Der VW ID.Polo könnte für Volkswagen zum Befreiungsschlag werden. Nach den oft holprigen ersten Jahren der ID-Familie wirkt der elektrische Kleinwagen so, als hätte VW verstanden, was Kunden wirklich wollen: ein einfach bedienbares, alltagstaugliches Elektroauto ohne Design-Experimente und Touchscreen-Frust.
Vor allem im Innenraum fällt sofort auf, dass VW vieles anders macht als noch beim frühen ID.3. Der ID.Polo setzt wieder auf echte Tasten statt nerviger Touchflächen, das Cockpit wirkt aufgeräumter und insgesamt deutlich hochwertiger. Genau das könnte für viele Kunden der entscheidende Punkt sein.

VW ID.Polo: viel Platz trotz Kleinwagenformat

Dabei bleibt der neue ID.Polo erstaunlich praktisch. Mit 4,05 Metern Länge liegt er zwar auf Kleinwagen-Niveau, beim Platzangebot spielt er jedoch fast schon eine Klasse höher. Besonders der Kofferraum überrascht: 441 Liter passen hinein. Das ist mehr als bei manchen Kompaktwagen. Möglich macht das die neue MEB+-Plattform mit Frontantrieb.

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Auch auf der Rückbank geht es deutlich luftiger zu als im aktuellen Verbrenner-Polo. VW will den ID.Polo ganz klar nicht nur als City-Flitzer positionieren, sondern als echtes Alltagsauto.

Bis zu 454 Kilometer Reichweite

Zum Marktstart bietet VW drei Leistungsstufen mit 116, 135 und 211 PS an. Die stärkste Version sprintet in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und fährt maximal 160 km/h. Ein GTI-Modell soll später folgen.
Besonders wichtig dürfte aber die Reichweite werden. Mit der großen 52-kWh-Batterie verspricht VW bis zu 454 Kilometer nach WLTP. Der Verbrauch der Topversion liegt offiziell bei niedrigen 13,3 kWh pro 100 Kilometer. Geladen wird mit bis zu 105 kW. Von zehn auf 80 Prozent soll der Akku in rund 24 Minuten kommen.

VW lockt mit Kampfpreis

Besonders offensiv geht VW beim Preis vor. Der Einstieg soll bei rund 25.000 Euro starten. Das dürfte viele Konkurrenten unter Druck setzen. In besser ausgestatteten Varianten wird der ID.Polo allerdings schnell deutlich teurer.
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* Die durchschnittliche Ersparnis berechnet sich im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers aus allen auf carwow errechneten Konfigurationen zwischen Juni und November 2023. Sie ist ein Durchschnittswert aller angebotenen Modelle und variiert je nach Hersteller, Modell und Händler.
So gibt's die Life-Version mit großem 52-kWh-Akku offiziell ab 33.795 Euro. Über die Neuwagenvermittlungsplattform Carwow ist der Einstieg aber bereits ab 29.619 Euro möglich.
Die besser ausgestattete Style-Version kostet regulär 36.995 Euro. Über Carwow sind hier laut aktueller Angebote Einsparungen von bis zu 5590 Euro drin.

VW will endlich aus den ID-Fehlern lernen

Der ID.Polo wirkt insgesamt deutlich reifer als die ersten Elektro-VWs. Gerade Software und Bedienung hatten dem ID.3 zum Start massiv geschadet. Beim ID.Polo scheint VW genau dort angesetzt zu haben.
Ob der elektrische Polo wirklich zum großen Volks-Elektroauto wird, müssen erste Alltagstests noch zeigen. Die Voraussetzungen wirken diesmal allerdings deutlich besser als noch bei den ersten ID-Modellen.