Mercedes SEC mutiert zum Renntech SEC V12 Sledgehammer
Hardcore-SEC mit 7,5-Liter-V12

Mercedes-Spezialist Renntech macht aus dem SEC den Sledgehammer. Vom Restomod mit gigantischen 7,5-Liter-V12 sollen nur zwölf Exemplare entstehen!
Bild: www.carscoops.com // Renntech Sledgehammer
Der Restomod-Hype kennt kein Ende. Und auch wenn es inzwischen von nahezu jedem ikonischen Klassiker eine modernisierte Neuinterpretation gibt, tauchen immer wieder Projekte auf, die so spektakulär sind, dass sie aus der schier unüberschaubaren Porsche-Restomod-Masse herausragen. Ein solches Beispiel: der Renntech SEC V12 Sledgehammer!
Renntech ist ein renommierter Mercedes-Tuner aus den USA, der seit fast vier Jahrzehnten für seine spektakulären Komplettumbauten bekannt ist. Bereits Ende der 1990er-Jahre verpflanzten die Amerikaner einen gewaltigen 7,4-Liter-V12 in einen unschuldigen Zwozehner – und jetzt legen sie noch einmal nach.
Codename "Vorschlaghammer"
Auf Basis des zwischen 1981 und 1991 gebauten Mercedes C 126 präsentiert Renntech mit dem SEC V12 Sledgehammer einen Restomod, der es in sich hat. Der Beiname "Sledgehammer" (zu Deutsch: Vorschlaghammer) ist dabei nicht nur eine Hommage an die legendären AMG-Modelle, sondern zugleich Programm. Denn was nach der Renntech-Transformation unter der Haube arbeitet, hat mit dem, was Mercedes einst für den 126er vorsah, rein gar nichts mehr gemein. Wo früher bei 300 PS Schluss war, hat der Tuner die Leistung mehr als verdoppelt.

Der 7,5-Liter-V12 soll problemlos in den Motorraum des C 126 passen. Eine Carbon-Ansaugung ist Ehrensache.
Bild: www.carscoops.com // Renntech Sledgehammer
Statt des serienmäßigen V8 implantiert Renntech kurzerhand einen V12 in das große Coupé. Zum Einsatz kommt der M 120, ein frei saugender Zwölfzylinder mit ursprünglich 6,0 Litern Hubraum. Doch das genügt dem Tuner nicht: Renntech bohrt den Motor auf gewaltige 7,5 Liter auf. Selbst im Mercedes CLK GTR – zunächst mit 6,9 Litern, später in der Supersport-Version mit 7,3 Litern – sowie im Pagani Zonda wuchs der V12 lediglich auf maximal 7,3 Liter Hubraum (dort als M 297 bezeichnet).
Über 660 PS und 880 Nm
Das Ergebnis sollen über 660 PS und 880 Nm sein. Und damit der SEC auch akustisch mit einem Pagani mithalten kann, entwickelt Renntech spezielle Krümmer, die für den charakteristischen V12-Sound sorgen sollen. Zum Getriebe verliert der Tuner bislang noch kein Wort, doch es darf davon ausgegangen werden, dass die geballte Kraft ausschließlich an die Hinterräder geleitet wird.

Einmal alles neu: Renntech krempelt den SEC komplett auf links. Das Ergebnis trägt den ebenso charmanten wie unmissverständlichen Beinamen "Vorschlaghammer".
Bild: www.carscoops.com // Renntech Sledgehammer
Auch optisch entspricht der SEC nicht mehr ganz der Serie. Zwar existieren bisher lediglich Renderings, doch auf diesen Zeichnungen ist bereits klar zu erkennen, dass der Sledgehammer ordentlich in die Breite wächst. Die hinteren Kotflügel stehen denen der damaligen AMG-Varianten in nichts nach, während die vorderen Seitenteile sogar noch deutlich stärker ausgestellt sind. Auch Motorhaube, Kühlergrill und Schürzen sind neu gezeichnet. Am Heck trägt der Hardcore-SEC einen Diffusor, eine Abrisskante und vier Endrohre. Neue Fünfspeichen-Schmiedefelgen mit sattem Tiefbett (so gehört sich das!) runden den Gangster-Look ab.
Nur zwölf Stück sollen gebaut werden
Vom Innenraum gibt es bislang noch keine Renderings, doch Renntech verspricht, dass auch dieser vollständig individualisiert werden kann. Insgesamt sollen nur zwölf Exemplare des SEC V12 Sledgehammer entstehen. Einen Preis nennt der Tuner bislang nicht. Das erste Kundenfahrzeug soll jedoch bereits 2027 fertiggestellt werden.
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