Mercedes-AMG wird elektrisch! Diese Nachricht gefällt sicherlich nicht jedem Autofan, doch der Wandel ist unumgänglich – und längst eingeleitet. 2025 soll das erste selbst entwickelte Elektromodell aus Affalterbach präsentiert werden. Mit dem Showcar Mercedes Vision AMG gibt es jetzt schon mal einen konkreten Ausblick auf die Elektro-Zukunft von AMG. Besonders interessant: Das Heck mit Rückleuchten, die aussehen wie Auspuffrohre!

"AMG erfindet sich neu. Wir entwickeln dafür alles von Grund auf neu, von der eigenständigen Plattform AMG.EA über eine revolutionäre Antriebstechnologie, mit der wir Performance-Elektromobilität auf ein neues Level heben werden", verspricht Philipp Schiemer, Vorsitzender bei Mercedes-AMG.
Mercedes Vision AMG
Große 22-Zoll-Felgen mit Aero-Elementen und eine Farbgebung, die an Formel-1-Autos angelehnt ist. Einen Innenraum hat das Showcar nicht.

2025 soll das Serienmodell kommen

Wie diese Elektro-Zukunft konkret aussehen könnte, zeigt eindrucksvoll das viertürige Showcar Vision AMG. Genau genommen wird das 2025 erwartete Serienmodell aber nicht das erste vollelektrische AMG-Fahrzeug, denn in der Vergangenheit gab es ja bereits den extrem limitierten SLS AMG Electric Drive – und auch die ersten EQ-Modelle mit AMG-Logo sind ja heute bereits erhältlich.

Wie viel Leistung wird das Elektro-Supercar haben?

Beim Vision AMG ist vor allem die Plattform interessant. Die hört auf den Namen AMG.EA und wurde speziell für elektrische AMG-Modelle entworfen. Das Herzstück ist ein Axialflussmotor, der vom Mercedes-Tochterunternehmen "YASA" entwickelt wird und trotz seiner kompakten Bauweise deutlich mehr Leistung als herkömmliche Elektromotoren liefern soll. Konkrete Zahlen bleibt AMG zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch schuldig, doch bis 2025 ist ja auch noch ein bisschen Zeit.
Mercedes Vision AMG
Bereit für die Serie? Die Scheinwerfer bestehen aus drei einzelnen LED-Elementen, die dem Mercedes-Stern nachempfunden sind.

Widmen wir uns also dem Design der spektakulären Studie. Auf den ersten Blick sind viele Elemente des Rekordfahrzeugs EQXX zu erkennen; gleichzeitig erinnert die Formensprache des in "Alubeam-Silber" lackierten Vision AMG entfernt auch an das 2013 präsentierte Showcar Mercedes-Benz AMG Vision Gran Turismo. Die Überhänge sind kurz, der Radstand ist lang und die A-Säule stark geneigt. Anders als die Studie von 2013 ist der Vision AMG jedoch ein viertüriges Coupé.

Die Scheinwerfer sind dem Mercedes-Stern nachempfunden

Die sternförmigen Scheinwerfer sind definitiv das Highlight an der Front. Sie sollen wie ein dreidimensionaler Mercedes-Stern wirken und bestehen pro Seite aus jeweils drei LED-Elementen, die optisch durch ein Leuchtenband verbunden sind.
Der bei aktuellen AMG-Modellen mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Panamericana-Kühlergrill wurde beim Showcar in die Elektro-Ära überführt. Er ist optisch geschlossen und trägt beleuchtete Streben. Eine Etage höher prangt ein überdimensionaler Mercedes-Stern auf der Haube.
Mercedes Vision AMG
Rückleuchten oder Endrohre? In den rohrförmigen Tuben stecken LEDs. So sehen die Rücklichter aus wie Endrohre!

In die Abrisskante des Hecks ist ein Leuchtenband integriert. Darunter macht ein riesiger Schriftzug klar, dass es sich hier um ein AMG-Modell handelt. Wer jetzt denkt, dass die Elektro-Studie sechs rot beleuchtete Endrohre hat, der ist bestimmt nicht alleine. Die Affalterbacher sprechen hingegen von sechs Rückleuchten – drei pro Seite und kurioserweise extrem weit unten nur knapp über dem Diffusor platziert – sodass die Analogie zu Endrohren sicherlich nicht ganz zufällig ist.
Bis zur Serienproduktion wird es noch etwas dauern, doch bei Mercedes-AMG versprechen sie, dass das Showcar bereits einen konkreten Ausblick auf die elektrische Zukunft der Marke geben soll. Dann vermutlich mit 1000 PS plus!