Namensstreit zwischen Audi und Alfa
Wem gehört das heilige Q?

Audi streitet um die Modellbezeichnung "Q". Nach Qoros ist jetzt Alfa Romeo dran, denn Audi will seine SUV-Reihe von Q1 bis Q9 durchgehend benennen.
- Stephan Bähnisch
Audi streitet weiter um das "heilige" Q. Denn die Fiat-Gruppe verweigert den Ingolstädtern laut dem britischen "Car Magazine" die Namensrechte an dem Modellbezeichnungen Q2 und Q4. Genau die aber hätte Audi gern, um seinen geplanten Q-Modellen eine einheitliche Bezeichnungen geben zu können. Denn die Marke mit den vier Ringen würde gern sämtliche (teils noch geplante) SUV-Derivate vom Q1 bis zum Q9 mit dem Buchstaben zieren, den bereits Q3, Q5 und Q7 tragen.
Bezeichnung "Q": Audi verklagt Qoros mit Erfolg
Fiat hat aber die Rechte an den Bezeichnungen Q2 und Q4 – unter anderem liefen in der Vergangenheit die Alfa Romeo-Modelle mit Allradantrieb wie der Alfa 159 Q4 mit dem Buchstaben vom Band. Auch die sportlichen Modelle der Marke tragen ein "Q" als "Quattrofoglio Verde" (vierblättriges Kleeblatt) zur Schau. Wenn Fiat die Namensrechte nicht verkauft, ist das eher ein Politikum zwischen den Herstellern als alles andere. Denn die Italiener werden die Namen höchstwahrscheinlich gar nicht verwenden. Doch wenn es so ist, wird wohl eher eine Fiat-Tochter den Zuschlag für das kostbare Kürzel erhalten als die Konkurrenz aus Deutschland. Oder Audi, das in den kommenden Jahren 22 Milliarden Euro in eine neue Modelloffensive stecken will und dabei noch stärker auf die derzeit ausgesprochen beliebte SUV-Karte setzt, legt bei den Verhandlungen um die Namensrechte noch ein paar Millionen drauf.

2013 erstritt Audi die Namensrechte für den Q3 erfolgreich gegen den chinesischen Hersteller Qoros.
Bild: Werk
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