Mercedes-me-Ladedienst an 142.000 Ladesäulen in Deutschland
E-Auto Ladedienst Mercedes me deckt 98 Prozent von Deutschland ab

Bild: Mercedes-Benz Mobility AG
Elektroauto-Fahrer müssen so manchen Kartentrick beherrschen – oder ein Smartphone mit viel Speicherkapazität besitzen. Gemeint sind die Ladekarten, die Zugang zu öffentlichen Ladesäulen gewähren, sowie die entsprechenden Lade-Apps auf dem Smartphone. Denn wer häufig auf Langstrecke und wechselnden Routen unterwegs ist, kommt mit einer Karte bzw. App nicht aus, sondern muss einen ganzen Satz davon an Bord (bzw. im Display) haben. Das empfiehlt sich auch daher, weil die Tarife im Roaming, also beim Laden über einen fremden Anbieter, häufig teurer sind.
Eines der größten Netze erschließt aktuell der Mercedes-Ladedienst Mercedes me Charge mit weltweit zwei Millionen Ladepunkten. In Deutschland gehören nun 98 Prozent aller öffentlichen Ladesäulen dazu. Das sind rein rechnerisch nach aktuellem Stand (1. September 2024) rund 142.000 Ladepunkte zwischen Aachen und Zwickau. Zum Vergleich: Das Ladenetzwerk ADAC e-Charge, das mit mehr als 400.000 Nutzern zu den beliebtesten Deutschlands gehört, schließt nach eigenen Angaben aktuell rund 103.000 Ladepunkte ein.
Mehr als zehn Prozent HPC-Ladepunkte
Zum Verbund von Mercedes me Charge gehören innerhalb der Bundesgrenzen rund 800 Anbieter, insgesamt sind es mehr als die doppelte Anzahl an Stationsbetreibern. Von den zwei Millionen Ladepunkten sind etwa 250.000 High-Power-Schnellladepunkte mit mindestens 150 kW. Über die Mercedes me-App, laut AUTO BILD-Test eine der besten auf dem Markt, werden aktuelle Strompreise des jeweiligen Anbieters angezeigt.
Typ-2-Ladekabel im Vergleich
Es gibt drei unterschiedliche Tarifstufen: Der Tarif "S" ist gebührenfrei, allerdings schwanken die Preise der Roaming-Anbieter stark – Mercedes nennt selbst keine Zahlen. Im Tarif "M" gegen eine monatliche Gebühr in Höhe von 4,90 Euro zahlt man beim AC-Laden 0,42 Euro pro kWh, nach drei Stunden kommen zusätzlich sechs Cent Blockiergebühr pro Minute hinzu. Schnellladen wird mit 0,65 Euro pro kWh berechnet (zuzüglich 20 Cent Blockiergebühr/Minute nach 60 Minuten).

Per Ladekarte oder App wird die Ladesäule aktiviert, anschließend fließt der Strom.
Bild: Mercedes-Benz Mobility AG
Im Tarif "L" für Viellader zahlt man 12,90 Euro pro Monat und zapft Strom an der Wechselstrom-Säule für 0,36 Cent pro Minute – die Blockiergebühren fallen hier nur zwischen 8 und 21 Uhr an. Am Schnelllader werden in diesem Tarif 0,55 Euro pro kWh berechnet. Auch hier kommen nach 60 Minuten Blockiergebühren in Höhe von 20 Cent / Minute hinzu. Das HPC-Ladenetzwerk von Ionity unterliegt demselben Tarif. Mercedes-Besitzer haben den Vorteil, dass der Ladedienst direkt ins Fahrzeug integriert ist, somit funktioniert der Ladevorgang über MBUX oder Plug & Charge.
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