Die S-Klasse ist die erfolgreichste Luxuslimousine der Welt: Rund 60.000 Mercedes wurden im vergangenen Jahr verkauft, die meisten längst nicht mehr an Kunden in Deutschland, sondern in China, Südkorea, Dubai und den USA. Das obere Ende der Autobau-Nahrungskette.
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209.000 km
165 KW (224 PS)
09/2003
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160.000 km
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256.000 km
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270.000 km
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250.000 km
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237.000 km
180 KW (245 PS)
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206.916 km
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158.500 km
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Mercedes-Benz S 350  mit guter Ausstattung
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324.000 km
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Auch wenn es den Namen erst seit 1972 gibt: Schon der erste Bundeskanzler der Deutschen Republik, Konrad Adenauer, fuhr den Urahnen. Wer die S-Klasse ("S" steht für Sonderklasse) besitzt, der hat es geschafft. Und zeigt es nicht selten, zum Beispiel durch einen Chauffeur. Vorstandsfelgen hießen die damals noch seltenen Leichtmetallos der S-Klasse. Heute liegt ein Schatten auf der plötzlich oft matt lackierten Luxuslimousine. Denn die Halbwelt hat die S-Klasse für sich entdeckt. Echte Gangster, Gangsta-Rapper, Poser. Als AMG mit 612 PS, 8- oder gleich 12-Zylinder.

Schleyer, Kohl, Diana – alle saßen in der S-Klasse

Bundeskanzler Helmut Kohl steigt 1999 in eine Mercedes S-Klasse
Auch Altkanzler Helmut Kohl stieg oft und gerne in eine Mercedes S-Klasse, so wie hier 1999.
Bild: DPA
In den 70er-Jahren war die Mercedes S-Klasse das automobile Feindbild der militanten linken Szene in Deutschland. Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer wurde aus einer S-Klasse entführt, Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen in einer S-Klasse in die Luft gesprengt. Natürlich fuhr Kanzler Helmut Kohl S-Klasse. Sänger Ivan Rebroff auch. Und Prinzessin Diana starb 1997 in einer S-Klasse in einem Pariser Tunnel.

Viele Verfolgungsjagden mit der Polizei

Auszug aus den Polizeimeldungen der letzten Monate: "15 Streifenwagen im Einsatz: 25-Jähriger liefert sich in S-Klasse Verfolgungsjagd mit der Polizei." Oder: "Lilafarbener Mercedes nach wilder Flucht beschlagnahmt.“ Oder: "Gefährliche Verfolgungsjagd mit Warnschuss: Mercedes S-Klasse flüchtet vor Polizei." In der brutalen Berliner-Gang-Serie "Four Blocks" fahren die Clan-Chefs S-Klasse AMG. Gezieltes Produktplacement von Mercedes? Nein, nur Authentizität. Die Serie bildet die Wirklichkeit ab.

Auch Sido drückt Gaspedal auf den Boden

Rapper Sido
Rapper Sido posiert auf Instagram vor einer S-Klasse.
Bild: Instagram/shawnstein
Zur Erinnerung: Wir reden hier von Autos, die ab 97.000 Euro kosten, als AMG schnell bis 250.000 Euro! Deutschlands erfolgreichster Rapper Capital Bra fährt den AMG-Viertürer, Rapper Kollegah singt "Schwarzer Benz", hat natürlich auch einen. Sido haut diesen Song raus: "Ich bin nicht so schlau, nur ein wenig eloquent. Doch eh ich mich verseh, sitz ich im Mercedes-Benz. Ich drücke das Gaspedal rauf aufn Boden. Dreihundert km/h, auch in den Kurven. Ich bin am Heizen und aus ist der Ofen. Auto so laut, du stehst auf von den Toten."

Ob Ku'Damm oder Kö: S-Klasse immer dabei

Rapper Farid Bang
Rapper Farid Bang vor seinem Schmuckstück, veredelt vom Luxus-Tuner Mansory.
Bild: Instagram/faridbangbang
Auto-Poser auf dem Berliner Ku'Damm, auf der Kö in Düsseldorf – immer ist eine S-Klasse dabei. Tiefergelegt. Laut. Noch mal Sido: "Vier Uhr nachts auf der AVUS, AMG, Abt und Brabus. Mit siebenhundert Pferden – König Artus. Bis der Kommissar fragt: 'Was'n da los?'" Rapper sind reich, die können sich das leisten. Aber die vielen anderen, die mit knapp 20 Jahren in so einem teuren Auto sitzen? Ist ihr Geld genauso ehrlich verdient wie das eines schwäbischen Mittelständlers? Man darf es sich zumindest fragen.

33 Kollegah-Raps über Mercedes

Rapper Kollegah
Niemand rappt so oft über Mercedes wie Kollegah.
Bild: DPA
16.415 Mal kommt Mercedes weltweit in Songs vor ("Oh Lord, won’t you buy me, a Mercedes-Benz" sang Janis Joplin), hat das britische Vergleichsportal "uswitch" errechnet. Aber niemand erwähnte die Marke so oft wie Kollegah: In 33 seiner Raps kommt die Marke mit Stern vor. Warum wirkt die S-Klasse bloß so anziehend auf Kunden, die statt Krawatte Goldkette tragen? Auch Despoten und Diktatoren fuhren und fahren gerne S-Klasse. Große Katastrophen haben kleine Geister, da soll wenigstens das Auto perfekt sein. Vielleicht auch, weil Macht Luxus anzieht. Man zeigt es nicht mehr dem Nachbarn, sondern bei Instagram. Vielleicht ist der Grund auch einfach, dass es ein – sorry – geiles Auto ist.

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