Microlino: Retro-Isetta mit Elektroantrieb

Microlino: Technische Daten, Verkaufsstart, Preis

Alle Infos zum Isetta-Erben Microlino

Der elektrische Nachfolger der BMW Isetta steht in den Startlöchern: Im Dezember 2018 läuft die Produktion des knuffigen Microlino mit E-Antrieb, Fronttür und bis zu 215 Kilometer Reichweite an!
Der Microlino, inoffizieller Nachfolger der legendären BMW Isetta, steht in den Startlöchern. Im Dezember 2018 soll das kugelige E-Auto in die Serienproduktion gehen. Laut der Schweizer Firma Micro gibt es schon über 8000 Vorbestellungen, der italienische Zulieferer Tazzari baut eine Vorserie von insgesamt 25 Exemplaren.

Technische Daten: 20 Elektro-PS und 90 km/h Spitze

Fast wie die Isetta: Das Design stammt von Marco Brunori. BMW hat sich noch nicht beschwert.

Bereits Anfang des Jahres hatte Micro ein seriennahes Modell präsentiert. Es hat wie sein Vorbild eine geringere Spurbreite hinten, nur eine Tür und eine durchgehende Sitzbank für zwei Personen. Dazu aber statt eines Motorradmotors einen 15 kW (20 PS) starken Elektro-Antrieb. Der soll für 90 km/h und einen "Sprint" in fünf Sekunden von 0 auf 50 reichen. Es gibt zwei Lithium-Ionen-Batteriepacks (8 kWh/14,4 kWh) für 125 oder 215 Kilometer, die an einer 6-kW-Ladesäule in einer respektive zwei Stunden wieder zu 80 Prozent voll sein sollen.

Preis: so teuer wird der Microlino

Schon auf dem Autosalon Genf 2016 war der Microlino eine Sensation, auf der IAA 2017 stand ein Prototyp. Der wog leer 450 Kilogramm, mit gut 2,40 m Länge war er etwas länger (und zudem etwas breiter) als die Isetta, aber kürzer als ein Elektro-Smart (2,69 m). In den Kofferraum (300 l) sollen vier Kisten Bier passen. Geführt wird der Schweizer Stromer wie der Renault Twizy in der seltenen Fahrzeugklasse L7e, ein Airbag ist keine Pflicht, soll aber lieferbar sein. Der Preis soll letzten Informationen zufolge rund 12.000 Euro betragen. Das elektrische Kleinauto wird in acht Farbkombinationen zu kaufen sein. 

Gebrauchtwagensuche: Elektroautos

"Ein Auto wollte ich nicht bauen"

Doppelfunktion: Die Rückspiegel sind zugleich Scheinwerfer.

Die Herkunft des Microlino ist durchaus kurios: "Das ist kein Auto", schrieb Firmengründer Wim Ouboter 2016 in Großbuchstaben ans Genfer Messe-Podest. Micros Hauptgeschäft waren bislang Tretroller (Scooter) und Skateboards mit Lenker (Kickboards) für Kinder, Erwachsene und Jugendliche. Das soll sich nun ändern. Aber: "Ein Auto wollte und will ich nicht bauen", sagt Ouboter. Unterm Strich ist der Microlino ein besserer Einkaufswagen für die Stadt, mehr nicht. Was durchaus authentisch ist: Schon die 1955 eingeführte Isetta war kein vollwertiges Auto für die große Urlaubsfahrt, sondern ein Gefährt zwischen Motorrad und Personenkraftwagen – ein Kompromiss aus großem Fernweh und kleiner Geldbörse. Aber auch ein knatterndes Spaßmobil, das der Volksmund nicht ohne Grund liebevoll "Knutschkugel" taufte.


Microlino: Retro-Isetta mit Elektroantrieb

Autoren: Claudius Maintz,

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