Was fährt ein Formel-1-Star, wenn er nicht auf der Rennstrecke unterwegs ist? Im Fall von Rekordweltmeister Michael Schumacher war das im Zeitraum zwischen Januar und Juli 2010 ein Mercedes-Benz C63 AMG T-Modell. Das Auto stand jetzt zum Verkauf. Am Donnerstag (3. Februar 2022) wurde der Benz in Paris für gerade mal 27.600 Euro (inklusive Zuschlag) versteigert.
Eine Enttäuschung: Experten hatten bei der Bonhams-Auktion "Les Grandes Marques du Monde" mit bis zu 110.000 Dollar gerechnet. Die Realität sieht anders aus. Mit diesem Schnäppchenpreis hätte der Kombi auch in einem Gebrauchtwagenmarkt weggehen können. Dort wird ein vergleichbares Exemplar zwischen 24.000 und 36.000 Euro gehandelt. Ohne prominenten Vorbesitzer.
Eine mögliche Erklärung: Das Auto wurde zwar von Schumi bewegt, aber es gehörte ihm nicht. Mercedes hat dem deutschen Superstar den schwarzen Kombi als Dienstwagen überlassen, als er 2010 sein F1-Comeback im Silberpfeil feierte. Der AMG-Mercedes war auf die Mercedes-Benz AG in Schlieren (Schweiz) zugelassen.
Michael Schumachers C63 AMG Kombi stand zum Verkauf.
Schumacher dürfte beim Fahren der Familienkutsche dennoch seinen Spaß gehabt haben. Der 6,2-Liter-V8 leistet 457 PS und sprintet von 0 auf 100 km/h in 4,6 Sekunden. Topspeed: 250 km/h. Ehemaliger Neupreis: 73.441 Euro (inklusive Extras im Wert von 20.000 Euro). Durch den TÜV war der AMG erst im März 2021 ohne Mängel gekommen.
Später ging der edle Kombi an einen Schweizer Besitzer über, zuletzt war er im Besitz eines Mercedes-Benz-Ingenieurs in Deutschland. Tachostand: 151.894 Kilometer.
Auch dieser Tesla Roadster vom Race of Champions 2010 wurde versteigert.

Auch ein besonderer Tesla Roadster wurde versteigert

Neben dem AMG wurde auch ein Tesla Roadster angeboten, mit dem Schumi 2010 bei Race of Champions (ROC) in der Esprit Arena in Düsseldorf auf der Piste war. Und der hat bei der Auktion deutlich mehr gebracht, ging für 138.000 Euro (inklusive Zuschlag) weg. Der Roadster hat standardmäßig 288 PS und wurde für das ROC mit Überrollbügel sowie Carbon-Sportsitzen ausgestattet.
Der Verkäufer hatte den Roadster in einem Tesla-Store in Monaco gekauft. Der Renn-Spec ist weiterhin vorhanden, nur der Feuerlöscher wurde entfernt. Auf der linken Seite des Heckspoilers haben drei Rennfahrer unterschrieben: Sébastien Loeb, Travis Pastrana und möglicherweise Andy Priaulx, aber das muss noch bestätigt werden. Registriert ist der Tesla Roadster in Frankreich.
Der Preis für den Roadster erscheint deutlich höher, zumal er ab 2008 in Deutschland für ca. 100.000 Euro zu haben war. Mit Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt werden Tesla Roadster mittlerweile durchaus in der Preisspanne von 130.000 bis 170.000 Euro gehandelt.

Von

Bianca Garloff