Mercedes GLE: MBUX-Check

Drei wichtige MBUX-Features im neuen GLE

Intelligentes Interieur, Einbindung des Beifahrers, erweiterte Sprachsteuerung: AUTO BILD erklärt die neuen Features des MBUX im Mercedes GLE!

AUTO BILD-Redakteur Robin Hornig (l.) zusammen mit Georges Massing, dem MBUX-Verantwortlichen.

MBUX kann jetzt noch viel mehr. Das clevere Bediensystem brachte 2017 schon viele in der neuen Mercedes A-Klasse zum Staunen. Die neueste Version der "Mercedes-Benz User Experience" im GLE kann das nochmals toppen – versprochen! Verantwortlich für das System ist Georges Massing. Daimler-Chef Zetsche nennt ihn "Mr. MBUX". Nach A-Klasse und Sprinter ist der GLE nun das dritte Serienfahrzeug mit dem cleveren Bedienkonzept. Mr. MBUX hat AUTO BILD die drei wichtigsten neuen Features des MBUX im Mercedes GLE vorgestellt und sich ab und zu in die Karten schauen lassen, was als nächstes geplant ist.

1. Intelligentes Interieur

Das intelligente Interieur des neuen GLE reagiert auf die Interaktion der Passagiere. 

Viele Autofahrer kennen die Situation: Ihnen fällt abends beim Einparken etwas in den Beifahrerfußraum, und dann tasten sie im Dunklen, bis sie fündig werden. Im GLE rechnet die künstliche Intelligenz eins und eins zusammen: "Es ist Abend, also dunkel, und die Hand des Fahrers fuchtelt im Beifahrerfußraum herum. Also mache ich ihm da unten ein Licht an." MBUX hat gelernt, den Menschen im Auto zu unterstützen. Noch ein Szenario: Der Beifahrer sucht die Innenraumbeleuchtung im Dachhimmel. MBUX wartet im GLE nicht, bis der Schalter gefunden wurde – sondern knipst vorher das Licht an. Auch die Menüpunkte auf dem Touchscreen haben an Intelligenz gewonnen. Sobald ein passender Radiosender gefunden wurde und MBUX merkt, dass niemand mehr das Menü benötigt, verschwinden alle unwichtigen Icons, und nur der gewählte Radiosender bleibt auf dem Display. So lange, bis die Kamera vor dem Rückspiegel eine Bewegung vorm Display registriert und MBUX das System wieder komplett anzeigt. Genau das Richtige für alle, die sich bislang über zu viel Ablenkung beschweren.
Fazit von Redakteur Robin Hornig:
So funktioniert künstliche Intelligenz (KI)! Viele kennen KI nur als ständig plapperndes Hologramm aus irgendwelchen Zukunftsvisionen. In der Realität wird uns die KI wahrscheinlich viel häufiger still unter die Arme greifen, unterstützen, Arbeit abnehmen und Stress ersparen – so wie bereits im neuen GLE. Nachdem MBUX zuerst nur auf Sprache reagierte, kommen nun Bewegungen hinzu. Ein nächster Schritt könnte Eyetracking sein, was bereits bei vielen Autoherstellern und Zulieferern in fortgeschrittener Entwicklung steckt. Damit würde ein gezielter Blick in Richtung Sitzheizungschalter reichen, damit die KI diese nach kurzer Nachfrage aktiviert.

2. Jetzt darf auch der Beifahrer mitmachen

Im neuen GLE erkennt MBUX, ob der Fahrer oder der Beifahrer mit ihm spricht.

"
Mercedes, schalte die Sitzheizung auf der Beifahrerseite an", lautet der Befehl für das MBUX bisher in der A-Klasse. MBUX ist dort noch auf Fahrerperspektive eingerichtet. Im neuen GLE ist das anders. Über ein weiteres Mikrofon auf der Beifahrerseite erkennt MBUX, dass "Mercedes, Sitzheizung ein" der Wunsch des Beifahrers ist und schaltet dementsprechend nur dort die Heizung an. (Beim Demofahrzeug war die Software in dem Punkt noch nicht auf aktuellem Stand und wies alle Befehle dem Fahrer zu.) Das gilt nicht nur für Sprachbefehle. Im GLE lassen sich zahlreiche Funktionen hinter einer Geste mit Zeige- und Mittelfinger (Peace-Zeichen) abspeichern – für Fahrer und Beifahrer unterschiedlich konfigurierbar. Ein Peace-Zeichen vom Fahrer heißt beispielsweise "bring mich nach Hause", während die gleiche Geste vom Beifahrer das Radio ausschalten kann.
Fazit von Robin Hornig
Endlich hat der Beifahrer beim MBUX ein Mitspracherecht und kann es sich in seinem Bereich des Fahrzeugs so einrichten, wie er es will. Doch da hört die Reise noch nicht auf. Demnächst kommen sicherlich noch die Passagiere im Fond mit dazu. Weitere Mikros würden das ermöglichen. AUTO BILD hat so eine Vier-Personen-Bedienung schon bei der Firma Nuance ausprobiert. Nuance ist auch für die Sprachsteuerung bei Mercedes mitverantwortlich. Demnach dürfen sich Familien auf längeren Fahrten besonders über unterhaltsame Quizrunden freuen, bei denen die künstliche Intelligenz ganz genau erkennt, woher die richtige Antwort zuerst im Fahrzeug kam.

3. Noch mehr Fahrzeugfunktionen per Sprachbefehl

Angesichts der wachsenden Zahl an Funktionen dauert es immer länger, sein Fahrzeug bis ins Detail kennenzulernen. Telefonbuchdicke Anleitungen will allerdings niemand dafür wälzen. Daher haben die Sprachbefehle im neuen GLE auf noch mehr Fahrzeugfunktionen Zugriff, beispielsweise auch aufs Head-up-Display. Mehr Features im Auto über die Sprache zu bedienen, war ein Kundenwunsch in Feedbackrunden, dem Mercedes Rechnung getragen hat. 
Fazit von Robin Hornig
Sprachsteuerung wird immer wichtiger und durchzieht viele Bereiche unseres Lebens. Immer mehr Menschen fühlen sich damit vertraut und schätzen den Komfort. Gut, dass Mercedes auf seine Kunden hört und die Wünsche schnellstmöglich umsetzt. Denn langsamer wird die Entwicklung im Bereich der Sprachsteuerung sicherlich nicht. Außerdem ist es aus meiner Sicht ein wichtiger Sicherheitsaspekt. "Mercedes, mach das Head-up-Display aus" ist weniger umständlich als ein flüchtiger Blick und Griff zum Schalter.

Gesamtfazit zum MBUX im neuen GLE

Der neue Mercedes GLE ist mit seinem MBUX sicherlich noch kein K.I.T.T. – aber auch nicht mehr weit davon entfernt. Die neueste Version des MBUX zeigt noch eindrucksvoller, dass uns künstliche Intelligenz nicht überfordern wird. Im Gegenteil: Sie ist da, um uns zu helfen und komplexer werdende Fahrzeuge viel verständlicher und einfacher bedienbar zu machen.

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