12-Volt-Autobatterie ist Pannenursache Numer eins
Forscher wollen Starterbatterie im E-Auto abschaffen

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Die häufigste Pannenursache beim E-Auto: Probleme mit der Starterbatterie. Forscher aus Österreich wollen nun eine Alternative zum 12-Volt-Akku entwickelt haben. Alle Infos!
Bild: Tom Salt/AUTO BILD
Ein Forschungsprojekt aus Österreich will das Elektroauto grundlegend verändern – und sogar die klassische Starterbatterie überflüssig machen. Wissenschaftler des Forschungszentrums Silicon Austria Labs sowie der Unternehmen Infineon Technologies Austria und AVL List haben gemeinsam an neuen Lösungen für moderne Elektroauto-Bordnetze gearbeitet. Das Ziel: kompaktere und zuverlässigere elektrische Systeme für künftige Fahrzeuggenerationen.
Forschungsprojekt REDSEL erfolgreich abgeschlossen
Nach zweijähriger Laufzeit wurde das Forschungsprojekt REDSEL nun erfolgreich abgeschlossen. Im Mittelpunkt stand laut den Forschern die Entwicklung einer redundanten Bordnetzarchitektur. Diese soll eine flexible und ausfallsichere Energieversorgung im Elektrofahrzeug ermöglichen.
Der Clou: Durch diesen Ansatz könne im Elektroauto langfristig auf die Niedervoltbatterie – eine klassische "Starterbatterie", wie sie auch im Verbrenner vorkommt – verzichtet werden. Bislang ist die Starterbatterie die häufigste Fehlerquelle im Elektroauto. Laut ADAC gehen 50 Prozent der Pannen auf die Starterbatterie zurück, beim Verbrenner sind es 45 Prozent.
"Weiterentwicklung der Elektromobilität"
"Die entwickelten Technologien schaffen die Grundlage für leichtere und robustere Bordnetzsysteme und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Elektromobilität", erklärt Diplomingenieur Albert Frank, Projektleiter bei Silicon Austria Labs. Kern des Forschungsprojekts sei eine redundante Systemarchitektur mit aktivem Balancing zwischen zwei Hochvoltbatterien.
Der Vorteil von redundanten Systemen: Durch doppelte Technik sichern sich die Systeme selbst ab. Fällt ein Bauteil aus, wird der Ausfall durch seinen "Doppelgänger" aufgefangen. In Zukunft sollten laut den Forschern zwei Fahrakkus verbaut werden, die einander ausbalancieren. Dies sorge für eine gleichmäßige Lastverteilung und erhöhe die Betriebssicherheit deutlich.
Neue Bordnetzarchitektur mit Halbleiter-Technologie
Ergänzt werde das System durch einen Leistungselektronikwandler. Dank eines neuartigen magnetischen Integrationskonzepts könne dieser besonders effizient und platzsparend umgesetzt werden. Technologisch setze das Projekt auf modernste Halbleiterlösungen.
Ebenso habe das Team eine neue Sicherheitsarchitektur für Um- und Abschaltfunktionen entwickelt. Mechanische Relais würden dabei durch Halbleiterschalter ersetzt. Das erhöhe die Zuverlässigkeit, spare Bauraum und Gewicht und steigere die Betriebssicherheit des Systems.
"REDSEL ist ein ausgezeichnetes Beispiel, wie neue innovative Systemlösungen durch die Kooperation von wissenschaftlichen und industriellen Partnern entstehen. Der entwickelte Systemdemonstrator zeigt eindrucksvoll, wie neue Bordnetzarchitekturen künftig sicherer und skalierbarer umgesetzt werden können", resümiert Diplomingenieur Ernst Katzmaier, Projektleiter bei Infineon Technologies Austria.
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