Mitsubishi gehört nicht unbedingt zu den Marken, die hierzulande viel Aufmerksamkeit bekommen. Dabei brachten die Japaner in den 90er-Jahren ein ziemlich seltsames und seltenes Fahrzeug auf den Markt: den Flying Pug. Ein Exemplar wird nun versteigert.

Großbritannien trifft auf Japan

Wer den Flying Pug zum ersten Mal sieht, würde anhand der aktuellen Modellpalette und Designsprache von Mitsubishi wohl niemals glauben, dass es sich tatsächlich um einen Japaner handelt. Doch nicht nur das ungewöhnliche Design sorgt für Verwunderung, auch der Name könnte kaum kurioser sein. Flying Pug heißt übersetzt schließlich "fliegender Mops" – obwohl das Auto weder einem Mops ähnelt noch fliegen kann.
Mitsubishi Flying Pug von 1998
Spätestens beim Blick aufs Profil wird klar, dass es sich um ein sehr spezielles Fahrzeug handelt.
Bild: Mecum Auctions
Entwickelt wurde der Flying Pug Ende der 90er-Jahre als dritte Sonderedition des Pajero Junior. Bestimmt war er ausschließlich für den japanischen Heimatmarkt. Mit seinem Retrolook sollte der Geländewagen bewusst aus der Reihe tanzen. Ursprünglich plante Mitsubishi eine Auflage von 1000 Exemplaren. Doch offenbar kam der außergewöhnliche Stil mit seinen Anleihen bei britischen Fahrzeugen nicht besonders gut an. Am Ende wurden lediglich 139 Flying Pug verkauft – trotz solider Technik und umfangreicher Grundausstattung.

Eigentlich ist der Mops ein Pajero

Die Basis bildete der Pajero Junior, der zwischen 1995 und 1998 produziert wurde und auf einer verlängerten Mitsubishi-Minica-Plattform basierte. Unter der Haube arbeitete ein 1,1-Liter-Vierzylinder mit 79 PS. Kombiniert wurde der Motor wahlweise mit einer Dreistufen-Automatik oder einem Fünfgang-Schaltgetriebe. Darüber hinaus verfügte der kleine Geländewagen über Allradantrieb.
Zur Serienausstattung gehörten elektrische Fensterheber, eine Klimaanlage, ein Kenwood-Radio, abgedunkelte Seitenscheiben ab der B-Säule sowie Leichtmetallräder und Scheibenbremsen.
Mitsubishi Flying Pug von 1998
Trotz seines Alters macht der "fliegende Mops" von innen einen ziemlich soliden und gepflegten Eindruck.
Bild: Mecum Auctions
Würde man den Flying Pug ausschließlich von hinten betrachten, könnte man ihn zunächst für einen gewöhnlichen Geländewagen mit ordentlicher Bodenfreiheit halten. Doch schon die Seitenansicht verrät, dass hier etwas nicht stimmt. Von der Front ganz zu schweigen.
Mitsubishi Flying Pug von 1998
Von hinten sieht der Pug eigentlich aus wie ein klassischer Geländewagen im Kleinformat.
Bild: Mecum Auctions
Wer auf außergewöhnliche und seltene Fahrzeuge steht, könnte bei der Auktion, die noch bis zum 24. September 2026 über Mecum läuft, zuschlagen.