"Black Series": Diese Bezeichnung bekommen nur ganz wenige Mercedes-Modelle! Seit 2006 wurden insgesamt nur sechs Baureihen mit dem Black-Series-Logo ausgestattet. Alles begann im Jahr 2006 mit dem SLK 55 AMG, der in der Ahnenreihe oft unterschlagen wird. Das könnte daran liegen, dass die Nachfolger schlichtweg bekannter und beliebter sind. Einer der brutalsten Mercedes überhaupt ist der Ende 2008 gezeigte SL 65 AMG Black Series – über lange Zeit der stärkste Serien-AMG. Aktuell wird ein ganz besonderes Exemplar verkauft!
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Mercedes-Spezialist Mechatronik hat nicht einen, sondern gleich zwei der nur 350 gebauten Mercedes SL 65 AMG Black Series im Angebot. Besonders spektakulär ist der SL 65 in der Lackierung "Feueropal Uni" (590U) – einer extrem seltenen Farbe. Und als ob das nicht schon genug wäre, hat der 670 PS starke SL aus dem Baujahr 2008 gerade mal 500 Kilometer auf dem Tacho, ist also praktisch ein Neuwagen.
Mechatronik Mercedes SL65 Black Series
Die Dach-Entriegelung im Innenraum entfällt: Der Black Series ist kein Roadster mehr, sondern ein Coupé.

Kurze Geschichtsstunde: Ende 2008 kam der SL 65 AMG Black Series auf den Markt, und genau wie bei den Vorgängern SLK 55 AMG Black Series und CLK 63 AMG Black Series war der Aufwand, der in Affalterbach für die Kleinserie betrieben wurde, enorm. Auf Basis des Mercedes SL der Generation R 230 erschufen sie bei AMG ein echtes Monster.
Die größte Veränderung war der Entfall des Metallklappdachs. Statt des sogenannten Variodachs wurde ein flacheres CFK-Dach mit integriertem Überrollbügel und verlängerten C-Säulen verbaut. Aus dem Roadster wurde also ein Coupé.

Kaum noch Gleichteile mit einem normalen Mercedes SL

Außerdem wuchs der ohnehin nicht unbedingt zierliche SL ordentlich in die Breite. Die vorderen Kotflügel tragen in Summe um 14 Zentimeter dicker auf und bestehen – genau wie Motorhaube, Frontschürze und Heckdeckel – aus Carbon. Ab 120 km/h fährt ein Heckflügel um zwölf Zentimeter aus und erhöht so den Anpressdruck bei 200 km/h um maximal 50 Kilo.
Ein Heckdiffusor mit spezieller Abgasanlage und spezielle Schmiederäder in 19-/20-Zoll gehören ebenso zu den Black-Series-Zutaten wie Sportschalensitze ohne Side-Airbags und ein im Durchmesser um 15 Millimeter verkleinertes Lenkrad. Vom normalen SL wurden lediglich die Alutüren und einzelne Details im Innenraum übernommen.
Mechatronik Mercedes SL65 Black Series
Extrabreit: Die Karosserie des normalen Mercedes SL wurde ordentlich verbreitert.

Das Herzstück des dritten Black Series ist natürlich der Motor. Als Basis dient der M 275 getaufte 6,0-Liter-V12-Biturbo aus dem "normalen" SL 65. Für den Black Series waren die 612 PS natürlich noch nicht genug, und so entschied man in Affalterbach nicht nur für neue Turbolader (mit um zwölf Prozent vergrößertem Spiralquerschnitt), sondern auch für einen neu entwickelten Ladeluftkühler (30 Prozent leistungsfähiger) sowie eine geänderte Ansaugluftführung.
Ergebnis: 670 PS und ein maximales Drehmoment von 1200 Nm, das elektronisch auf 1000 Nm begrenzt werden musste, da die Fünfgang-Automatik (AMG Speedshift) sonst mit der schieren Power überfordert gewesen wäre!
Mechatronik Mercedes SL65 Black Series
Ein Monument von einem Motor: 6,0 Liter Hubraum, zwei Turbolader und eine Leistung von 670 PS sowie 1000 Nm Drehmoment.

Damit war der SL 65 Black Series lange Zeit der stärkste Serien-AMG aller Zeiten, und auch die Fahrleistungen hatten es in sich: Aus dem Stand geht es in 3,8 Sekunden auf 100 km/h, Schluss ist erst bei 320 km/h.
Mit einem Leergewicht von 1870 Kilo ist der SL zwar alles andere als ein Fliegengewicht, aber trotzdem 250 Kilo leichter als ein SL 65 AMG. Das Leistungsgewicht liegt bei 2,79 kg/PS. Dieser enorme Aufwand hatte natürlich seinen Preis: Ab 327.250 Euro war der Black Series zu haben.

Anfänglich entpuppte sich der SL 65 AMG Black Series nicht unbedingt als gute Wertanlage; zwischenzeitlich gab es vereinzelte Exemplare für 250.000 Euro oder weniger. Spätestens seit der Präsentation des Mercedes-AMG GT Black Series haben aber alle Black-Series-Modelle zugelegt. Aktuell ist in Deutschland kein SL 65 AMG Black Series mehr unter 375.000 Euro zu haben.

Der Black Series soll über 650.000 Euro kosten

Der von Mechatronik angebotene Black Series im Neuwagenzustand ist allerdings deutlich teurer: Er soll 654.500 Euro kosten. Das liegt neben der seltenen Farbe natürlich vor allem an der extrem niedrigen Laufleistung von nur 500 Kilometern.
Zur Historie ist nur so viel bekannt: Der Wagen stammt aus einer privaten Sammlung und wurden praktisch nie gefahren. Die Ausstattungsliste verrät, dass das Auto ursprünglich aus Kuwait stammt, die Hinweisschilder auf Arabisch untermalen diesen Fakt.
Fakt ist auch, dass der SL 65 AMG Black Series zu den brutalsten Mercedes aller Zeiten gehört – und sich hier die Gelegenheit bietet, einen der besten, wenn nicht sogar DEN besten SL 65 AMG Black Series zu erwerben!