Mercedes ruft 75.000 Autos zurück: Sicherheitsmangel entdeckt
Mercedes startet Großrückruf von 75.000 Fahrzeugen

Bild: dpa
- Manuel Bauer
Mercedes ruft auf einen Schlag rund 75.000 Autos in die Werkstatt. Betroffen sind Autos auf der ganzen Welt, berichtet die Website "inside-digital.de". Grund für den Rückruf ist nicht etwa ein harmloser Schnitzer, den der Autobauer ausbessern muss. Tatsächlich birgt der nun entdeckte Fehler beträchtliches Gefahrenpotenzial, weshalb alle Betroffenen schleunigst die nächste Service-Werkstatt ansteuern sollten.
Konkret hat Mercedes eigenen Angaben zufolge bei der Montage der Fahrzeuge eine 48-Volt-Massestelle mit einem zu geringen Drehmoment festgeschraubt. Dadurch ist der Kabelschuh der Leitung nicht eng genug montiert.
Aufgrund eines daraus resultierenden zu großen Abstands zwischen den einzelnen Leitungen kann es zu erhöhter Hitzeentwicklung kommen, die sich im schlimmsten Fall in einen ausgewachsenen Brand verwandelt. Die Fahrzeughalter sollten die Warnung des Herstellers daher nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Diese Fahrzeuge sind vom Rückruf betroffen
Betroffen von dem Rückruf sind gleich drei Baureihen. Haben Sie eine Mercedes E-Klasse, einen GLS oder einen Mercedes-AMG GT aus den Baujahren 2021 bis 2023 in der Garage stehen, sollten Sie jetzt die Rückruf-Webseite von Mercedes aufrufen. Dort lässt sich anhand der Fahrzeug-Identifizierungsnummer überprüfen, ob Ihr Auto von dem Rückruf betroffen ist.
Sollte das der Fall sein, erhalten Sie weitere Handlungsanweisungen. In einer Vertragswerkstatt überprüfen Fachkräfte im Anschluss die besagte Massestelle und bessern gegebenenfalls nach. Für diesen Termin sollten sie in etwa eine Stunde einplanen und diesen auch tatsächlich wahrnehmen. Tun Sie das nicht, droht laut "inside-digital.de" im schlimmsten Fall eine Stilllegung Ihres Fahrzeugs.
Für Mercedes ist es nicht der erste Rückruf dieser Art. Bereits 2021 und 2022 musste das Unternehmen vereinzelt Modelle wegen ähnlicher Probleme zurückpfeifen. Im April 2024 waren es noch einmal rund 250.000 Fahrzeuge weltweit, die ebenfalls wegen einer zu locker verschraubten Massestelle in die Werkstatt mussten. Unlängst hatte Mercedes zudem weltweit über 260.000 Fahrzeuge wegen schwerwiegender Software-Probleme im Getriebesteuergerät zurückgerufen.
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