An der Familienzugehörigkeit des Viertürers besteht kein Zweifel: Außen wie innen zitiert der Große die kleinen Brüder oder nutzt gleich deren Teile (Tacho, Schalter oder Türgriffe). Wir empfehlen den Countryman Cooper D mit dem 112-PS-Diesel. Muss er Allrad haben? Nein, die 1700 Euro Aufpreis lohnen nur für echte "Countrymen", auf dem Boulevard reicht der Fronttriebler. Als Hochbeiner wird der Mini zum Vollwert-Auto: Genug Raum für vier, die aber auf schwach konturierten Einzelsitzen nicht sonderlich bequem hocken. Sportsitze vorn sind deshalb Pflicht – und im empfehlenswerten Chili-Paket auch enthalten. Mini-Fans mit Platzbedarf kommen beim Blick auf die Preisliste sowieso ins Grübeln.
Mini Countryman Cooper D
Der Aufpreis vom Clubman Cooper D zum gleich motorisierten Countryman beträgt nämlich ausstattungsbereinigt nur 140 Euro, denn das SUV hat Klima serienmäßig. Vergleichsweise wenig Geld also für zwei vollwertige Türen mehr und 350 bis 1170 Liter Stauraum. Er fährt wie ein typischer Mini: direkte Lenkung, knackiges Handling, relativ straffe Federung. In SUV-Kreisen zählt der Countryman ganz klar zu den agilsten. Gegen seine Brüder hat der Countryman jedoch ebenso klar das Nachsehen. Kein Wunder, bei 1,3 Tonnen hat der 112-PS-Diesel gut zu tun, wie der träge Ampelstart beweist. Abgesehen von dieser Antrittsschwäche erledigt der Selbstzünder seinen Job jedoch recht souverän, reagiert spontan auf Gasbefehle und begnügt sich im EU-Mix mit 4,4 Litern.