile und mehr
Beim hier angebotenen CLS 500 Shooting Brake aus dem Jahr 2012 handelt es sich um ein Exemplar mit Hinterradantrieb, wovon laut des Händlers im Jahr 2025 lediglich 131 Stück in Deutschland zugelassen waren. Unter diesen Autos dürfte der hier gezeigte Shooting Brake mit hoher Wahrscheinlichkeit das außergewöhnlichste Exemplar sein.
Mit drei Vorbesitzern und einer vergleichsweise niedrigen Laufleistung von 89.100 Kilometern soll der einzigartige Mercedes CLS 500 Shooting Brake aktuell 34.900 Euro kosten, was angesichts des scheinbar guten Zustands ein fairer Preis ist. Insgesamt ist die Auswahl an CLS Shooting Brake überschaubar, speziell die 500er sind selten. Die Preise starten bei knapp 20.000 Euro für Autos mit rund 200.000 Kilometer Laufleistung, gepflegte Exemplare sind teurer.
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